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Axialflussmotor vorerst exklusiv für AMG

Einziger Abnehmer ist derzeit AMG. "Das, was hier gefertigt wird, wird erst mal ausschließlich in AMG-Fahrzeugen zum Einsatz gebracht. Außerhalb der Mercedes-Benz Group sowieso erst mal nicht. Wir haben jetzt viel Ressourcen, viel Energie, viel Brain reingesteckt, und das wollen wir natürlich auch erst mal den AMG-Kunden exklusiv anbieten", sagte Schiebe. Allerdings räumte er ein, dass es "schon sehr viele Anfragen zu entsprechenden Kooperationen" gebe. Zudem habe Yasa weiterhin ein Drittkundengeschäft, das aber vor allem Plug-in-Hybride betreffe.

Generell stellte Schiebe den Bedingungen in Deutschland kein gutes Zeugnis aus: "Wir sehen, dass wir heute nicht wettbewerbsfähig sind am Standort Deutschland. Und das liegt an den Faktorkosten. Und da müssen wir gemeinsam dran arbeiten." Das bedeute, dass die Effizienz gesteigert werden müsse.

Das kann aber nicht darüber hinweghelfen, dass für die Produktion eines Axialflussmotors deutlich weniger Arbeitskräfte als bei der Herstellung eines V8 benötigt werden. Schiebe wollte jedoch keine Angaben dazu machen, wie sich die Transformation zur E-Mobilität auf die Zahl der Mitarbeiter auswirken könnte. "Man kann nicht mehr so von diesen starren Zahlen ausgehen. Wir sehen einfach, dass die Welt unheimlich volatil geworden ist", sagte der Produktionsvorstand.

Bislang ist noch nicht abzusehen, wie sich Axialflussmotoren künftig neben den Radialflussmotoren etablieren werden. Sollte es möglich sein, sie in noch höheren Stückzahlen und mit kleineren Leistungen zu einem günstigen Preis anzubieten, könnten sie eine Alternative zu Radialflussmotoren werden. Allerdings dürften die größten Fortschritte in der E-Mobilität weiterhin in der Akkutechnik zu erwarten sein.

Für Verkehrsminister Schnieder steht auf jeden Fall fest: "Für einen Techniker ist das ja Feinschmeckerei, was hier passiert, und das verändert ja wirklich die Welt der Elektromobilität." Das sei "ein tolles Zeichen, insgesamt für den Wirtschaftsstandort Deutschland" und zeige, "dass wir in Deutschland Hightech können". Nun müsste er nur noch dafür sorgen, dass es hierzulande genügend Lademöglichkeiten gibt und nicht noch mehr Brücken unter der Verkehrslast zusammenbrechen(öffnet im neuen Fenster). Von der Dauerbaustelle Deutsche Bahn ganz zu schweigen(öffnet im neuen Fenster).


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