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Bahngleise: Giga Fiber baut eigenes Glasfasernetz mit 0-Euro-Zugang

"Wir schenken dir das Internet,"verspricht Giga Fiber. Dafür aber müssen Miet- und andere Zahlungen künftig über den Anbieter abgewickelt werden.
/ Achim Sawall
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Gibt es versteckte Kosten? (Bild: Giga Fiber)
Gibt es versteckte Kosten? Bild: Giga Fiber

Das Frankfurter Unternehmen Giga Fiber bietet Kunden einen Internetzugang mit einer Datenübertragungsrate von 250 MBit/s zu einem monatlichen Preis von 0 Euro. Das gab Giga Fiber am 23. Oktober 2023 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Gegen einen Aufpreis werde auch 1 GBit/s angeboten.

Nach eigenen Aussagen wird ein eigenes Glasfasernetz entlang des Schienennetzes der Deutschen Bahn errichtet. "Dafür verlegen wir ein komplett neues Netz. Wir verlegen es von da bis in die Häuser und Unternehmen,"wird in einem Werbevideo behauptet. An anderer Stelle wird jedoch erklärt: " Die Giga Fiber baut in erster Linie in Partnerschaft mit anderen Netzbetreibern aus, verfügt aber selbst auch über eigene Baukapazitäten."

Zugesichert werden ein hoher Datenschutz und umfangreiche IT-Sicherheit.

Das Unternehmen finanziere sich, indem man "die Zahlungswege " revolutioniere, heißt es. Das Angebot gilt deshalb auch nur bei "Nutzung des kostenfreien Paymentproviders. Als Gegenleistung für die Unentgeltlichkeit laufen wiederkehrende Zahlungen wie Miete, Nebenkosten, Strom, aber auch Darlehenszahlungen über den von Giga Fiber zur Verfügung gestellten Payment-Service." Einzelne Zahlungen würden zusammengefasst, woran ein Partner von Giga Fiber verdient. Doch Vorsicht: "Verstößt Du während der anfänglichen Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten gegen diese Pflichten, bist Du uns anteilig zum Ersatz der Kosten für den Hausanschluss verpflichtet, da wir diesen durch das hier geschilderte Prozedere finanzieren."

Ausgebaut wird offenbar auch nicht überall: "Grundlage der Prüfung sind unter anderem die Clusterung der potenziellen Ausbauanträge, Kosten je Anschluss und die Priorisierung derselben."

Giga Fiber ist Mitglied in den Branchenverbänden Breko und VATM, was für eine gewisse Seriosität spricht. Angaben zu den Investoren finden sich nicht auf der Website.


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