Backblaze: 4-TByte-Festplatten sind am zuverlässigsten

Für seinen recht speziellen Anwendungsfall hat das Backup-Unternehmen Backblaze neue Daten zur Zuverlässigkeit von Festplatten vorgelegt. Dabei kommen keine Enterprise-Laufwerke zum Einsatz, sondern herkömmliche Consumer-Festplatten. Einige fallen besonders schnell aus.

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In einem Pod sitzen drei Mal 15 Festplatten nebeneinander.
In einem Pod sitzen drei Mal 15 Festplatten nebeneinander. (Bild: Backblaze)

Ein Jahr nach seinen viel beachteten Zahlen zur Zuverlässigkeit von PC-Festplatten hat das US-Unternehmen Backblaze eine aktuelle Statistik veröffentlicht. Die Firma bietet ein Online-Backup an und hat dafür eigene Raid-Systeme namens Storage Pod entwickelt, die man auch nachbauen kann. Von Anfang an setzte Backblaze dabei auf die viel billigeren PC-Festplatten, nicht die oft doppelt so teuren Server-Laufwerke. Für seinen Anwendungsfall, so hat das Unternehmen schon früher festgestellt, lohnen sich die Enterprise-Festplatten nicht.

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Die in den früheren Jahren beobachteten Trends setzen sich auch bei den aktuellen Zahlen fort: Festplatten von Hitachi überleben in den Raids am längsten, und manche Modelle fallen unabhängig vom Hersteller besonders schnell aus. Besonders schlecht kommt bei Backblaze die Seagate Barracuda 7200.14 mit 3 TByte weg: Nach einem Jahr im Dauerbetrieb zeigten über 40 Prozent dieser Laufwerke Defekte. Das gilt aber nicht allgemein für Seagate-Festplatten, Modelle mit 1,5 oder 4 TByte sind viel langlebiger. Warum gerade das eine Seagate-Produkt so schnell hinüber ist, will Backblaze demnächst näher erläutern.

Generell fallen dort 3-TByte-Laufwerke aller Hersteller schneller aus als die 4-TByte-Modelle. Daraus lässt sich aber kein Rückschluss auf die Laufwerke derselben Serie mit 3 oder 4 TByte fällen, denn der Backup-Anbieter kauft immer nur nach seinen eigenen Erfahrungen mit einem bestimmten Modell und dem Preis ein. Daher gibt es auch kaum Daten zu älteren Festplatten von Western Digital, die waren Backblaze fast immer zu teuer.

Umstieg auf 6-TByte-Platten

Zumindest eine leichte Tendenz ist aber bei den 6-TByte-Modellen der Serie WD Red abzusehen, die erst im Jahr 2014 auf den Markt kamen. Hier hat Backblaze von 270 Festplatten nur drei kaputt bekommen, bei ebenso vielen 6-TByte-Festplatten von Seagate gab es noch keinen Ausfall. Für beide Laufwerke, so schreibt Backblaze, ist aber ein längerer Betrieb für eindeutige Aussagen nötig. Künftig sollen vermehrt 6-TByte-Laufwerke eingesetzt werden und die kleineren Kapazitäten ablösen.

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Durch sein spezielles Geschäftsmodell betreibt Backblaze PC-Festplatten in Umgebungen und mit Parametern, für die sie nicht vorgesehen sind. So gelten beispielsweise die Garantien bei Consumer-Festplatten nicht für einen Betrieb rund um die Uhr und auch nicht für den Einsatz in einem größeren Verbund. Bei Raid-Systemen, insbesondere den Pods von Backblaze, sitzen die Laufwerke sehr eng beieinander, so dass sie sich gegenseitig durch Vibrationen beeinflussen. Das führt zu häufigen Neupositionierungen der Schreib-/Lese-Köpfe, was den mechanischen Verschleiß erhöht.

Das ist auch einer der Gründe, warum Consumer- NAS- und Enterprise-Laufwerke unterschiedliche Spezifikationen haben. So empfiehlt beispielsweise WD für die Serie Red nur den Einsatz mit maximal 8 Festplatten in einem Raid, bei den etwas teureren Red Pro sind 16 Geräte erlaubt. Und bei den Enterprise-Laufwerken gibt es meist gar kein Limit. Ein weiterer Unterschied der Nutzung tritt bei Backblaze besonders auf: Beim Online-Backup werden die Festplatten viel häufiger beschrieben als gelesen, in PCs ist es umgekehrt.

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Adabi 23. Jan 2015

Ach, ich bin bei sowas immer misstrauisch, ich bezahle nicht nur das Gesamtsystem...

AlexanderSchäfer 23. Jan 2015

Naja, aber man muss sich doch nur mal das 95% Konfidenzintervall der 4TB Platten anschauen.

tingelchen 23. Jan 2015

Die Greens sind natürlich auch nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt. In meinem Desktop...

Phreeze 23. Jan 2015

paper von 2007 von google Punkt 3.2 sagen sie dass der Hersteller egal ist bei den...



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