Abo
  • Services:

Vergütungsverpflichtung als nächster Schritt

Golem.de: Sie haben in einem Focus-Interview neulich behauptet, "digitale Plattformen wie Google und Facebook greifen im großen Stil die Werbung der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage ab, wenn sie deren Artikel, Reportagen oder Kolumnen auf ihre Seiten heben". Das trifft doch gar nicht zu. Auf Google-News werden beispielsweise nur noch Überschriften angezeigt.

Stellenmarkt
  1. Wacker Chemie AG, Burghausen
  2. Dataport, Bremen

Voss: Meines Erachtens trifft das doch zu, weil damit der Nutzer keine Notwendigkeit mehr hat, auf die Seite der Verlage zu gehen, und die Höhe der Werbeeinnahmen durch die Klickzahlen bestimmt wird.

Golem.de: Das Beispiel Deutschland zeigt jedoch, dass von einem Leistungsschutzrecht nicht die Verlage profitieren, sondern nur Google. Die Verlage erhalten weiterhin kein Geld, weil Google nicht zahlen will. Kleine Suchmaschinen erhalten anders als Google hingegen keine Gratislizenz der in der VG Media organisierten Verlage und werden vom Markt verdrängt. Wollen Sie das auch auf EU-Ebene erreichen?

Voss: Wenn das tatsächlich ein Problem ist, dann müsste man auch sagen können: Gut, es gilt im Grunde der Gleichheitsgrundsatz. Wenn ihr einem irgendwas kostenlos gebt, dann müsst ihr den anderen das auch kostenlos geben. Aber dennoch wäre die Branche gut beraten, gemeinschaftlich aufzutreten.

Golem.de: Dieses Gleichbehandlungsprinzip gilt in der Tat für Verwertungsgesellschaften wie die VG Media, deren Gratislizenz für Google von der Staatsaufsicht schon untersagt wurde. Doch einzelne Verlage sind in ihrer Entscheidung frei, die Lizenz unterschiedlich zu vergeben.

Voss: Wir können dieses Ungleichgewicht nur verbessern, wenn wir den Verlagen zumindest ein Recht an die Hand geben, welches sie besserstellt. Was sie damit machen, ist dann deren Sache. Was darüber hinaus nur noch möglich wäre, wäre dann eine Vergütungsverpflichtung, wenn die Marktteilnehmer möglicherweise nicht mehr in der Lage sind, vernünftige Verhandlungsergebnisse zu erzielen.

Golem.de: Ist eine solche Google-Steuer, ein sogenannter Kontraktionszwang, schon geplant?

Voss: Das ist derzeit noch nicht im Gespräch. Wir bevorzugen zurzeit den geringeren Eingriff.

 Axel Voss: "Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"Googles Marktmacht als eigentliches Problem 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (u. a. Spider-Man 1-3 für 8,49€, X-Men 1-6 für 23,83€ und Batman 1-4 für 14,97€)
  3. 9,99€

Frau_Holle 20. Feb 2018

Man hätte den Artikel auf diesen Satz reduzieren können. Änderungen ? Nein Danke. War...

azeu 20. Feb 2018

Wenn ein Kleiner nach dem Staat schreit, weil er sich gegen die Großen nicht durchsetzten...

Umdenker 19. Feb 2018

Vielen Dank für diesen Link. Viel eindeutigere direkte politische Einflussnahme durch...

Umdenker 19. Feb 2018

Das mag sein. Dazu kann ich nur zwei Dinge sagen. Erstens, wenn Politik wirklich soweit...

Muhaha 19. Feb 2018

SPON provoziert über die Kolumnisten gerne mit provokanten Aussagen aus ALLEN...


Folgen Sie uns
       


Shift 6m - Hands on (Cebit 2018)

Der Hersteller beschreibt das neue Shift 6M als nachhaltig und Highend - wir haben es uns auf der Cebit 2018 angesehen.

Shift 6m - Hands on (Cebit 2018) Video aufrufen
In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

Sonnet eGFX Box 650 im Test: Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet
Sonnet eGFX Box 650 im Test
Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet

Die eGFX Box 650 von Sonnet ist ein eGPU-Gehäuse, das dank 650-Watt-Netzteil auch mit AMDs Radeon RX Vega 64 läuft. Die Box ist zwar recht leise, dennoch würden wir den Lüfter gerne steuern.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Razer Core X eGPU-Box kostet 300 Euro
  2. eGFX Breakaway Box 650 Sonnets Grafik-Gehäuse läuft mit Vega 64
  3. XG Station Pro Asus' zweite eGPU-Box ist schlicht

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
  3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

    •  /