Badewanne als riesiges Tablet: Touchscreen auf dem Wasser
Das System ist nicht auf die Wasseroberfläche beschränkt, sondern funktioniert, zumindest wenn kein Schaum in der Wanne ist, auch noch einige Zentimeter darunter. Der Anwender kann mit dem Wasser sozusagen interagieren und mit den passenden Programmen lässt sich aus einer Schöpfbewegung ein Kommando ableiten. Ein Foto kann beispielsweise gelöscht werden, indem es unter Wasser gezogen wird.
Der Schlüssel für das Wasser-Interface ist ein Projektor, der die Wasseroberfläche beleuchtet sowie eine Microsoft Kinect, um die Tiefeninformationen zu errechnen. Damit das projizierte Bild sowohl für den Badenden als auch für die Stereokameras besser zu erkennen ist, muss Badesalz ins Wasser gegeben werden, das es eintrübt.
Für ein fühlbares Feedback sollen zahlreiche 80-mm-Lautsprecher sorgen, die Schallwellen im Bereich von 50 Hertz erzeugen. Sie werden im Wasser versenkt. Damit lässt sich durchaus Einfluss auf die Wasseroberfläche erzielen, haben Redakteure der IEEE Spektrum(öffnet im neuen Fenster) erfahren, als die Wissenschaftler einen 250-mm-Lautsprecher ins Wasser legten, der zudem mit LEDs bestückt war, um seinen Wirkungskreis auf der Wasseroberfläche auszuleuchten. Der niederfrequente Ton löste eine kleine farbige Wasserfontaine aus. Für Actionspiele wäre das ideal – wenngleich auch statt Kugeln Wasser um den Spieler herum aufspritzen.
Laut IEEE Spectrum sind die Zielgruppe des Aquatop-Displays(öffnet im neuen Fenster) nicht nur Privatanwender, sondern auch Themenparks und Schwimmbadbetreiber.
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