Baden-Württemberg: Breites Bündnis gegen Microsoft-Schulcloud

Ein Bündnis aus zahlreichen Verbänden spricht sich für Open-Source-Lösungen als Alternative zu MS 365 aus.

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Über den richtigen Weg in der digitalen Bildung - Microsoft oder Open Source - wird in Baden-Württemberg heftig gestritten.
Über den richtigen Weg in der digitalen Bildung - Microsoft oder Open Source - wird in Baden-Württemberg heftig gestritten. (Bild: Triplec85, Wikimedia Commons/CC0 1.0)

Zahlreiche Gruppierungen fordern Baden-Württembergs Kultusministerium dazu auf, auf den Einsatz von Microsofts MS 365 an Schulen zu verzichten. Stattdessen sollen Open-Source-Lösungen wie Moodle und Big Blue Button als Alternative genutzt werden.

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Unterstützt wird die Erklärung von einem sehr breiten Bündnis. Mitgetragen wird sie etwa vom Landesschüler- und Landeselternbeirat in Baden-Württemberg, dem Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie gesellschaftlichen Gruppen wie dem Chaos Computer Club Stuttgart und der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Kultusministerium will Microsoft-Lösung

Das Land Baden-Württemberg testet seit einiger Zeit die Nutzung von MS 365. Die CDU-Kultusministerin von Baden-Württemberg, Susanne Eisenmann, die derzeit wegen ihres Agierens in der Coronapandemie stark unter Druck steht, bevorzugt die Microsoft-Lösung. Die Kritik daran ist nicht neu, so wird insbesondere bezweifelt, ob die Microsoft-Cloud mit Datenschutzbestimmungen in Einklang zu bringen ist.

Die jetzt vorgestellte Erklärung weist auch auf die Datenschutzprobleme hin. Das ist aber nur einer von mehreren Aspekten. So verweisen die Verbände darauf, dass die Nutzung von Open-Source-Lösungen ein Beitrag zur digitalen Souveränität sei.

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"Ein Bundesland darf sich nicht von einem Cloud-Angebot wie MS 365 abhängig machen, über das es nicht mit voller Souveränität selbst, sicher und dauerhaft verfügt, weil es jederzeit vom Anbieter oder auf Anweisung der Regierung des Landes des Firmensitzes in der Nutzung eingeschränkt oder gar abgeschaltet werden kann", heißt es dazu in der Erklärung.

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Moodle-Probleme inzwischen behoben

Bereits jetzt nutzen viele Schulen in Baden-Württemberg Open-Source-Lösungen. Am Montag gab es bei den vom Land bereitgestellten Moodle-Instanzen Probleme mit der Erreichbarkeit. Laut einer Meldung des für die Instanzen zuständigen BelWü (Datennetz der wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg) wurden diese jedoch inzwischen durch Optimierungen in der Datenbankkonfiguration behoben. Moodle ist eine in PHP geschriebene Open-Source-Software für Lernplattformen.

Die Initiatoren der Stellungnahme sehen mit den bestehenden Lösungen den Bedarf der Schulen bereits gut abgedeckt: „Mit Moodle (Lernplattform), Bigbluebutton (Videokonferenzsystem), Libreoffice (Bürosoftware), Thunderbird (Mailprogramm) und Nextcloud (Dateiablage und Kooperation) stehen allen Schulen Anwendungen zur Verfügung, die den Funktionsumfang von MS 365 abdecken oder übertreffen."

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MarcelJ 15. Jan 2021

Das ist natürlich leider Wahr! Ja aber man ganz ehrlich und realistisch betrachtet, ist...

MarcelJ 15. Jan 2021

Wenn das bei einige Hilft, kann man auch das eingehende Video deaktivieren. Dadurch wird...

abirkner 15. Jan 2021

Heute Morgen per EMail bekommen: Liebe Kollegen, hier drei Tipps aus einer Remote...

BLi8819 14. Jan 2021

Kurz mal gesucht: "Auch wenn ein eigener TURN-Server bei Nextcloud Talk zum Einsatz...

Michael H. 14. Jan 2021

Du willst also auf teufel komm raus etwas eigenes, dass technisch Jahre hinterherhinkt...



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