Azure Quantum: Kunden können Microsofts Quantencomputer kostenlos testen
Microsoft stellt seinen eigenen Quantencomputerdienst in der Cloud als öffentliche Preview-Version(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Mit Azure Quantum können Kunden dabei auf das gesamte Ökosystem zurückgreifen und erhalten unter anderem auch Zugriff auf eine Dokumentation und Tutorials auf der Microsoft-Learn-Plattform.
Für den Einstieg stellt Microsoft eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und einen Einstiegsguide(öffnet im neuen Fenster) in Quantencomputing zur Verfügung. So wird etwa ein speziell entwickeltes Quantum Development Kit benötigt, welches in die von den Kunden favorisierte Entwicklungsumgebung eingebunden werden kann. Die Dokumentation liegt in mehreren Sprachen vor, darunter Deutsch.
Das SDK stellt diverse Schnittstellen und Methoden zur Verfügung. Entwickelt werden Quantenprogramme in der von Microsoft speziell darauf ausgelegten Programmiersprache Q#(öffnet im neuen Fenster). Diese ist notwendig, da sich Qubits anders als herkömmliche Bits verhalten – indem Quantenzustände in einem auf nahezu 0 Grad Kelvin abgekühlten Ion gemessen werden.
Azure-Konto notwendig
Für die Nutzung der Cloud-Ressourcen ist zusätzlich ein Azure-Konto nötig. Zu Testzwecken stellt Microsoft Probeaccounts zur Verfügung, die mit maximal 200 US-Dollar an Azure Credits belastet werden dürfen. Der Probezeitraum gilt 12 Monate lang und beinhaltet auch diverse kostenlose Produkte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.

Neben Intel, Google und IBM ist Microsoft eines der wenigen Unternehmen, die zurzeit Quantencomputing-Ressourcen in der Cloud anbieten. Die Technik kann etwa dabei helfen, komplexe physikalische und chemische Simulationen zu berechnen, die enorme Kapazitäten herkömmlicher Bit-basierter-Computer benötigen würden. Aktuell ist Quantencomputing(öffnet im neuen Fenster) allerdings noch eher experimentell und wird nur von wenigen Institutionen auf der Welt genutzt. Microsoft Quantum könnte ein Schritt sein, dies zu ändern.
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