Azure: Kaum Interessenten für Microsofts deutsche Cloud

Datensicherheit, Standort in Deutschland und eine Isolation für unbefugten Zugriff durch Geheimdienste: Die deutsche Cloud ist Microsofts angepasstes Azure-Angebot für Deutschland. Was 2015 noch gut klang, ist heute wohl nicht mehr vorrangig - die Flexibilität des normalen Azure hingegen schon.

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Microsofts Cloud-Angebot für Deutschland findet kaum Kunden.
Microsofts Cloud-Angebot für Deutschland findet kaum Kunden. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Die deutsche Cloud von Microsoft scheint nicht sehr nachgefragt zu sein: Das speziell auf in Deutschland ansässige Unternehmen und die geltenden strengen Datenschutzrichtlinien ausgelegte Angebot bekommt kaum Kunden. Das berichtet ein (kostenpflichtiger) Online-Artikel des Handelsblatts. Das Angebot sei einfach zu teuer und zu rückständig.

Allerdings sei ein wichtiger Punkt auch die zur Zeit der Ankündigung der deutschen Cloud laufenden Sicherheitsvorfälle im Zusammenhang mit Edward Snowden: Deutsche Behörden vertrauten US-Unternehmen wie Microsoft nicht mehr. Diese gehören jedoch zu der Kernzielgruppe eines so spezialisierten Cloud-Angebots.

2015 war laut dem Handelsblatt auch ein Jahr, in dem deutsche Unternehmen dem Konzept der Cloud noch kritisch gegenüberstanden. Das ist dem Aufbau des Systems geschuldet, da Daten in der Cloud oft auf mehreren Rechenzentren verteilt liegen. Enige Anbieter teilen die Datenlast auf mehrere Nationen auf - aus Kapazitäts- und Redundanzgründen. Microsofts deutsche Cloud sollte jedoch genau dies verhindern: Daten sollten nur innerhalb von in Deutschland liegenden Standorten gehalten werden. Partner ist T-Systems mit Rechenzentren in Sachsen-Anhalt und Frankfurt am Main.

Mittlerweile ist der Markt in dieser Hinsicht wieder flexibler. Unternehmen sind dem Konzept der Cloud gegenüber offener. Dabei ist die deutsche Cloud ähnlich wie das herkömmliche Azure aufgebaut: inklusive Office 365 und Dynamics 365. Dienste wie Microsofts weniger eingeschränktes normales Azure und Microsoft 365 bieten aber mehr Funktionen, wie beispielsweise eine schnelle Migration von Daten auf andere Standorte. Die Einschränkungen der deutschen Cloud verhindern das - und damit wohl auch viele Interessenten. Mit der neuen Datenschutzgrundverordnung könnte sich das ändern.

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Anonymer Nutzer 14. Mär 2018

Meine persönliche Erfahrung ist, dass öffentliche Stellen Clouds oder Outsourcing meiden...

Jürgen Troll 14. Mär 2018

Functions fehlen wohl auch, na herzlichen Glückwunsch...

Knarz 14. Mär 2018

Bin zwar nicht in einer Behörde, dafür in einem großen Unternehmen. Hier gilt das...

Anonymer Nutzer 13. Mär 2018

Ich kenne mich beim Thema Datenschutz nicht wirklich aus. Ich dachte immer wegen dem...



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