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Bahnhöfe: Bahn will Echtzeitdaten auf Bahnhofsmonitoren

Die Fahrgastinfosysteme der Deutschen Bahn werden derzeit ausgetauscht. Diese sollen künftig dieselben Daten zeigen wie die App.
/ Sebastian Grüner , dpa
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Die Bahnhofsanzeigen werden deutschlandweit ausgetauscht. (Bild: Omer Messinger/Getty Imagesg)
Die Bahnhofsanzeigen werden deutschlandweit ausgetauscht. Bild: Omer Messinger/Getty Imagesg

Die Deutsche Bahn modernisiert ihre elektronischen Fahrgastinfosysteme. Deutschlandweit würden bis Ende des Jahres 1.700 Anzeigen in 300 Bahnhöfen getauscht, sagte Cornelia Kadatz, Regionalbereichsleiterin Südost von DB Station & Service. Bis 2029 sollen es 7.000 neue Zuginfomonitore an 750 Standorten werden. In die Umrüstung investieren Bund und Bahn nach Angaben der Bahnmanagerin eine halbe Milliarde Euro.

Die neuen Monitore seien nicht nur besser lesbar, energiesparender und "vandalismusresistenter" . Sie zeigten vor allem auch Echtzeitdaten zu Ankunft- und Abfahrtzeiten der Züge an. Dadurch könnten sich die Reisenden besser orientieren. "Auch eine Verspätung sollte verlässlich kommuniziert werden" , sagte Kadatz. Die Daten, die auf den neuen Monitoren angezeigt werden, seien zudem dieselben, die auch in der Bahn-App zu finden sind.

Der Regionalbereich Südost umfasst Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Zunächst sollen die größeren Bahnhöfe mit neuen Anzeigen ausgerüstet werden, wie Kadatz, sagte. Der Anfang sei im Hauptbahnhof Leipzig gemacht worden, wo 55 neue Monitore installiert wurden. In Dresden laufe die Umrüstung; Halle, Magdeburg und Erfurt sollen bald folgen. Insgesamt sollen bis 2029 rund 70 Bahnhöfe in der Region mit rund 650 neuen Anzeigen ausgestattet werden.

Auch die Videoüberwachung auf Bahnhöfen soll nach und nach erneuert werden. In Leipzig sei jetzt die alte Anlage aus dem Jahr 1997 ausgetauscht worden. Rund 100 Kameras sollen künftig klarere Bilder und weitere Blickwinkel liefern, sagte Bahnhofsmanager Christian Schulz. Bundesweit sind laut Bahn derzeit rund 9.000 Kameras im Einsatz. Bis 2024 solle die Zahl auf 11.000 erhöht werden.


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