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Baby Steps & Co.: Die besten Indiegames 2025

Superhelden im Büro und Horror auf dem Mond: Diese wunderbaren Indiegames von kleinen Entwicklerstudios haben das Spielejahr 2025 geprägt.
/ Rainer Sigl
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Artwork von Dispatch (Bild: Adhoc Studio)
Artwork von Dispatch Bild: Adhoc Studio

Für viele das beste Spiel des Jahres, überhäuft mit Awards und trotzdem nicht in dieser Liste: Clair Obscur – Expedition 33. Das Abenteuer von Sandfall Interactive ist ein Phänomen, passt allerdings als AA-Spiel mit sehr guten Verbindungen zur großen Branche irgendwie nicht so richtig zu Indiegames.

Stattdessen haben wir zehn andere der besten, schönsten und überraschendsten, ganz unabhängig produzierten Games zusammengetragen. Wer sich fragt, was sich an den ruhigen Tagen um den Jahreswechsel zum Spielen eignet: Hier gibt's jede Menge Spaß zum traditionell kleinen Indie-Preis.

Baby Steps: kleine Schritte

Als pummeliger Nichtsnutz stapfen wir im Erwachsenenstrampelanzug auf einen Berg, und das Schritt für Schritt für Schritt. Baby Steps(öffnet im neuen Fenster) ist buchstäblich ein Walking Simulator, der uns vor eine der härtesten Aufgaben des ganzen Spielejahres gestellt hat.

Dank absurden Slapstick-Humors und erstaunlich berührender Story halten sich Frust und Endorphine perfekt die Waage. Egal, wie oft man strauchelt: Es geht ums Immer-wieder-Aufstehen.

Erhältlich für Windows-PC und Playstation 5; rund 20 Euro.

Hollow Knight – Silksong: schick und schwierig

Das Spiel mit dem Steam-Wunschlistenrekord ist sogar noch schöner, größer und härter als der kultige Vorgänger geworden. Sieben Jahre lang ließ sich das australische Mini-Entwicklerteam Team Cherry für Hollow Knight – Silksong(öffnet im neuen Fenster) Zeit.

Als akrobatische neue Heldin hat man im Insekten-Metroidvania jede Menge Herausforderungen zu bestehen. Ein Spiel, das mit seinem harschen Schwierigkeitsgrad keine Kompromisse eingeht – und trotzdem ein Millionenerfolg geworden ist.

Erhältlich für Windows-PC, Nintendo Switch/2, Xbox Series X/S und Playstation 4/5; rund 20 Euro.

Routine: Horror auf dem Mond

Nach 13 Jahren der Entwicklung erschien kurz vor Jahresende 2025 endlich das First-Person-Abenteuer Routine(öffnet im neuen Fenster). Entwickelt wurde der Titel vom britischen Indiestudio Lunar Software, das lange Zeit nahezu spurlos von der Bildfläche verschwunden war.

In Routine gibt es eine retro-futuristische 80er-Sience-Fiction-Atmosphäre plus eine Mondbasis, die zum Ort des Schreckens und der Geheimnisse wird. Statt Kampf und Action gibt es clevere Puzzles, ein wenig Stealth und vor allem extrem dichtes Horrorambiente in fotorealistischer Grafik, getragen von einem außergewöhnlich eindringlichen Sounddesign.

Erhältlich für Windows-PC und Xbox Series X/S; rund 25 Euro.

Hades 2: quasi göttlich!

Der erste Teil ist legendär, der im September 2025 final erschienene zweite Teil übertrifft ihn mit Blick auf Umfang, Style und Perfektion deutlich. Rasante Action und endlos motivierendes Roguelike-Design machen auch Hades 2 von Supergiant Games(öffnet im neuen Fenster) zum fast makellosen Indiegames-Hit.

Kein anderes Spiel konnte beim Review-Aggregator Metacritic in diesem Jahr eine höhere Wertungsnote abstauben – 95 von 100 Punkten. Ein Spiel, das dem griechischen Pantheon gerecht wird.

Erhältlich für Windows-PC, Nintendo Switch/2 und MacOS; rund 30 Euro.

Dispatch: So geht eine gute Story

Früher war er ein Superheld, jetzt sitzt er im Büro und schickt die echten Helden in ihre Einsätze. Das im Spätherbst 2025 erschienene, hinreißend animierte Zeichentrickabenteuer Dispatch(öffnet im neuen Fenster) verbindet die Erzählstruktur klassischer Telltale-Abenteuer mit nettem Management-Gameplay.

Die außergewöhnlich gut geschriebene, erwachsene Story, gelungene Figuren und die originelle Episodenstruktur haben Dispatch zum Instant-Publikumsliebling gemacht. Besser als die meisten TV-Serien!

Erhältlich für Windows-PC und Playstation 5; rund 30 Euro.

Blue Prince, Promise Mascot Agency, Repo, Megabonk und Rythm Doctor

Blue Prince: königlich knobeln

Das Debütspiel des US-Solo-Entwicklers Tonda Ros ist ein Unikat, das noch lange im Gedächtnis bleiben wird: In einem sich jeden Tag verändernden Haus suchen wir nach dem geheimnisvollen letzten Raum.

Originelles Puzzle-Gameplay, tausend Geheimnisse und erstaunliche Spieltiefe haben Blue Prince(öffnet im neuen Fenster) aus dem Stand in den Olymp der Rätsel-Games katapultiert. Ein kleines Games-Kunstwerk für die Ewigkeit.

Erhältlich für Windows-PC, MacOS, Playstation 5 und Xbox Series X/S; rund 30 Euro.

Promise Mascot Agency: Monster mit Herz

Als abgehalfterter Yakuza, ein Mitglied der japanischen Mafia, betreiben wir in einem Dorf in der Provinz eine Escort-Agentur der besonderen Art. Die "Maskottchen", die wir in Promise Mascot Agency(öffnet im neuen Fenster) zu diversen Aufträgen losschicken, sind seltsame Monsterwesen mit Herz und Charakter.

Die extrem schräge Mischung aus Open-World-Game, Visual Novel und Management-Game ist ein umwerfend sympathischer Pflichtkauf für Japanophile und Fans des seltsamen Humors.

Erhältlich für Windows-PC, Playstation 5, Xbox Series X/S und Nintendo Switch; rund 25 Euro

Peak, Repo und RV There Yet: drei Casualgames

Hier werden drei Spiele zusammengefasst, denn: 2025 war das Jahr des sogenannten "Friendslop". Gemeint sind kleine, einfach gemachte Koop-Multiplayerspiele mit wechselnden Aufgaben.

Solche Titel begeisterten 2025 weltweit mehr Menschen als je zuvor. Fast 20 Millionen Verkäufe für das Horror-Comedy-Game Repo(öffnet im neuen Fenster), 15 Millionen für das Bergsteiger-Drama Peak(öffnet im neuen Fenster), und auch die Wohnmobil-Odyssee RV There Yet?(öffnet im neuen Fenster) konnte bereits wenige Wochen nach dem Release im Oktober 2025 mehr als vier Millionen Menschen begeistern. Gemeinsam ist eben alles lustiger!

Alle erhältlich für Windows-PC. Peak und RV There Yet? und 8 Euro, Repo rund 10 Euro.

Megabonk: schöne Suchtgefahr!

Sieht nach nicht viel aus, ist aber gefährlich suchterregend: Megabonk(öffnet im neuen Fenster) verlegt das Spielprinzip des Kultspiels Vampire Survivors einfach in die dritte Dimension, packt jede Menge schräge Spielfiguren dazu und erobert die Gameswelt.

Um ein Haar hätte das Millionen-Phänomen des Herbstes auch bei den Game Awards mitgemischt, allerdings verweigerte dessen Entwickler mit Verweis auf frühere Spiele dankend die Nominierung als Best Newcomer. Diese Ehrlichkeit bescherte ihm viele Sympathien in der Community und mutmaßlich weitere Verkäufe. Was Megabonk angeht, sei hier noch gewarnt: Es droht Zeitverlust!

Erhältlich für Windows-PC; rund 10 Euro.

Rhythm Doctor: Herz im Takt

Es passiert nicht oft, dass die letzten Tage des Jahres noch Kandidaten aufs (Indie-)Game des Jahres bringen, aber hier ist es der Fall: Dieses nach fünf Jahren Early Access final erschienene, trügerisch simpel aussehende Pixelgame ist vielleicht eins der besten Rhythm-Games aller Zeiten.

Als Herzspezialist kämpft man in Rhythm Doctor(öffnet im neuen Fenster) mit nur einem einzigen Interaktions-Button in herausfordernden Rhythmustests um Patientenleben. Klingt dramatisch, ist aber so voller Charme und vor allem genialem Musik-Gameplay, dass wir dem Geheimtipp den Späteinstieg in die Top Ten des Jahres noch redlich gönnen.

Erhältlich für Windows-PC und Xbox Series X/S; rund 20 Euro.


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