Axon 10 Pro im Test:Der Geheimtipp für die Android-Oberklasse
Mit dem Axon 10 Pro versucht ZTE wieder, die Android-Oberklasse mit einem merklich preiswerteren Gerät als bei der Konkurrenz anzugreifen. Bei einem Preis von 600 Euro gelingt das dem chinesischen Hersteller auch, die Abstriche halten wir angesichts dieses Preises für akzeptabel.
Das Axon 10 Pro mit seiner DreifachkameraBild:
Heiko Raschke/Golem.de
Der chinesische Hersteller ZTE bietet sein Smartphone Axon 10 Pro in Deutschland für 600 Euro in der LTE-Version an – das Gerät ist auch als 5G-Version verfügbar. Dieser Preis ist angesichts der gebotenen Hardware eher als niedrig anzusehen: Das Smartphone kommt mit Qualcomms aktuellem Top-SoC, Android 9, einen HDR-fähigen Display, drahtlosem Laden und einer Dreifachkamera.
Im Test haben wir überprüft, ob die LTE-Version des Axon 10 Pro wirklich ein Konkurrent für die aktuelle Android-Oberklasse ist – insbesondere bezogen auf das Oneplus 7 Pro , das ähnlich ausgestattet ist und nur 100 Euro mehr kostet. Dabei stellen wir fest: Das Gerät bietet tatsächlich eine Menge für den Preis, bei der Kameraqualität kann das ZTE-Gerät aber nicht immer mit dem aktuellen Oneplus-Topmodell mithalten.
Ein eigenständiges Design suchen Käufer des Axon 10 Pro vergeblich: Auf den ersten Blick sieht das Smartphone fast genauso aus wie das P20 Pro von Huawei, auch die Farbe unseres Testgerätes – ein dunkles, spiegelndes Blau – kommt der unseres P20 Pro sehr nahe. Die Dreifachkamera ist wie beim Huawei-Smartphone in der linken oberen Ecke der Glasrückseite verbaut, die Schrift horizontal aufgedruckt. Die Ähnlichkeit ist wirklich frappierend.
Der Rahmen des Axon 10 Pro ist aus Metall, die Verarbeitung des Geräts ist insgesamt sehr gut. Das 6,47 Zoll große OLED-Display hat abgerundete Ränder, wie es unter anderem Samsung und Huawei, aber auch Oneplus mittlerweile machen. Wir halten von dieser Designentscheidung nichts, da sie keinerlei Vorteile bietet und im Alltag zu Fehlbedienungen führen kann.
Der Bildschirm hat eine Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixeln. Hier zeigen sich erste Unterschiede zur Konkurrenz in der Android-Oberklasse, die meist Displays mit höherer Auflösung verbauen. Im Alltag reicht das erweiterte Full HD allerdings aus, Bildschirminhalte werden scharf genug dargestellt. Anders als das Oneplus 7 Pro unterstützt das Axon 10 Pro keine Bildwiederholungsrate von 90 Hz.
In der Grundeinstellung ist das Display des Axon 10 Pro von der Farbtemperatur eher kalt. Wir können in den Einstellungen zwischen drei Voreinstellungen (warm, normal und kalt) wählen oder die Farbtemperatur über einen Mischer individuell einstellen. Die Voreinstellungen finden wir wenig hilfreich, den Mischer hingegen schon. Zusätzlich gibt es einen Automatikmodus, der zwar für eine etwas wärmere Darstellung sorgt, die Farben aber für unseren Geschmack zu sehr verfälscht. Generell sind die Farben tendenziell eher satter als bei OLED-Bildschirmen anderer Smartphones. Das Display des Axon 10 Pro unterstützt HDR-Wiedergabe, Youtube-Videos können wir entsprechend im HDR-Modus abspielen. Insgesamt gefällt uns der Bildschirm des Axon 10 Pro gut, er ist scharf, blickwinkelstabil und bietet zwar kräftige, aber gute Farben.
Bild 1/26: Eine mit dem Superweitwinkelobjektiv des Axon 10 Pro gemachte Tageslichtaufnahme; die Farben sind sehr intensiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/26: Der Bildausschnitt des Oneplus 7 Pro ist identisch, die Farben allerdings merklich weniger intensiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/26: Bei der Hauptkamera des Axon 10 Pro ist die Belichtung gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/26: Das gleiche Motiv mit dem Oneplus 7 Pro aufgenommen; die dunklen Bereiche sind etwas besser ausgeleuchtet, die hellen Stellen dafür etwas heller. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/26: Eine Aufnahme mit dem Teleobjektiv des Axon 10 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/26: Das Oneplus 7 Pro zum Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/26: Ein Detailausschnitt eines mit der Hauptkamera des Axon 10 Pros gemachten Fotos (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/26: Zum Vergleich ein Ausschnitt aus einem Foto, das mit dem Oneplus 7 Pro entstanden ist: Die Details sind weniger überschärft und dadurch etwas feiner. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/26: Das Axon 10 Pro ermöglicht wie das ...
Bild 10/26: ... Oneplus 7 Pro Aufnahmen bei vollen 48 Megapixeln. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/26: Beim Axon 10 Pro führt die volle Auflösung aber nicht zu sehr viel mehr Details oder Schärfe, verglichen mit dem 12-Megapixel-Bild - das Foto ist aber größer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/26: Beim Oneplus 7 Pro wird der Bildeindruck zwar weicher, die Details nehmen aber zu. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/26: Die Frontkamera des Axon 10 Pro macht in schwierigen Bildsituationen manchmal Fehler bei der Trennung zwischen Vorder- und Hintergrund. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/26: Eine Aufnahme mit unscharfem Hintergrund, gemacht mit dem Axon 10 Pro; der Hintergrund ist in diesem Beispiel überbelichtet, dadurch wirkt die Unschärfe unrealistisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/26: Beim Oneplus 7 Pro finden wir die Aufnahme gelungener. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/26: Eine mit dem Axon 10 Pro gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 17/26: Eine mit dem Oneplus 7 Pro gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 18/26: Bei Motiven wie bunten Blumen zeigt sich, dass die Sättigung des Axon 10 Pro sehr stark ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 19/26: Zum Vergleich: Das mit dem Oneplus 7 Pro gemachte Bild wirkt realistischer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 20/26: Das Axon 10 Pro von ZTE hat einen 6,47 Zoll großen Bildschirm. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 21/26: Auf der Rückseite ist eine dreifache Hauptkamera eingebaut. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 22/26: Die Frontkamera ist in einer Notch am oberen Bildschirmrand verbaut. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 23/26: Die Hauptkamera besteht aus einer Weitwinkelkamera, einer Superweitwinkelkamera und einer Telekamera. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 24/26: Das Axon 10 Pro wird über einen USB-C-Anschluss geladen - oder drahtlos. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 25/26: Das OLED-Display gefällt uns gut, die Schärfe reicht aus. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 26/26: Die Kamera macht gute Bilder, wir haben aber den Eindruck, dass bessere Software zu noch besseren Fotos führen würde. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Notch mit Frontkamera
Am oberen Rand des Displays ist die Frontkamera in einer Notch verbaut, auf Spielereien wie ausfahrbare Frontkameras verzichtet ZTE. Angesichts der Tatsache, dass ein mechanisches Bauteil eine potenzielle Fehlerquelle sein kann, halten wir dies für verschmerzbar. Die Frontkamera hat 20 Megapixel und macht entsprechend scharfe Bilder. Im Porträtmodus zeigt sich allerdings bereits, dass bei ZTEs Kamerasoftware noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Bei der Trennung von Vorder- und Hintergrund gibt es einige Fehler, die wir bei Konkurrenzgeräten nicht beobachten – auch, wenn diese wie das ZTE-Smartphone nur eine Frontkamera haben.
Die Hauptkamera des Axon 10 Pro besteht aus drei Objektiven: einem Standardweitwinkel-, einem Superweitwinkel- und einem Teleobjektiv. Die Hauptkamera hat wie die des Oneplus 7 Pro 48 Megapixel, es handelt sich allerdings nicht um den gleichen Sensor von Sony. Wie bei Oneplus' aktuellem Topgerät werden in den Standardeinstellungen vier Pixel zu einem zusammengefasst, was Bilder mit 12 Megapixeln ergibt. Diese Kombination aus Pixeln, Binning genannt, soll zu einer höheren Lichtausbeute führen.
Die Superweitwinkelkamera hat 20 Megapixel, das Dreifach-Tele 8 Megapixel. ZTE erwähnt in den technischen Daten keinen optischen Bildstabilisator, wir können beim Tele auch keine merkliche Stabilisierung feststellen.
Bild 1/26: Eine mit dem Superweitwinkelobjektiv des Axon 10 Pro gemachte Tageslichtaufnahme; die Farben sind sehr intensiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/26: Der Bildausschnitt des Oneplus 7 Pro ist identisch, die Farben allerdings merklich weniger intensiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/26: Bei der Hauptkamera des Axon 10 Pro ist die Belichtung gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/26: Das gleiche Motiv mit dem Oneplus 7 Pro aufgenommen; die dunklen Bereiche sind etwas besser ausgeleuchtet, die hellen Stellen dafür etwas heller. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/26: Eine Aufnahme mit dem Teleobjektiv des Axon 10 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/26: Das Oneplus 7 Pro zum Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/26: Ein Detailausschnitt eines mit der Hauptkamera des Axon 10 Pros gemachten Fotos (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/26: Zum Vergleich ein Ausschnitt aus einem Foto, das mit dem Oneplus 7 Pro entstanden ist: Die Details sind weniger überschärft und dadurch etwas feiner. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/26: Das Axon 10 Pro ermöglicht wie das ...
Bild 10/26: ... Oneplus 7 Pro Aufnahmen bei vollen 48 Megapixeln. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/26: Beim Axon 10 Pro führt die volle Auflösung aber nicht zu sehr viel mehr Details oder Schärfe, verglichen mit dem 12-Megapixel-Bild - das Foto ist aber größer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/26: Beim Oneplus 7 Pro wird der Bildeindruck zwar weicher, die Details nehmen aber zu. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/26: Die Frontkamera des Axon 10 Pro macht in schwierigen Bildsituationen manchmal Fehler bei der Trennung zwischen Vorder- und Hintergrund. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/26: Eine Aufnahme mit unscharfem Hintergrund, gemacht mit dem Axon 10 Pro; der Hintergrund ist in diesem Beispiel überbelichtet, dadurch wirkt die Unschärfe unrealistisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/26: Beim Oneplus 7 Pro finden wir die Aufnahme gelungener. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/26: Eine mit dem Axon 10 Pro gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 17/26: Eine mit dem Oneplus 7 Pro gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 18/26: Bei Motiven wie bunten Blumen zeigt sich, dass die Sättigung des Axon 10 Pro sehr stark ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 19/26: Zum Vergleich: Das mit dem Oneplus 7 Pro gemachte Bild wirkt realistischer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 20/26: Das Axon 10 Pro von ZTE hat einen 6,47 Zoll großen Bildschirm. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 21/26: Auf der Rückseite ist eine dreifache Hauptkamera eingebaut. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 22/26: Die Frontkamera ist in einer Notch am oberen Bildschirmrand verbaut. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 23/26: Die Hauptkamera besteht aus einer Weitwinkelkamera, einer Superweitwinkelkamera und einer Telekamera. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 24/26: Das Axon 10 Pro wird über einen USB-C-Anschluss geladen - oder drahtlos. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 25/26: Das OLED-Display gefällt uns gut, die Schärfe reicht aus. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 26/26: Die Kamera macht gute Bilder, wir haben aber den Eindruck, dass bessere Software zu noch besseren Fotos führen würde. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Die Lichtempfindlichkeit der Hauptkamera des Axon 10 Pro gilt in Extremsituationen nur in der Theorie – in der Praxis macht das Axon 10 Pro auch im Super-Night-Modus, der speziell für Nachtaufnahmen gedacht ist, schlechtere Bilder als das Oneplus 7 Pro. Da die Nachtautomatik über keine erkennbare Stabilisierung verfügt, finden wir die im normalen Automatikmodus aufgenommenen Fotos sogar stellenweise besser. In unserer sehr dunklen Kammer ist auf der im Super-Night-Modus gemachten Aufnahme kaum etwas zu erkennen.
Bei Tageslichtaufnahmen hingegen macht das Axon 10 Pro gute Bilder. Diese haben durchweg wesentlich stärker gesättigten Farben als die des Oneplus 7 Pro, was aber nicht zwingenderweise ein Negativpunkt ist, sondern Geschmackssache. In den Einstellungen der Kamera-App lässt sich die Sättigung nicht einstellen, Nutzer müssen also damit leben.
HDR meint es manchmal zu gut
Von der Belichtung her erscheinen uns mit der Hauptkamera des Axon 10 Pro aufgenommene Tageslichtaufnahmen in den dunklen Bereichen etwas weniger gut gezeichnet als bei Vergleichsaufnahmen mit dem Oneplus 7 Pro. Bei HDR-Aufnahmen kann es zudem vorkommen, dass blauer Himmel eine Tendenz zu Türkis bekommt.
Vergleichen wir die Detailschärfe im 12-Megapixel-Standardmodus zwischen dem Axon 10 Pro und dem Oneplus 7 Pro, so stellen wir kaum Unterschiede fest. Das Axon 10 Pro hat eine höhere Kantenschärfe, was zu einem höheren Kontrast, aber auch etwas härteren Kanten führt. Tageslichtaufnahmen mit dem Superweitwinkelobjektiv finden wir beim Axon 10 Pro besser belichtet als beim Oneplus 7 Pro, die Detailschärfe ist allerdings beim Oneplus-Gerät höher. Auch Aufnahmen mit dem Teleobjektiv haben beim Axon 10 Pro merklich sattere Farben, die Detailschärfe ist besser als beim Oneplus 7 Pro.
Das Oneplus 7 Pro macht bei voller Auflösung des Hauptkamerasensors merklich schärfere und detailreichere Bilder als im 12-Megapixel-Modus, beim Axon 10 Pro ist das nicht der Fall. Zwar sind die Fotos etwas schärfer als ihr 12-Megapixel-Pendant, verglichen mit dem neuen Oneplus-Smartphone ist die Bildqualität bei voller Auflösung aber schlechter. Der Modus bietet entsprechend keinen nennenswerten Vorteil, außer den eines größeren Bildes; das kann trotz nicht viel besserer Schärfe gegenüber dem 12-Megapixel-Modus praktisch sein, wenn Ausschnittsvergrößerungen angefertigt werden sollen.
Insgesamt eine gute Kamera für Tageslichtaufnahmen
Insgesamt betrachtet macht die Kamera des Axon 10 Pro zwar sehr gesättigte, aber gute Bilder – besonders angesichts des Preises des Smartphones. Die Belichtung der Superweitwinkelkamera sowie die Schärfe der Telekamera gefallen uns beim neuen ZTE-Smartphone besser als beim Oneplus 7 Pro. Bei der Hauptkamera ist die Schärfe ähnlich, bei voller Auflösung macht das Oneplus-Gerät die besseren Bilder. Bei Nachtaufnahmen sollte es nicht stockdunkel sein, Aufnahmen etwa in einer beleuchteten Stadt beherrscht das Axon 10 Pro aber auch. Zusammengefasst halten wir die Kamera des Oneplus 7 Pro am Ende zwar für etwas besser als die des Axon 10 Pro; die Bilder, die das ZTE-Smartphone macht, sind aber keinesfalls schlecht.
Snapdragon 855 und 6 GByte RAM
Im Inneren des Axon 10 Pro arbeitet Qualcomms Snapdragon 855, also das Top-SoC des US-amerikanischen Herstellers. Entsprechend gut sind die Benchmark-Ergebnisse: Im Geekbench-Test erreicht das Smartphone einen Single-Wert von 3.474 Punkten. Das liegt erwartungsgemäß auf dem gleichen Niveau wie das Oneplus 7 Pro.
Der Arbeitsspeicher ist 6 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher 128 GByte. Anders als das Oneplus 7 Pro hat das Axon 10 Pro einen Steckplatz für Micro-SD-Speicherkarten. Das Android-System läuft aufgrund der Prozessor- und Speicherausstattung sehr flüssig, auch mehrere geöffnete Apps sind für das Axon 10 Pro kein Problem. Das Smartphone gehört dank des Snapdragon-855-SoC zu den leistungsfähigsten am Markt.
Ausgeliefert wird das Gerät mit Android 9, auf dem ZTE seine eigene Benutzeroberfläche installiert. Diese unterscheidet sich in den Details zwar von Googles Pixel-Android, ist aber nicht allzu weit davon entfernt. Erfreulich finden wir, dass ZTE nur drei Programme vorinstalliert, ansonsten ist das Axon 10 Pro frei von Bloatware.
In den Systemeinstellungen können wir einen Spielmodus aktivieren. Dieser unterbindet beispielsweise Systembenachrichtigungen, während wir zocken. Außerdem kann er Hintergrundprozesse unterdrücken, was die Leistungsfähigkeit des Smartphones erhöhen soll. Die automatische Helligkeitsregulierung kann unterbunden werden, zudem lassen sich die Navigationstasten deaktivieren.
Bild 1/26: Eine mit dem Superweitwinkelobjektiv des Axon 10 Pro gemachte Tageslichtaufnahme; die Farben sind sehr intensiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/26: Der Bildausschnitt des Oneplus 7 Pro ist identisch, die Farben allerdings merklich weniger intensiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/26: Bei der Hauptkamera des Axon 10 Pro ist die Belichtung gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/26: Das gleiche Motiv mit dem Oneplus 7 Pro aufgenommen; die dunklen Bereiche sind etwas besser ausgeleuchtet, die hellen Stellen dafür etwas heller. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/26: Eine Aufnahme mit dem Teleobjektiv des Axon 10 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/26: Das Oneplus 7 Pro zum Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/26: Ein Detailausschnitt eines mit der Hauptkamera des Axon 10 Pros gemachten Fotos (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/26: Zum Vergleich ein Ausschnitt aus einem Foto, das mit dem Oneplus 7 Pro entstanden ist: Die Details sind weniger überschärft und dadurch etwas feiner. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/26: Das Axon 10 Pro ermöglicht wie das ...
Bild 10/26: ... Oneplus 7 Pro Aufnahmen bei vollen 48 Megapixeln. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/26: Beim Axon 10 Pro führt die volle Auflösung aber nicht zu sehr viel mehr Details oder Schärfe, verglichen mit dem 12-Megapixel-Bild - das Foto ist aber größer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/26: Beim Oneplus 7 Pro wird der Bildeindruck zwar weicher, die Details nehmen aber zu. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/26: Die Frontkamera des Axon 10 Pro macht in schwierigen Bildsituationen manchmal Fehler bei der Trennung zwischen Vorder- und Hintergrund. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/26: Eine Aufnahme mit unscharfem Hintergrund, gemacht mit dem Axon 10 Pro; der Hintergrund ist in diesem Beispiel überbelichtet, dadurch wirkt die Unschärfe unrealistisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/26: Beim Oneplus 7 Pro finden wir die Aufnahme gelungener. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/26: Eine mit dem Axon 10 Pro gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 17/26: Eine mit dem Oneplus 7 Pro gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 18/26: Bei Motiven wie bunten Blumen zeigt sich, dass die Sättigung des Axon 10 Pro sehr stark ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 19/26: Zum Vergleich: Das mit dem Oneplus 7 Pro gemachte Bild wirkt realistischer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 20/26: Das Axon 10 Pro von ZTE hat einen 6,47 Zoll großen Bildschirm. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 21/26: Auf der Rückseite ist eine dreifache Hauptkamera eingebaut. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 22/26: Die Frontkamera ist in einer Notch am oberen Bildschirmrand verbaut. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 23/26: Die Hauptkamera besteht aus einer Weitwinkelkamera, einer Superweitwinkelkamera und einer Telekamera. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 24/26: Das Axon 10 Pro wird über einen USB-C-Anschluss geladen - oder drahtlos. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 25/26: Das OLED-Display gefällt uns gut, die Schärfe reicht aus. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 26/26: Die Kamera macht gute Bilder, wir haben aber den Eindruck, dass bessere Software zu noch besseren Fotos führen würde. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite hat das Axon 10 Pro nicht, dieser ist unterhalb des Display-Glases untergebracht. Alternativ können wir das Smartphone auch mit einem Gesichtsscan entsperren. Beide Methoden funktionieren in unserem Test gut, die Erkennungsrate des Fingerabdrucksensors liegt auf dem Niveau von Konkurrenzgeräten.
Stereoklang und drahtloses Laden
Das Axon 10 Pro verwendet für die Tonwiedergabe zwei Lautsprecher: Der Hauptlautsprecher ist am unteren Rand des Smartphones verbaut, der zweite am oberen. Dieser ist hauptsächlich für Telefonie gedacht, gibt beim Abspielen von Musik oder Videos aber ebenfalls ein schwaches Signal wieder. So entsteht ein Stereoklang, der zwar etwas bassarm, aber durchaus brauchbar ist.
Das Smartphone unterstützt LTE auch in den in Deutschland wichtigen Frequenzbändern 3,7 und 20 sowie WLAN nach 802.11ac. Ein GPS-Empfänger und ein NFC-Chip sind eingebaut, Bluetooth läuft in der Version 5.0. Der nicht ohne weiteres wechselbare Akku hat eine Nennladung von 4.000 mAh und ist mit Quickcharge 4.0 schnellladefähig. Anders als beim Oneplus 7 Pro können Nutzer das Axon 10 Pro auch drahtlos laden. Die Akkulaufzeit ist sehr gut: Wir können das Axon 10 Pro auch bei starker Nutzung anderthalb Tage mit einer Ladung verwenden.
Verfügbarkeit und Fazit
Das Axon 10 Pro(öffnet im neuen Fenster) von ZTE kostet in der LTE-Version in Deutschland 600 Euro. Die 5G-Variante soll später auf den Markt kommen und für 900 Euro verkauft werden.
Fazit
Das Axon 10 Pro ist ein sehr gut ausgestattetes Smartphone mit Oberklasse-Hardware und einem starken Akku zu einem verhältnismäßig niedrigen Preis. Mit 600 Euro ist das Gerät noch einmal 100 Euro preiswerter als das Oneplus 7 Pro, mit dem es sich einige Ausstattungsmerkmale teilt wie etwa den Prozessor oder die Größe des Arbeitsspeichers.
In bestimmten Bereichen weist das Axon 10 Pro gegenüber dem Oneplus 7 Pro Vorteile auf, etwa bei der Möglichkeit des drahtlosen Ladens. Auch wer der automatisch ausfahrenden Frontkamera des neuen Oneplus-Smartphones nicht traut, findet beim ZTE-Gerät eine ganz gewöhnlich in einer Notch verbaute Kamera vor.
Der für uns sichtbarste Unterschied ist die Hauptkamera: Das Axon 10 Pro macht beileibe keine schlechten Bilder, in manchen Bereichen kommen diese aber nicht an die des Oneplus 7 Pro heran. So bietet der 48-Megapixel-Modus, der eigentlich eine merklich verbesserte Schärfe aufweisen sollte, keine wirklichen Vorteile gegenüber dem normalen 12-Megapixel-Modus.
Bild 1/26: Eine mit dem Superweitwinkelobjektiv des Axon 10 Pro gemachte Tageslichtaufnahme; die Farben sind sehr intensiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/26: Der Bildausschnitt des Oneplus 7 Pro ist identisch, die Farben allerdings merklich weniger intensiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/26: Bei der Hauptkamera des Axon 10 Pro ist die Belichtung gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/26: Das gleiche Motiv mit dem Oneplus 7 Pro aufgenommen; die dunklen Bereiche sind etwas besser ausgeleuchtet, die hellen Stellen dafür etwas heller. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/26: Eine Aufnahme mit dem Teleobjektiv des Axon 10 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/26: Das Oneplus 7 Pro zum Vergleich (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/26: Ein Detailausschnitt eines mit der Hauptkamera des Axon 10 Pros gemachten Fotos (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/26: Zum Vergleich ein Ausschnitt aus einem Foto, das mit dem Oneplus 7 Pro entstanden ist: Die Details sind weniger überschärft und dadurch etwas feiner. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/26: Das Axon 10 Pro ermöglicht wie das ...
Bild 10/26: ... Oneplus 7 Pro Aufnahmen bei vollen 48 Megapixeln. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/26: Beim Axon 10 Pro führt die volle Auflösung aber nicht zu sehr viel mehr Details oder Schärfe, verglichen mit dem 12-Megapixel-Bild - das Foto ist aber größer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/26: Beim Oneplus 7 Pro wird der Bildeindruck zwar weicher, die Details nehmen aber zu. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/26: Die Frontkamera des Axon 10 Pro macht in schwierigen Bildsituationen manchmal Fehler bei der Trennung zwischen Vorder- und Hintergrund. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/26: Eine Aufnahme mit unscharfem Hintergrund, gemacht mit dem Axon 10 Pro; der Hintergrund ist in diesem Beispiel überbelichtet, dadurch wirkt die Unschärfe unrealistisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/26: Beim Oneplus 7 Pro finden wir die Aufnahme gelungener. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/26: Eine mit dem Axon 10 Pro gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 17/26: Eine mit dem Oneplus 7 Pro gemachte Tageslichtaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 18/26: Bei Motiven wie bunten Blumen zeigt sich, dass die Sättigung des Axon 10 Pro sehr stark ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 19/26: Zum Vergleich: Das mit dem Oneplus 7 Pro gemachte Bild wirkt realistischer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 20/26: Das Axon 10 Pro von ZTE hat einen 6,47 Zoll großen Bildschirm. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 21/26: Auf der Rückseite ist eine dreifache Hauptkamera eingebaut. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 22/26: Die Frontkamera ist in einer Notch am oberen Bildschirmrand verbaut. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 23/26: Die Hauptkamera besteht aus einer Weitwinkelkamera, einer Superweitwinkelkamera und einer Telekamera. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 24/26: Das Axon 10 Pro wird über einen USB-C-Anschluss geladen - oder drahtlos. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 25/26: Das OLED-Display gefällt uns gut, die Schärfe reicht aus. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Bild 26/26: Die Kamera macht gute Bilder, wir haben aber den Eindruck, dass bessere Software zu noch besseren Fotos führen würde. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Auch bei sehr dunklen Aufnahmesituationen macht das Oneplus 7 Pro die besseren Bilder. Die meisten Aufnahmeszenarien meistert das Axon 10 Pro aber gut. Außerdem besteht noch die Hoffnung, dass ZTE die Bildqualität mit einem Update etwas verbessern kann.
Für 600 Euro halten wir das Axon 10 Pro für ein gelungenes Gesamtpaket; der Preis ist für ein Smartphone mit derartiger Prozessorausstattung eher niedrig. Es ist zudem anzunehmen, dass das Smartphone in den kommenden Monaten noch günstiger werden wird. Für diesen Preis ist die Auswahl an Geräten mit vergleichbarer Hardware gering – wer also auf der Suche nach einem weniger teuren Top-Smartphone ist, sollte sich das Axon 10 Pro einmal anschauen.