Baden-Württemberg: Polizei warnt intern vor NSO-Trojaner

Ein Schreiben an Polizisten und Angestellte der Polizei in Baden-Württemberg warnt vor dem Staatstrojaner Pegasus.

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Auch die Polizei ist nicht sicher vor Staatstrojanern.
Auch die Polizei ist nicht sicher vor Staatstrojanern. (Bild: planet_fox/Pixabay)

Die Polizei in Baden-Württemberg warnt ihre Beamten vor Ausspähversuchen mit dem Trojaner Pegasus. Mit der Schadsoftware, die von der NSO Group an Staaten vertrieben wird, werden immer wieder die Smartphones von Journalisten, Menschenrechtsaktivisten, Politikern und Beamten gehackt und überwacht.

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Auch die von der baden-württembergischen Landespolizei eingesetzten Mobiltelefone mit dem Namen Poliphone könnten Ziele einer solchen Überwachung werden, heißt es in einer internen Nachricht an die Polizeikräfte und Angestellten, aus der das Nachrichtenmagazin Spiegel zitiert. Die von Pegasus verwendete Sicherheitsücke lasse sich nicht schließen.

Wer eine verdächtige Lock-SMS erhalte, solle keinesfalls auf darin enthaltene Links klicken, warnen die IT-Experten der Polizei. Auf Nachfrage des Spiegel erklärte das baden-württembergische Innenministerium, die Meldung habe der Sensibilisierung der Polizistinnen und Polizisten gedient. Erkenntnisse über eine versuchte oder erfolgte Infizierung gebe es keine.

Staatstrojaner mit 50.000 Zielen

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor dem Trojaner Pegasus, der weltweit von staatlichen Akteuren eingesetzt wird: "Das Bedrohungspotenzial ist als hoch zu bewerten." Allerdings hatten sich auch deutsche Behörden den Staatstrojaner von NSO vorführen lassen.

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NSO verkauft die Software an etliche staatliche Behörden weltweit. Ein kürzlich geleakter Datensatz enthält 50.000 Telefonnummern, bei denen es sich um potenzielle Ausspähziele von NSO-Kunden aus den Jahren 2016 bis 2021 handeln soll.

Dabei soll Pegasus iPhones über Nachrichten an iMessage ohne Nutzeraktion infizieren können. Amnesty International veröffentlichte ein Tool, mit dem Apple- und Android-Smartphones auf einen möglichen Befall untersucht werden können. Bürgerrechtsorganisationen, aber auch bekannte Personen wie der Whistleblower Edward Snowden fordern ein Moratorium für den Handel mit Schadsoftware.

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