Backbone: Telekom muss Glasfaserkabel in Ferntrasse erneuern
Die Deutsche Telekom legt eine neue Glasfaser-Ferntrasse vom Schluchsee nach Waldshut-Tiengen durch den Schwarzwald, um ihren Backbone auszubauen. Das gab das Unternehmen in einem Youtube-Video bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Volkmar Baschnagel, Aufbauleiter Telekom Technik, sagte: "Auf einer Länge von circa 35 Kilometern wird ein Glasfaserkabel mit 96 Fasern in einer vorhandenen Trasse eingezogen."
Die alte Trasse wurde Ende der achtziger Jahre verlegt, und damals wurde nur ein zwölffaseriges Kabel verbaut, das war laut Baschnagel eines der ersten. "Die sind aber heute von der Datenmenge viel zu klein" . Daher kommt in ein vorhandenes Leerrohr ein weiteres Kabel.
Die neue Trasse soll den Angaben zufolge Ende September bis Anfang Oktober in Betrieb gehen. Sie verläuft in einer Schlangenlinie durch den Schwarzwald. Alle sechs Kilometer müssen die Telekom-Techniker eine Durchgangsmuffe setzen, weil das der maximalen Herstellungslänge entspricht. Die Fasern mit einer Länge von 2,5 Metern werden von den Technikern auf einem alten Bügelbrett abgelegt, damit sie nicht in den Dreck fallen.

Christopher Beußel, Regionalmanager Infrastrukturvertrieb bei der Deutschen Telekom, sagte: "Wir haben hier schon so viel Glasfaser die Straße hinauf gelegt. Alle Firmen die hier am Berg hinauf sind, nutzen mittlerweile den Glasfaseranschluss der Telekom."
Die Kunden in der touristischen Region erhalten FTTC (Fiber To The Curb) für Vectoring und FTTH (Fiber To The Home).
40.000 Kilometer neue Glasfaser verlegte die Telekom im vergangenen Jahr meist zur Erschließung für Vectoring, im Jahr 2018 sollen es 60.000 Kilometer werden.
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