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Bad Hersfeld: Streik am Prime Day bei Amazon

Einen überraschenden Streik führen heute zum Prime Day die Beschäftigten an einem Standort von Amazon durch. Die Arbeitsniederlegung dauert den ganzen Tag.

Artikel veröffentlicht am ,
Streikende bei Amazon
Streikende bei Amazon (Bild: Verdi bei Amazon)

Beschäftigte des Amazon-Standorts Bad Hersfeld sind überraschend aus der Schicht heraus in den Streik getreten. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 12. Juli 2016 bekannt. Die Arbeitsniederlegung hat am Amazon Prime Day um 7:45 Uhr begonnen und dauert den ganzen Tag bis zum Ende der Spätschicht.

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Ein erheblich höheres Bestellvolumen wird erwartet: Beim zweiten jährlich stattfindenden Prime Day soll es weltweit wieder rund 100.000 Angebote nur für Prime-Mitglieder geben. "Damit ist dieser Prime Day das größte Amazon-Event", erklärte der Konzern. Prime-Mitglieder in Deutschland, Österreich, den USA, Großbritannien, Spanien, Japan, Italien, Frankreich, Kanada und Belgien bekommen Angebote aus verschiedenen Kategorien mit Deals im Fünf-Minuten-Takt. Ab 6 Uhr morgens kommen laut Amazon jeweils hunderte Angebote pro Stunde hinzu.

Amazon Prime Day: Mitarbeiter befristet eingestellt

Auch am Standort Bad Hersfeld wurden neue Mitarbeiter befristet eingestellt und Überstunden angesetzt. "Wir nehmen diesen Prime Day zum Anlass, um ein Zeichen zu setzen, dass die Beschäftigten für ihre gute und anstrengende Arbeit eine Bezahlung und Arbeitsbedingungen nach Tarif verdient haben", sagte die für den Standort Bad Hersfeld zuständige Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke.

Es gehe den Beschäftigten um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld durch einen Tarifvertrag. Nach Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel Sachsen bekämen die Amazon-Mitarbeiter 30 Arbeitstage Urlaub und ein Urlaubsgeld von 1.075 Euro. Weihnachtsgeld in Höhe von 1.013 Euro, eine 38-Stunden-Woche und sechs Wochen Urlaub seien in der Branche üblich. Amazon zahle kein Urlaubsgeld und gewähre ab 2016 nur noch 28 Arbeitstage Urlaub.

Laut Darstellung des Unternehmens werden an allen Standorten in Deutschland mindestens 10 Euro brutto pro Stunde gezahlt, im Durchschnitt 10,40 Euro bei 38,75 Stunden pro Woche. Hinzu kommen Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiteraktien, Gratisversicherungen, ein Pensionsfonds und Mitarbeiterrabatte.

Nachtrag vom 12. Juli 2016, 15:47 Uhr

"Heute Morgen waren viele draußen, so dass über den Tag mit einer Beteiligung von 500 bis 600 Streikenden" gerechnet werden könne, sagte Ute Fritzel von Verdi Golem.de auf Anfrage.

Amazon erklärte dagegen Golem.de: "Dort haben sich weniger als 250 Mitarbeiter an den von der Gewerkschaft organisierten Arbeitsniederlegungen beteiligt." Die überwältigende Mehrheit habe regulär gearbeitet, nur ein kleiner Teil nehme an den Protesten teil.



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Kleba 13. Jul 2016

Schön wäre es (zumindest was die kirchlichen Einrichtungen betrifft). Da werden nämlich...

passer 13. Jul 2016

Nun ja da hilft es als Kunde nur noch den virtuellen Mittelfinger zu zeigen. Diese...

Kleba 13. Jul 2016

Also ich habe nur ein paar Kleinigkeiten gekauft. Ich brauchte z.B. noch Akten-Ordner...

DieSchlange 13. Jul 2016

Dass tuen sie doch laufend nur verpacken Sie es als was ganz tolles ;-) Ich bin nachdem...

Bouncy 12. Jul 2016

haha, unglaublich Schade, dass das nur so kleinlaut dargestellt wird in den Medien, zeigt...


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