Abo
  • Services:

Vergütungsverpflichtung als nächster Schritt

Golem.de: Sie haben in einem Focus-Interview neulich behauptet, "digitale Plattformen wie Google und Facebook greifen im großen Stil die Werbung der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage ab, wenn sie deren Artikel, Reportagen oder Kolumnen auf ihre Seiten heben". Das trifft doch gar nicht zu. Auf Google-News werden beispielsweise nur noch Überschriften angezeigt.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Voss: Meines Erachtens trifft das doch zu, weil damit der Nutzer keine Notwendigkeit mehr hat, auf die Seite der Verlage zu gehen, und die Höhe der Werbeeinnahmen durch die Klickzahlen bestimmt wird.

Golem.de: Das Beispiel Deutschland zeigt jedoch, dass von einem Leistungsschutzrecht nicht die Verlage profitieren, sondern nur Google. Die Verlage erhalten weiterhin kein Geld, weil Google nicht zahlen will. Kleine Suchmaschinen erhalten anders als Google hingegen keine Gratislizenz der in der VG Media organisierten Verlage und werden vom Markt verdrängt. Wollen Sie das auch auf EU-Ebene erreichen?

Voss: Wenn das tatsächlich ein Problem ist, dann müsste man auch sagen können: Gut, es gilt im Grunde der Gleichheitsgrundsatz. Wenn ihr einem irgendwas kostenlos gebt, dann müsst ihr den anderen das auch kostenlos geben. Aber dennoch wäre die Branche gut beraten, gemeinschaftlich aufzutreten.

Golem.de: Dieses Gleichbehandlungsprinzip gilt in der Tat für Verwertungsgesellschaften wie die VG Media, deren Gratislizenz für Google von der Staatsaufsicht schon untersagt wurde. Doch einzelne Verlage sind in ihrer Entscheidung frei, die Lizenz unterschiedlich zu vergeben.

Voss: Wir können dieses Ungleichgewicht nur verbessern, wenn wir den Verlagen zumindest ein Recht an die Hand geben, welches sie besserstellt. Was sie damit machen, ist dann deren Sache. Was darüber hinaus nur noch möglich wäre, wäre dann eine Vergütungsverpflichtung, wenn die Marktteilnehmer möglicherweise nicht mehr in der Lage sind, vernünftige Verhandlungsergebnisse zu erzielen.

Golem.de: Ist eine solche Google-Steuer, ein sogenannter Kontraktionszwang, schon geplant?

Voss: Das ist derzeit noch nicht im Gespräch. Wir bevorzugen zurzeit den geringeren Eingriff.

 Axel Voss: "Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"Googles Marktmacht als eigentliches Problem 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  2. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)
  3. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  4. 5€ inkl. FSK-18-Versand

Frau_Holle 20. Feb 2018

Man hätte den Artikel auf diesen Satz reduzieren können. Änderungen ? Nein Danke. War...

azeu 20. Feb 2018

Wenn ein Kleiner nach dem Staat schreit, weil er sich gegen die Großen nicht durchsetzten...

Umdenker 19. Feb 2018

Vielen Dank für diesen Link. Viel eindeutigere direkte politische Einflussnahme durch...

Umdenker 19. Feb 2018

Das mag sein. Dazu kann ich nur zwei Dinge sagen. Erstens, wenn Politik wirklich soweit...

Muhaha 19. Feb 2018

SPON provoziert über die Kolumnisten gerne mit provokanten Aussagen aus ALLEN...


Folgen Sie uns
       


Mit dem C64 ins Internet - Tutorial

Wir zeigen, wie man den C64 ins Netz bringt.

Mit dem C64 ins Internet - Tutorial Video aufrufen
Datenleak: Die Fehler, die 0rbit überführten
Datenleak
Die Fehler, die 0rbit überführten

Er ließ sich bei einem Hack erwischen, vermischte seine Pseudonyme und redete zu viel - Johannes S. hinterließ viele Spuren. Trotzdem brauchte die Polizei offenbar einen Hinweisgeber, um ihn als mutmaßlichen Täter im Politiker-Hack zu überführen.

  1. Datenleak Bundestagsabgeordnete sind Zwei-Faktor-Muffel
  2. Datenleak Telekom und Politiker wollen härtere Strafen für Hacker
  3. Datenleak BSI soll Frühwarnsystem für Hackerangriffe aufbauen

Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. Nubia Red Magic Mars im Hands On Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
  2. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit
  3. Bosch Touch-Projektoren angesehen Virtuelle Displays für Küche und Schrank

IT-Sicherheit: 12 Lehren aus dem Politiker-Hack
IT-Sicherheit
12 Lehren aus dem Politiker-Hack

Ein polizeibekanntes Skriptkiddie hat offenbar jahrelang unbemerkt Politiker und Prominente ausspähen können und deren Daten veröffentlicht. Welche Konsequenzen sollten für die Sicherheit von Daten aus dem Datenleak gezogen werden?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Datenleak Ermittler nehmen Verdächtigen fest
  2. Datenleak Politiker fordern Pflicht für Zwei-Faktor-Authentifizierung
  3. Politiker-Hack Wohnung in Heilbronn durchsucht

    •  /