Axiom Space: Nasa lässt kommerzielles Modul an der ISS zu

Früher waren kommerzielle Aktivitäten auf der ISS nicht erlaubt, inzwischen fördert die US-Raumfahrtbehörde Nasa sie. Dazu gehört, dass die Station ein neues, kommerziell nutzbares Modul eines privaten Raumfahrtunternehmens erhalten soll.

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Modul von Axiom Space an der ISS (künstlerische Darstellung): Fenster zur Erde
Modul von Axiom Space an der ISS (künstlerische Darstellung): Fenster zur Erde (Bild: Axiom Space)

Ein Hotel in der Erdumlaufbahn: Die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) bekommt ein Modul, das für zahlende Gäste vorgesehen ist. Gebaut wird es vom US-Raumfahrtunternehmen Axiom Space.

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Das Modul soll am Verbindungsmodul Harmony oder Node 2 der Station angedockt werden. Darin soll unter anderem Forschung betrieben, Produkte, Produktionsverfahren sowie Systeme für die Erforschung von Mond und Mars getestet werden. Darin sollen auch Besatzungsmitglieder oder Weltraumtouristen wohnen. Schließlich soll das Segment große Fenster für die Erdbeobachtung haben.

Das Modul soll laut Axiom Space voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 zur ISS gebracht werden. Ein Nutzer des Axiom-Moduls wird voraussichtlich die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) selbst sein.

Die Nasa hatte vor einigen Monaten angekündigt, kommerzielle Aktivitäten auf der ISS, darunter auch den Besuch von Weltraumtouristen, zuzulassen. Bisher sind sie nicht erlaubt. Bedingung ist, dass die Aktivitäten von Unternehmen auf der ISS einen Bezug zum Aufgabenbereich der Nasa haben. Die Einnahmen sollen in das Mondprogramm Artemis fließen.

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Axioms Modul sei wichtig für die Nasa, da diese darüber "ihren langfristigen Bedarf an Astronautentraining, Forschung und Technologie-Demonstrationen im erdnahen Orbit" decken könne, sagte Nasa-Direktor Jim Bridenstine. "Wir verändern die Art und Weise, wie die Nasa mit der Industrie zusammenarbeitet, um die globale Wirtschaft zu fördern und die Weltraumforschung voranzubringen." Es sei eine ähnliche Partnerschaft wie mit den privaten Raumfahrtunternehmen, die ab diesem Jahr wieder US-Astronauten von den USA aus zur ISS bringen sollen.

Derzeit läuft die Mission der ISS bis zum Jahr 2024. Technisch könnte die Station noch darüber hinaus betrieben werden. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will jedoch keine weitere Verlängerung finanzieren.

Axiom Space ist ein Raumfahrtunternehmen aus Houston im US-Bundesstaat Texas. Michael Suffredini, einer der Gründer, war früher Programmmanager für die ISS bei der Nasa. Der Plan von Axiom ist, eine eigene Raumstation zu bauen. Das Modul für die ISS soll den Anfang bilden. Nach dem Ende der ISS will Axiom ein eigenes Modul zur Energieversorgung, die zuvor die ISS übernommen hatte, ins All bringen und dann eine eigene kommerzielle Raumstation betreiben.

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M.P. 28. Jan 2020

Wie gesagt - ich denke, das ist abgesprochen. Ob da aber die anderen Partner sich getraut...

M.P. 28. Jan 2020

Selbst der Artikel ist da in sich nicht stimmig ... einerseits andererseits

snadir 28. Jan 2020

Evtl. können die die ISS dann zum Schrottwert abkaufen. Ist vielleicht billiger als...



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