Azure-Ausfall: Microsoft hat sich selbst abgeschaltet

Am 30. Juli 2024 hatten einige Unternehmen mit Problemen bei ihren Azure-Diensten zu kämpfen. Das hat auch einen Grund: In Europa war Microsofts Cloud zeitweise nicht mehr erreichbar und darauf aufbauende Software entsprechend fehlerhaft. Laut einem Bericht von Microsoft(öffnet im neuen Fenster) trat der Fehler ab ungefähr 13:45 Uhr bis 21:43 Uhr auf. Betroffen waren Dienste wie Azure App Insights, Application Insights, Log Search Alerts, Azure Policy und das Azure-Portal. Auch einige Teile von Microsoft 365 waren davon beeinflusst.
Microsoft erklärt den Grund für den Ausfall: Das Unternehmen brachte seine eigenen Dienste im Prinzip durch Eigenverschulden zum Absturz. Initial wurde ein ungewöhnlicher Anstieg im Azure CDN und Azure Front Door festgestellt. Dabei handelte es sich um eine DDoS-Attacke eines externen Akteurs. Daraufhin wurde der automatische DDoS-Schutz eingeschaltet. Allerdings wurde aufgrund eines Konfigurationsfehlers der Effekt laut Microsoft nur verstärkt und viele Dienste konnten nicht mehr angesprochen werden.
Netzwerkkonfiguration manuell angepasst
Daraufhin musste Microsoft manuelle Arbeit leisten. Das Unternehmen änderte die Netzwerkkonfiguration und leitete Traffic um, um die betroffenen Dienste zu entlasten. Dadurch konnten die meisten Probleme bis 16:10 Uhr behoben werden. Einige Kunden berichteten allerdings weiterhin von Ausfällen. Die wurden dann bis 20:00 Uhr ebenfalls behoben. Die aktualisierte Konfiguration wurde zunächst in den Räumen Asien-Pazifik und Europa verteilt. Anschließend wurden auch alle anderen Zonen mit dem Patch ausgestattet. Die Probleme waren bis kurz vor 22:00 Uhr aus dem Weg geräumt.
Microsoft will sich nach dem Vorfall mit dem Fehler beschäftigen und anschließend weitere Erkenntnisse im Detail teilen. Das dauert laut dem Konzern etwa drei Tage. Updates zu Ausfällen können auf der Statusseite(öffnet im neuen Fenster) von Azure eingesehen werden.