Zum Hauptinhalt Zur Navigation

B4RN: Bauern errichten eigenes Glasfasernetzwerk

Aus einer Selbsthilfeaktion einer Bäuerin wurde B4RN. Hier haben Bauern gezeigt, dass sie sich selbst in Eigenleistung mit FTTH 1 GBit/s für 35 Euro im Monat versorgen können - nach dem Motto: "Just Fucking Do It."
/ Achim Sawall
82 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Arbeiten bei B4RN (Bild: B4RN)
Arbeiten bei B4RN Bild: B4RN

Die Bäuerin Christine Conder hat B4RN(öffnet im neuen Fenster) gegründet. Das ist ein Unternehmen, in dem Bauern seit einigen Jahren in Eigeninitiative ihr Glasfasernetzwerk errichten. Über die Anfänge sagte Conder der BBC(öffnet im neuen Fenster) : "Wir haben es selbst gegraben und wir haben es selbst angeschlossen und wir haben bewiesen, dass einfache Menschen so etwas können."

In Lancashire, einer Grafschaft im Nordwesten Englands, hat sie begonnen, Glasfaser zu verlegen. "Es war keine Raketenwissenschaft, es waren drei Tage harte Arbeit." Ihr Motto sei "JFDI: Just Fucking Do It."

Conder sagte Golem.de: "Wir legen Glasfaser bis zu jedem Haus und verbinden sie mit unserer Hauptleitung durch die Dörfer. Es gibt Knoten in jedem Dorf." Die weitere Anbindung erfolge dann über vorhandene Dark Fiber, die zu Peering-Zentren in Manchester und Edinburgh führen. Sie verfügen über eine Datenübertragungsrate von 40 GBit/s. Das Dense-Wavelength-Division-Multiplex-Technologie-(DWDM-)Transportnetz biete jedem Kunden 1 GBit/s.

Conder: "Wir brauchen nicht die Infrastruktur von jemand anderem zu nutzen, die sowieso nicht für uns geeignet ist, weil sie auf die Versorgung von Telefonleitungen ausgerichtet ist."

Wer viel Geld hat, zahlt mehr

Jeder Haushalt zahlt 30 Britische Pfund (35 Euro) pro Monat und eine Anschlussgebühr von 150 Pfund (176 Euro), größere Unternehmen bezahlen mehr. B4RN hat nach eigenen Angaben 3.218 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Einzelne Haushalte werden nicht angeschlossen. Die ganze Gemeinde muss mitmachen, bevor die Firma damit beginnt, zu bauen. Für die kommenden zehn Jahr liegen Aufträge vor.

Der Großteil der Arbeit wird von Freiwilligen durchgeführt, obwohl es inzwischen 15 bezahlte Mitarbeiter gibt. Die Bauern geben fast immer bereitwillig Zugang zu ihrem Land und diejenigen, die Bagger oder Traktoren haben, leisten die schweren Tiefbauarbeiten.


Relevante Themen