Backhaul: Telefónica macht Geheimnis aus Anbindung beim Mobilfunk

Die Aussagen der Telefónica deuten darauf hin, dass die meisten ihrer Sites weiterhin nicht mit Glasfaser angeschlossen sind. Doch das ist für 5G eigentlich eine Grundvoraussetzung.

Artikel veröffentlicht am ,
Mobilfunkantenne der Telefónica
Mobilfunkantenne der Telefónica (Bild: Telefonica)

Telefónica Deutschland macht keine genaueren Angaben dazu, wie viele der Mobilfunkstandorte des Netzbetreibers mit Glasfaser angebunden sind. Unternehmenssprecher Florian Streicher sagte Golem.de auf Anfrage: "Eine zweistellige Prozentzahl unserer Mobilfunkstandorte verfügt bereits über einen Glasfaseranschluss." Im Februar 2018 hatten nur 20 Prozent der Mobilfunkstationen der Telefónica eine Glasfaseranbindung. Die Angabe "zweistellige Prozentzahl" ist daher im Juni 2019 absolut nicht aussagekräftig.

"Für 75 Prozent unserer Standorte ", betonte Streicher "ist die Anbindung mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen bereits durch umfangreiche Glasfaser-Kooperationen mit anderen Netzbetreibern und Infrastrukturdienstleistern gesichert." Das bezieht sich jedoch auf vereinbarte Kooperationen, die oft erst in mehreren Jahren wirksam werden.

  • Eine Site von der Telefonica auf einem Dach
Eine Site von der Telefonica auf einem Dach

Telefónica Deutschland erklärte etwa im November 2018, dass rund 1.500 Mobilfunkstandorte an die Netzinfrastruktur von Gasline angebunden werden. Gasline wird jedoch erst "in den kommenden Jahren die Standorte des Netzbetreibers" mit Glasfaser erschließen. Die Gasline Telekommunikationsgesellschaft gehört deutschen Gasversorgungsunternehmen im Fern- und Regionalbereich. Über 80 Prozent der unbeleuchteten Netzkapazitäten sind im Schutz der Gasleitungstrassen verlegt.

Kooperationen: Doch wann fangen die an?

Der Betreiber hat im Juli 2018 begonnen, einen Teil seiner LTE-Standorte von NGN Fiber Network mit Glasfaser anbinden zu lassen. Die Kooperationsvereinbarung über die Anbindung von mindestens 1.500 Mobilfunkstandorten wurde unterzeichnet.

Telefónica und auch Vodafone wollten einen Teil ihrer glasfaserbasierten Anbindung der Mobilfunkstandorte gemeinsam nutzen, hatte die Telefónica im Februar 2018 bekanntgegeben. Ab Juli 2018 soll die vorhandene Glasfasertechnologie von gemeinsamen oder benachbarten Mobilfunkstandorten der beiden Unternehmen mitgenutzt werden können. Im Oktober 2017 hatten die Deutsche Telekom und Telefónica vereinbart, mindestens 5.000 Mobilfunkstandorte der Telefónica an die Glasfaserinfrastruktur der Telekom anzubinden.

In der Regel sollten 5G-Basisstationen nach Expertenmeinung mit Glasfaser angebunden werden. Im Ausnahmefall ist dies auch mit neuer Richtfunktechnik möglich. Die niedrigen Latenzzeiten von 5G von 1 ms sind mit Richtfunk aber praktisch nicht zu realisieren.

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Faksimile 18. Jun 2019

Evtl. sollte der Vorposter erst einmal erklären, was er unter einem Mesh versteht, bzw...

quin0r 18. Jun 2019

so in Deutschland zu unseren Lebzeiten, nichtmehr wie in den meisten anderen Ländern...

tg-- 18. Jun 2019

Stimmt, da kann und will ich nicht widersprechen. Die Glasfaseranbindungen haben aber...

tg-- 18. Jun 2019

Ich spreche hier nicht von zusammengefassten Subcarriern, sondern von verbreiterten...



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