Abo
  • Services:

Baden-Württemberg: Schulen entfernen Like-Button von Facebook

Mit einem Prüfprogramm haben die Landesdatenschützer in Baden-Württemberg nach dem Facebook-Like-Button auf offiziellen Webseiten des Landes gesucht.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook-Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien
Facebook-Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien (Bild: Kimihiro Hoshino/AFP/Getty Images)

Der baden-württembergische Landesdatenschützer hat erreicht, dass viele öffentliche Einrichtungen den Like-Button von Facebook entfernt haben. Wie ein Sprecher der Behörde Golem.de sagte, hätten beispielsweise Schulen und Vereine damit auf Anschreiben des Landesbeauftragten reagiert.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, München
  2. OPTIMAL SYSTEMS GmbH, Berlin

Im August 2013 hatten Mitarbeiter des Datenschützers über 4.300 Internetseiten von öffentlichen Stellen mit einem Prüfprogramm analysiert und 47-mal den Facebook-Like-Button gefunden: Alle angeschriebenen Behörden hätten auf die Aufforderung reagiert und den Like-Button entfernt oder durch die Zwei-Klick-Lösung ersetzt, so die Landesdatenschützer.

Hintergrund der Überprüfung war, dass Facebook mit dem Like-Button Daten über das Nutzerverhalten auch auf den Webseiten sammeln kann, die diese Funktion einbinden. Dabei könne es sich um personenbezogene Daten handeln, wenn der Nutzer gleichzeitig in Facebook eingeloggt und dadurch eindeutig identifizierbar sei. Die Nutzerdaten könnten bis zu zwei Jahre rückwirkend zugeordnet werden, wenn sich jemand später bei Facebook anmeldet, so die Behörde.

"Der Aufwand hat sich gelohnt", sagte Landesdatenschützer Jörg Klingbeil. Deshalb solle es auch in Zukunft weitere Prüfungen von Internetauftritten - nicht nur im öffentlichen Bereich - geben. "Für das nächste Jahr ist bereits eine weitere Überprüfung geplant."

In Schleswig-Holstein war die Auseinandersetzung nicht so einvernehmlich verlaufen: Ein Verwaltungsgericht hatte am 9. Oktober 2013 entschieden, dass Unternehmen, die eine Facebook-Fanseite betreiben, nicht für die Datenerhebungen des sozialen Netzwerks verantwortlich sind. Drei Unternehmen hatten sich mit Klagen gegen die Anordnungen des Landesdatenschützers Thilo Weichert aus dem Jahr 2011 gewehrt, der den Betrieb von Fanseiten untersagt hatte. Weichert hatte versucht, gegen Regierungsstellen und große Unternehmen vorzugehen, die Facebook-Fanpages betreiben oder den Like-Button auf ihren Webseiten haben. Er hat gegen das Urteil Revision angekündigt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 211,71€ für Prime-Mitglieder
  2. 399€ (Wert der Spiele rund 212€)

crazypsycho 21. Nov 2013

Was hier getan wird ist aber keine Lösung für das angebliche Problem. Anstatt das alle...

xUser2 21. Nov 2013

Doch. Du kannst Cookies setzen, Plugin-"Cookies" setzen, den Browser fingerprinten, via...

Truster 21. Nov 2013

Ich mag dieses Addon, damit werden ANALytics f, t, g+ usw geblockt ;)

fool 21. Nov 2013

Die Gesetzgebung ist (in diesem Fall) auf Bundesebene geregelt (BDSG). Die Dutchsetzung...

Lemo 21. Nov 2013

In Ordnung, das lasse ich mir noch eingehen, dass das 2-Klick-Verfahren akzeptiert wird...


Folgen Sie uns
       


Tiemo Wölken (SPD) zu Artikel 13

Der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken hofft darauf, dass das Europaparlament am 26. März 2019 den umstrittenen Artikel 13 noch ablehnt.

Tiemo Wölken (SPD) zu Artikel 13 Video aufrufen
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

Mobile Bezahldienste: Wie sicher sind Apple Pay und Google Pay?
Mobile Bezahldienste
Wie sicher sind Apple Pay und Google Pay?

Die Zahlungsdienste Apple Pay und Google Pay sind nach Ansicht von Experten sicherer als klassische Kreditkarten. In der täglichen Praxis schneidet ein Dienst etwas besser ab. Einige Haftungsfragen sind aber noch juristisch ungeklärt.
Von Andreas Maisch

  1. Anzeige Was Drittanbieter beim Open Banking beachten müssen
  2. Finanzdienstleister Wirecard sieht kein Fehlverhalten
  3. Fintech Wirecard wird zur Smartphone-Bank

Pauschallizenzen: CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern
Pauschallizenzen
CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern

Absurder Vorschlag aus der CDU: Anstatt die Urheberrechtsreform auf EU-Ebene zu verändern oder zu stoppen, soll nun der "Mist" von Axel Voss in Deutschland völlig umgekrempelt werden. Nur "pures Wahlkampfgetöse" vor den Europawahlen, wie die Opposition meint?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Uploadfilter Merkel verteidigt Bruch des Koalitionsvertrages
  2. Europawahlen Facebook will mit dpa Falschnachrichten bekämpfen
  3. Urheberrecht Europas IT-Firmen und Bibliotheken gegen Uploadfilter

    •  /