BAE Systems: Solardrohne Phasa-35 steigt in die Stratosphäre auf

Phasa-35 ist erstmals bis in die Stratosphäre aufgestiegen. In dieser Höhe soll das unbemannte Solarflugzeug fliegen und die Aufgaben von Satelliten übernehmen.
Am 25. Juni startete Phasa-35(öffnet im neuen Fenster) zu einem 24-stündigen Testflug. Dabei erreichte es erstmals eine Höhe von über 66.000 Fuß, gut 20 Kilometer, wie das britische Rüstungsunternehmen BAE Systems erst jetzt mitteilte(öffnet im neuen Fenster) . Der Testflug fand am Spaceport America im US-Bundesstaat New Mexico statt.
Phasa-35 hat eine Spannweite von 35 Metern und wiegt dabei nur rund 150 Kilogramm. Angetrieben wird Phasa-35 von zwei Elektropropellern. Die Tragflächen sind mit Solarzellen ausgelegt, die tagsüber die Motoren mit Strom versorgen und die Akkus an Bord laden. Nachts speisen die Akkus die Motoren.
Phasa-35 flog erstmals 2020
Entwickelt wurde Phasa-35 - die Abkürzung steht für Persistent High Altitude Solar Aircraft (etwa: Solarflugzeug, das lange in großer Höhe fliegt) - von Prismatic, einem Tochterunternehmen von BAE Systems. Die Entwicklung begann 2018, erstmals geflogen ist das Solarflugzeug im Jahr 2020.

Phasa-35 gehört zu den Höhenplattformen (High-Altitude Pseudo-Satellites, Haps), die in einer Höhe zwischen 16 und 21 Kilometern über dem Wettergeschehen und dem üblichen Flugverkehr unterwegs sind. Die Solardrohne soll als günstige Alternative zu Satelliten für vielfältige Aufklärungsmissionen eingesetzt werden. Dafür kann sie mit einer Nutzlast von 15 Kilogramm beladen werden.
Einsatzzweck sind laut BAE Systems lange Überwachungs-, Kommunikations- und Sicherheitsmissionen im hoheitlichen, militärischen und kommerziellen Bereich, von der Grenzüberwachung über die Erkennung von Waldbränden bis hin zur Meeresüberwachung. Daneben könnte das UAV auch als fliegende Kommunikationsstation eingesetzt werden.

Eine Mission könnte bis zu einem Jahr dauern. Den Rekord für den längsten Flug eines unbemannten Flugzeugs hält die Solardrohne Zephyr von Airbus : Er blieb 64 Tage in der Luft, stürzte dann aber ab.



