Backblaze: Acht-Terabyte-Platten sind zuverlässiger als gedacht

2016 zeichnete sich für Backblaze ein positiver Trend ab: Die insgesamte Zuverlässigkeit der beobachteten Festplatten nahm zu. HGST hängt dabei weiterhin den Mutterkonzern Western Digital ab, eine positive Überraschung sind außerdem Laufwerke mit acht Terabyte.

Artikel veröffentlicht am ,
Backblaze hat Festplattenstatistiken für 2016 veröffentlicht.
Backblaze hat Festplattenstatistiken für 2016 veröffentlicht. (Bild: Backblaze)

Das Jahr 2016 ist vorüber und es ist Zeit für den Storage-Dienstleister Backblaze, eine erneute Analyse der genutzten Festplatten zu veröffentlichen. Das auf Online-Backups für Endkunden spezialisierte Unternehmen verfolgt eine Politik der Transparenz und gibt jedes Jahr Informationen zur genutzten Hardware und deren Ausfallraten preis.

  • Die Ausfallrate nach konkreter Modellbezeichnung von 2013 bis 2016 (Tabelle: Backblaze)
  • Die Ausfallrate nach konkreter Modellbezeichnung 2016 (Tabelle: Backblaze)
  • Die Ausfallrate nach Laufwerkskapazität 2016 (Tabelle: Backblaze)
  • Die Ausfallrate nach Hersteller 2016 (Tabelle: Backblaze)
  • Die Ausfallrate nach konkreter Modellbezeichnung im vierten Quartal 2016 (Tabelle: Backblaze)
  • Backblaze berichtet jedes Jahr von Ausfallraten der genutzten Festplatte. (Bild: Backblaze)
  • Darstellung der Ausfälle über die Dauer der Aufzeichnung ab 2013 (Diagramm: Backblaze)
  • Die Anteile an Festplattengrößen innerhalb des Unternehmens (Diagramm: Backblaze)
Darstellung der Ausfälle über die Dauer der Aufzeichnung ab 2013 (Diagramm: Backblaze)
Stellenmarkt
  1. Consultant IT-Security (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Nürnberg
  2. System Engineer Microsoft - Schwerpunkt Client-Design und Active Directory-Design
    Computacenter AG & Co. oHG, Ratingen, Frankfurt am Main
Detailsuche

2016 wurden insgesamt 71.939 magnetische Festplatten verschiedenster Hersteller beurteilt. Erstmals setzte das Unternehmen auf eine große Anzahl von 8 Terabyte großen Platten: 8.765 Exemplare im Gegensatz zu den 45 Stück im Jahr 2015.

Theoretische Laufzeit aller Platten bis in die Altsteinzeit

Backblaze wendet zur Ermittlung der Ausfallrate verwendeter Festplatten deren aktive Zeit im Dauerbetrieb und summiert diese. Das Ergebnis ist ein Wert von insgesamt 159.933 Jahren: Zu dieser Zeit entdeckte der Mensch das Feuer für sich.

Der Grund für die Nutzung von Betriebsstunden ist, dass individuelle Festplatten unterschiedlich zur Gesamtlaufzeit beitragen und dadurch verschieden gewichtet werden. Durch das ständige Austauschen oder Hinzufügen von Laufwerken ändert sich deren Zahl zusätzlich über eine Zeitspanne.

Golem Akademie
  1. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14.–15. Oktober 2021, Virtuell
  2. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Backblaze gibt als Beispiel die 4-TByte-Platten an: Teile man einfach nur die Anzahl der Platten durch die Anzahl der Ausfälle, erhält man eine Ausfallrate von 1,92 Prozent. Die eigentliche jährliche Ausfallrate ist jedoch mit 2,06 Prozent höher.

Insgesamt zeichnet Backblaze eine insgesamte Ausfallzahl von 1.225 Festplatten auf. Das entspräche fünf Ausfällen für einen Werktag. Der Unternehmensdurchschnitt liegt laut eigenen Angaben bei sieben Ausfällen pro Werktag - ein positiver Trend zeichnet sich damit ab.

HGST-Festplatten sind am zuverlässigsten, Western Digital verliert

Über alle Festplatten verteilt sind Exemplare der Firma HGST am zuverlässigsten: Eine Ausfallrate von 0,60 Prozent haben diese zu verzeichnen. Ganz anders sieht es beim Mutterkonzern Western Digital aus. WDC-Festplatten fallen zu 3,88 Prozent aus. Zu beachten ist jedoch, dass HGST-Festplatten auf Enterprise-Anforderungen ausgerichtet und dementsprechend kostspielig sind.

  • Die Ausfallrate nach konkreter Modellbezeichnung von 2013 bis 2016 (Tabelle: Backblaze)
  • Die Ausfallrate nach konkreter Modellbezeichnung 2016 (Tabelle: Backblaze)
  • Die Ausfallrate nach Laufwerkskapazität 2016 (Tabelle: Backblaze)
  • Die Ausfallrate nach Hersteller 2016 (Tabelle: Backblaze)
  • Die Ausfallrate nach konkreter Modellbezeichnung im vierten Quartal 2016 (Tabelle: Backblaze)
  • Backblaze berichtet jedes Jahr von Ausfallraten der genutzten Festplatte. (Bild: Backblaze)
  • Darstellung der Ausfälle über die Dauer der Aufzeichnung ab 2013 (Diagramm: Backblaze)
  • Die Anteile an Festplattengrößen innerhalb des Unternehmens (Diagramm: Backblaze)
Die Ausfallrate nach Hersteller 2016 (Tabelle: Backblaze)

Auf Position zwei der Zuverlässigkeit sind Toshiba-Laufwerke. Mit 1,27 Prozent liegen diese knapp hinter HGST-Modellen und weit vor Seagate-Festplatten mit 2,65 Prozent.

Auch bei den Kapazitäten gibt es neue Werte. Erstmals nutzt Backblaze Festplatten mit 8 Terabyte Kapazität in statistisch signifikanten Mengen. Das Unternehmen beurteilt diese als überraschend gut und gibt eine durchschnittliche Ausfallrate von 1,60 Prozent an. Im Vergleich dazu schneiden die immer noch am meisten verbauten 4-Terabyte Festplatten mit 2,06 Prozent schlechter ab. Viele dieser Platten laufen im Durchschnitt jedoch bereits doppelt so lange durch.

Zu experimentellen Zwecken verwendet Backblaze auch Enterprise-Modelle von 8-Terabyte-Festplatten des Herstellers Seagate. Vielleicht können wir im Jahr 2017 dann einen Vergleich zwischen Enterprise- und Endkunden-Hardware erwarten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Arsenal 03. Feb 2017

Genau so ist es. Seit 2013 haben alle Festplatten zusammen bei Backblaze 58.357.646...

HubertHans 03. Feb 2017

Das kannst du alles ueber die Firmware anpassen. Accoustic management z.B. beeinflusst...

zacha 03. Feb 2017

Aber wenn Du 4 Stück im Raid 5 oder 10 drinnen hast bekommst Du die locker saturiert.

Klausens 02. Feb 2017

Bei einem Faktor 1000 unterschiedliche Plattenzahl zwischen den Marken wär natürlich eine...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kursabsturz
Teamviewer-Chef spricht über schwere hausgemachte Fehler

Die vielen neuen Mitarbeiter seien nicht richtig eingearbeitet worden. Und die Ziele von Teamviewer seien zu hochgesteckt gewesen, sagt Oliver Steil.

Kursabsturz: Teamviewer-Chef spricht über schwere hausgemachte Fehler
Artikel
  1. Amazon-Go-Konkurrenz: Rewe eröffnet ersten kassenlosen Supermarkt
    Amazon-Go-Konkurrenz
    Rewe eröffnet ersten kassenlosen Supermarkt

    Kameras und Sensoren überwachen Kunden in Rewes kassenlosem Supermarkt. Bezahlt wird mit dem Smartphone.

  2. NDR und Media Broadcast: Fernsehen über 5G wird breit ausgestrahlt
    NDR und Media Broadcast
    Fernsehen über 5G wird breit ausgestrahlt

    Fernsehen kann auch über 5G laufen. Auf 578 MHz kann das jetzt ausprobiert werden. NDR und Media Broadcast machen es möglich.

  3. Smartphone-Tarife: Tchibo bietet Jahres-Tarif mit 72 GByte
    Smartphone-Tarife
    Tchibo bietet Jahres-Tarif mit 72 GByte

    In diesem Jahr stehen drei unterschiedliche Jahres-Tarife für Tchibo-Kunden zur Wahl.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Speicherprodukte von Sandisk & WD zu Bestpreisen (u. a. Sandisk SSD Plus 2TB 140,99€) • Sapphire Pulse RX 6600 497,88€ • Epos H3 Hybrid Gaming-Headset 144€ • Apple MacBook Pro 2021 erhältlich ab 2.249€ • EA-Spiele für alle Plattformen günstiger • Samsung 55" QLED 699€ [Werbung]
    •  /