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Azio Retro Classic im Test: Außergewöhnlicher Tastatur-Koloss aus Kupfer und Leder

Wer jemals auf einer alten Schreibmaschine getippt hat, weiß wohl, wie anstrengend das ist. Glücklicherweise hat Azio seiner Retro-Classic-Tastatur zwar ein Design mit Metall und Leder verpasst, bei den Switches aber auf moderne Technik gesetzt - weshalb das Keyboard toll für Vieltipper ist.

Ein Test von veröffentlicht am
Die Retro Classic von Azio hat runde Tasten.
Die Retro Classic von Azio hat runde Tasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Zubehörhersteller Azio hat mit der Retro Classic eine Tastatur im Portfolio, die auf den ersten Blick aus einer anderen Zeit zu stammen scheint: Die Tastaturkappen sind rund und haben wie bei einer alten Schreibmaschine metallisch wirkende Rahmen, die allerdings aus Kunststoff sind. Das Tastaturgehäuse selbst ist wahlweise aus Holz oder mit Leder überzogen, um den Rand verläuft ein breiter Metallrahmen.

Inhalt:
  1. Azio Retro Classic im Test: Außergewöhnlicher Tastatur-Koloss aus Kupfer und Leder
  2. Glücklicherweise kein Tippgefühl wie bei einer Schreibmaschine
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Insgesamt erinnert die Azio Retro Classic an eine alte Schreibmaschine - und das soll sie auch. Azio will mit dem Gerät das Gefühl erwecken, auf einer klassischen Maschine zu tippen. Dafür hat der Hersteller zusammen mit dem chinesischen Switch-Produzenten Kaihua einen Schalter entwickelt, der einen merklichen taktilen Klick hat. Wirkliches Schreibmaschinen-Feeling kommt dadurch zwar nicht auf, aber das ist auch ganz gut so: Ansonsten wäre die Tastatur sicherlich nicht so gut für Vieltipper geeignet.

Beim Auspacken merken wir schnell: Die Azio Retro Classic ist ein Blickfang. Unser Testmodell ist mit schwarzem Leder bezogen, der Rahmen ist aus echtem Kupfer. Diese Mischung aus rot glänzendem Metall und schwarzer Lederoberfläche sieht sehr edel aus und fühlt sich gut an. Der Lederüberzug befindet sich ausschließlich auf der Oberseite. Die Retro Classic ist auch mit Holzoberseite und komplett in Schwarz oder Weiß mit Kupfer erhältlich.

Dank des Metallrahmens, der komplett um den Rand des Gehäuses verläuft, ist die Retro Classic sehr stabil: Wir schaffen es beim besten Willen und auch mit großem Kraftaufwand nicht, das Kunststoffgehäuse der Tastatur zu biegen. Die Konstruktion hat allerdings auch ein ordentliches Gewicht: Samt Kabel wiegt die Tastatur über 1.600 Gramm.

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Die Tasten sind allesamt rund, leicht konkav und mit einem Kunststoffrand in Kupfer-Optik versehen. Damit erinnern die Tasten tatsächlich an eine alte Schreibmaschine. Die Retro Classic ruht auf vier großen Standfüßen, die oberen beiden lassen sich mit einem Drehmechanismus ausfahren. Dadurch kann der Aufstellwinkel der Tastatur vergrößert werden. Die Verarbeitung der Retro Classic ist sehr hochwertig: Bei unserem Testmodell klappert nichts, die Tastatur ist sehr stabil.

  • Die Retro Classic von Azio erinnert mit ihren runden Tasten und der Metalloptik an eine alte Schreibmaschine. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tasten sind aus Kunststoff, der Rahmen hingegen aus echtem Kupfer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Oberseite der Tastatur ist mit Leder überzogen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die LED-Benachrichtigungslampen ergänzen den Retro-Charme. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die runden Tasten sind zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Retro Classic kann angewinkelt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gehäuse ist aus Kunststoff, die Verarbeitungsqualität der Tastatur ist sehr hoch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Switches hat Azio mit Kailh entwickelt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sie sind taktil und clicky, die LED-Lampen sind mittig verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dadurch entsteht eine gleichmäßige Ausleuchtung der Tasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Azio Retro Classic kostet 230 Euro. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Retro Classic von Azio erinnert mit ihren runden Tasten und der Metalloptik an eine alte Schreibmaschine. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Beim ersten Ausprobieren merken wir gleich, dass wir uns an die runden Tasten gewöhnen müssen. Das hat ausschließlich mit deren Form zu tun und nicht mit den Switches, zu denen wir später noch kommen. Die Ränder der runden Tasten stehen etwas näher zueinander als es bei herkömmlichen Tastaturen der Fall ist. Dadurch passierte es uns besonders zu Beginn häufiger, dass wir aus Versehen eine benachbarte Taste mit ausgelöst haben. Nach einiger Zeit wurden die Fehler aber weniger. Wer generell sauber tippt, wird weniger Probleme mit der Tastatur haben.

Auch die größeren Tasten wie die Leertaste, Shift oder Enter sind rund und gut stabilisiert. Etwas ungewöhnlich finden wir, dass Azio sich zwar für ein deutsches QWERTZ-Layout entschieden hat, aber die in den USA und Großbritannien übliche ANSI-Tastenanordnung verwendet. Bei dieser gibt es eine einzeilige Enter-Taste, direkt darüber befindet sich die Raute-Taste. Wer wie der Autor dieses Textes häufig auf US-Tastaturen mit deutscher Spracheinstellung blind tippt, findet das unproblematisch - eine Reihe von Kollegen haben aber häufig anstelle von Enter die Raute-Taste gedrückt.

Glücklicherweise kein Tippgefühl wie bei einer Schreibmaschine 
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gehtjanx 26. Dez 2018

Das wäre vielleicht cool, aber illegal. Die Marke muss erkennbar bleiben - zumindest in...

gehtjanx 26. Dez 2018

Was nutzt es, wenn man sich (wie der Autor) selbst rühmt, mit einer kleineren Enter-Taste...

caracalla 24. Dez 2018

Artikel gelesen, Gerät bestellt, Samstag geliefert. Ich bin begeistert.

Bosancero 23. Dez 2018

Finde ich gar nicht bei Aliexpress

ML82 21. Dez 2018

mit dem richtigem werkzeug ist das kein problem, die meisten haben nur irgendwie immer...


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