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B-all One für Magic Leap ausprobiert: Wie Squash zur XR-Cloud führen soll

Nomtek ist einer der sehr wenigen europäischen Entwickler für die Magic Leap. Deren erste App für die Mixed-Reality-Brille heißt B-all One und lässt uns virtuell Squash spielen, wenngleich noch alleine statt gemeinsam.

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Wir haben ein Magic Leap auf dem Kopf.
Wir haben ein Magic Leap auf dem Kopf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wie gut bei Magic Leap das Mapping der Umgebung und das Tracking unserer Position in dieser klappt, zeigt der kleine Tisch: Wir sind positioniert und wollen den Squashball routiniert zurückschlagen - aber der erwischt die Kante und plumpst wie ein Netzroller beim Tennis vor unsere Füße. Wir legen eine Pause ein und Piotr Mezyk grinst uns an: "Ganz schön realistisch, oder?", sagt der Vice President of Product von Nomtek. Die Agentur für digitales Produktdesign gehört zu den auserwählten Partnern von Magic Leap in Europa und hatte uns Ende 2018 mit der One Creators Edition der Mixed-Reality-Brille besucht. Vor ein paar Wochen, im Februar 2019, trafen wir Piotr wieder und konnten B-all One ausprobieren, die erste App des Unternehmens für die Magic Leap.

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Eigentlich entwirft Nomtek keine Spiele, aber auf diese Weise konnte sich das Studio mit dem Lumin-SDK, also der Entwicklungsumgebung, vertraut machen und so die Basis für weitere Projekte legen. B-all One ist eine Squash-Simulation und hat drei Schwierigkeitsgrade, bei welchen der Ball sich unterschiedlich realistisch bewegt. Der Schläger, genauer der 6DoF-Controller, wird bisher nur horizontal gehalten und wie der Squashball hat er kein Gewicht im eigentlichen Sinne. Deshalb erhalten wir abseits einer Vibration keine anständige haptische Rückmeldung, wie leicht oder fest wir schlagen und oft schaffen wir es nicht mehr zum Ball, bevor dieser mehr als einmal aufsetzt - das Game Over ist nur einen Hüpfer entfernt.

B-all One macht durchaus eine Viertelstunde lang Spaß und wir haben uns mit unserem Kameramann harte Schlagabtäusche geliefert, wenngleich nacheinander statt direkt gegeneinander wie bei echtem Squash. Genau das soll sich aber laut Piotr ändern: "Wir sehen B-all One quasi als das Pong der Augmented Realtity, es ist nur der Anfang. Mittelfristig erwarten Nutzer, dass sie gemeinsam statt alleine interagieren und mit Magic Leap funktioniert genau das." Interne Beta-Versionen des Lumin-SDK unterstützen zwei Personen mit Magic Leap im gleichen Bereich, was beim engen Sichtfeld der AR-Brille jedoch bisher für Spiele weniger geeignet ist als eben für kollaboratives Arbeiten.

So wie Telefone oder heute Smartphones primär der sozialen Interaktion dienen, so geht Nomtek davon aus, dass wir in absehbarer Zukunft eine XR-Cloud oder das Internet of Places vorfinden werden. Wie oft in diesem Kontext sieht auch Piotr hier den 5G-Mobilfunk als eine essenzielle Komponente an, denn diverse Provider arbeiten an einer Umsetzung - etwa Orange in Frankreich, die auf Nvidias Hausmesse GTC 2019 ein Panel (Streaming XR Over 5G) zu diesem Thema hatten. Vorerst ist Magic Leap aber kein finales Consumer- oder Enterprise-Gerät, bis zur XR-Cloud werden also noch ein paar Jahre vergehen.

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Free Mind 03. Apr 2019

Motion Sickness entsteht, wenn man etwas anderes sieht als der Körper zu fühlen erwartet...


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