Backblaze: 2020 fielen wesentlich weniger Festplatten aus

Bei Backblaze wurden wieder mehr verschiedene HDDs eingesetzt, die insgesamt sehr zuverlässig waren. Ein Seagate-Modell lief aber instabil.

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Im Enterprise-Bereich sind 3,5-Zoll-Festplatten noch immer verbreitet.
Im Enterprise-Bereich sind 3,5-Zoll-Festplatten noch immer verbreitet. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Der Storage-Anbieter Backblaze hat neue Statistiken zu HDD-Ausfallraten veröffentlicht. Demnach installierte das Unternehmen im Jahr 2020 23.278 neue Laufwerke. Dabei wurde eine Herstellerstreuung eingehalten, um Fehlerbilder möglichst zu verteilen. Insgesamt wurden 2020 wesentlich weniger Ausfälle registriert: Im Schnitt betrug die Ausfallrate etwa 0,93 Prozent. 2019 lag sie noch bei 1,89 Prozent.

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Neu sind neben mehreren Exos-Drives von Seagate auch einige 12-Tbyte-Modelle von HGST. 14- und 16-Tbyte-HDDs von Toshiba, aber auch einige Ultrastar-Laufwerke von Western Digital. Auf diese hatte Backblaze in den Jahren davor eher verzichtet.

Dabei schlagen sich die 6.002 WD-HDDs (WUH721414ALE6L4) recht gut: Nach 230.000 addierten Laufzeittagen fiel eine Platte aus - ein Anteil von 0,16 Prozent. Der Anbieter will allerdings mindestens 250.000 Laufzeittage erreichen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen.

Diese Anzahl von Laufzeittagen haben die 13.596 Seagate-HDDs sicher hinter sich. Mit einer durchschnittlichen Ausfallrate von 0,94 Prozent scheinen sie unter den neuen Modellen sehr zuverlässig zu sein. Es gibt aber Ausreißer: In einem Testdurchlauf wurden 60 neue 18-Tbyte-Modelle vom Typ Exos X18 (ST18000NM000J) verbaut. Zwei Ausfälle summieren sich zu einer durchschnittlichen Ausfallrate von 12,54 Prozent bei bisher aber nur 5.820 aufgezeichneten Tagen.

Toshiba und HGST bleiben zuverlässig

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Das 12-Tbyte-Modell der Exos-Reihe scheint dafür umso zuverlässiger zu sein. 7.130 HDDs liefen 2020 1,3 Millionen Tage lang bei einer durchschnittlichen Ausfallrate von 0,84 Prozent. Toshibas M07A und MG08A mit 14 und 16 TByte laufen bisher 36.336 Stunden ohne einen einzigen Ausfall. Dauch hier ist die Einsatzzeit noch zu kurz, um ein Fazit zu ziehen. Toshiba-Modelle hatte sich bei Backblaze aber schon früher als zuverlässig herausgestellt.

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Die 2.506 HGST-Modelle (HUH721212ALE604) sind mit 275.800 Lauftagen noch recht neu. Bei bisher neun Ausfällen errechnete Backblaze eine Rate von 1,19 Prozent. Nicht gelistet wurden zudem 26 Festplatten von Toshiba und 40 Stück von Seagate, da diese mit unter 60 installierten Laufwerken statistisch nicht signifikant sein sollen.

Das gilt bisher auch für die 1.200 SSDs, die Backblaze bereits als Bootlaufwerke statt HDDs in Storage-Pods verbaut hat. Insgesamt 3.000 dieser Einheiten gibt es in allen Rechenzentren des Unternehmens. Auch zu den SSDs könnten in Zukunft Statistiken auftauchen. "Wir halten euch auf dem Laufenden, wenn wir irgendetwas haben, dass es wert ist zu veröffentlichen", schreibt das Unternehmen.

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