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Azure Sentinel: Microsofts Firewall-Ergänzung kostet 2,20 Euro pro Gigabyte

Microsoft hat seine Cloud-Sicherheitssoftware Azure Sentinel veröffentlicht. Unternehmen können damit ihren Netzwerktraffic überwachen. Das kostet allerdings 2,20 Euro pro Gigabyte. Viel Traffic reduziert diesen Preis drastisch.
/ Oliver Nickel
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Azure Sentinel überwacht Netzwerktraffic. (Bild: Pexels.com/Montage: Golem.de)
Azure Sentinel überwacht Netzwerktraffic. Bild: Pexels.com/Montage: Golem.de / CC0 1.0

Microsoft stellt seine Cloud-Firewall-Ergänzung Azure Sentinel(öffnet im neuen Fenster) all seinen Kunden zur Verfügung. Das SIEM-System (Security Information and Event Management) agiert als Zwischenebene, durch die der Netzwerktraffic von Unternehmen geleitet wird. In der Cloud analysiert die Software diesen Traffic, erkennt Muster und Angriffsvektoren und versucht, vor Sicherheitslücken zu schützen.

Mit der allgemeinen Verfügbarkeit können sich Kunden auch ein Bild machen, wie viel Budget sie für diesen Schutz einplanen sollten. 2,20 Euro pro analyisiertem Gigabyte möchte Microsoft haben. Das Angebot enthält 5 GByte kostenlosen Traffic für Log Analytics pro Monat, mit denen Kunden Diagramme und Strukturen über einen größeren Zeitraum erstellen können. Jedes weitere GByte kostet 2,522 Euro. Microsoft speichert Berichte und die Zusammenfassung für 31 Tage. Ältere Dateien kosten 0,110 Euro pro Gigabyte und Monat.

Rabatt bei größeren Datenmengen

Unternehmen mit größeren Datenmengen erhalten einen Mengenrabatt, wenn sie eines von vielen Paketen kaufen. Für etwa 110 Euro pro Tag gibt es 100 GByte. Mehr als 500 GByte täglicher Datenverkehr kosten 440 Euro am Tag. Kunden könnten die Preise rechtfertigen, indem sie Security-Spezialisten einsparen, die normalerweise teils manuell Netzwerksicherheitsapplikationen konfigurieren und aktualisieren.

Microsoft erklärt Azure Sentinel
Microsoft erklärt Azure Sentinel (07:18)

Azure Sentinel ist als Cloud-Lösung fähig, Machine-Learning-Software auf Netzwerktraffic anzuwenden und beispielsweise kundenspezifische Mustererkennungen und Zusammenfassungen zu generieren. Allerdings ist Microsofts eigene Infrastruktur immer eine Zwischeninstanz, die für einige Kunden möglicherweise nicht vertrauenswürdig genug ist – wie es für Cloud-Angebote üblich ist.


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