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Azure Brainwave: Microsoft will FPGAs irgendwann überall anbieten

Brainwave als Azure-Dienst, sprich die freie Verwendung eines FPGAs, ist nur der Anfang, wie Microsoft im Gespräch mit Golem.de sagt. Erst einmal wird noch experimentiert. Irgendwann könnten aber sogar mal Drohnen mit FPGAs ausschwärmen.

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Diese FPGA-Karten werden in den Azure-Servern eingesetzt.
Diese FPGA-Karten werden in den Azure-Servern eingesetzt. (Bild: Microsoft)

Microsoft will Geld mit der Beschleunigung von Machine-Learning-Modellen verdienen und bietet dafür das Project Brainwave über seinen Clouddienst Azure an. Das Unternehmen arbeitet schon recht lange an der Technik und will dazu FPGAs verwenden. Über den Plan haben wir schon während der Hot-Chips-Konferenz berichtet. Es gibt auch Parallelen zu Microsofts interner Nutzung von FPGAs, wobei es hier um Netzwerkbeschleunigung und Suchmaschinenoptimierung geht.

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Bei Brainwave sollen Modelle des Machine Learning beschleunigt werden. Vor allem die Flexibilität soll potenzielle Kunden ansprechen. Bei Problemen mit dem Modell muss nur der FPGA umprogrammiert werden. Zum Einsatz kommen dabei programmierbare Chips von Intel. Im ersten Schritt gibt es ein Azure-Machine-Learning-SDK für Python für die Bilderkennung, die stark beschleunigt werden soll. Simuliert werden kann dabei der Einsatz im Bereich des Internets der Dinge (IoT). Bewertungen sollen also nicht in der Cloud-Infrastruktur durchgeführt werden, sondern direkt (Edge) an den Geräten, die die Daten sammeln.

Das passt durchaus zu Microsofts Vorhaben, Marktanteile am Rand des IoT-Feldes zu erobern. Azure IoT Edge wurde deswegen als Open-Source-Projekt geöffnet und mit DJI wurde ein Partner gefunden, der seine Drohnen so weit öffnet, dass Azure IoT Edge direkt auf diesen arbeiten kann. Ab der Matrice 210 funktioniert das direkt auf der Drohne. Sprich auch ohne FPGAs können die Drohnen bald ausschwärmen, die KI ist aber noch nicht so fix.

Sollte sich Microsoft irgendwann entscheiden, Brainwave auch als Azure-Drohnen-Option anzubieten, dürften die Flugzeuge deutlich mehr können. Sowohl im Guten, wie etwa bei der Wartung, als auch im Schlechten - etwa, um autoritäre Staaten zu unterstützen. Das will Microsoft natürlich nicht und hat deswegen das AI and Ethics in Engineering and Research (Aether) Komitee gegründet, das dafür sorgen soll, dass gewisse Grenzen nicht überschritten werden. Es bleibt aber abzuwarten, ob sich alle daran halten werden. Wie bei vielen Techniken ist auch hier viel Missbrauchspotenzial denkbar.

Microsoft hat aber noch Zeit. Project Brainwave ist derzeit nur in einer Vorschau in der Cloud verfügbar. Azure Stack soll irgendwann folgen. Microsoft will als nächstes die IoT Edge mit Brainwave bestücken; auch weil das Energie und Bandbreite spart, da die Daten direkt vor Ort ausgewertet werden können.

Offenlegung: Golem.de nimmt auf Einladung von Microsoft an der Microsoft Build in Seattle, Washington teil. Die Reisekosten wurden von Microsoft übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.



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Eheran 24. Mai 2018

Und damit wäre man nicht schon beeinflusst?

schap23 24. Mai 2018

Ich würde mich aber doch dafür interessieren, wie Du das hast schreiben können, wenn...


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