Abo
  • Services:
Anzeige
Mathias Döpfner im Mai 2012
Mathias Döpfner im Mai 2012 (Bild: John MacDougall/AFP/Getty Images)

Axel-Springer-Chef: "Wir haben Angst vor Google"

Der Axel-Springer-Konzern beklagt, dass er bei den Onlinewerbeeinnahmen von Googles Algorithmen abhängig ist. Schreckensvisionen erzeugen bei Springer-Chef Mathias Döpfner zudem die Schwimmpontons, an denen Google arbeitet.

Anzeige

Der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, wirft Google vor, einen "Supra-Staat" auf Schwimmpontons zu errichten, und bekennt, dass das Verlagshaus stark abhängig von dem US-Konzern sei.

Döpfner schreibt in einem Offenen Brief an den Google-Aufsichtsratsvorsitzenden Eric Schmidt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Wir - und viele andere - sind von Google abhängig". Von dessen Algorithmen hänge der gesamte Werbemarkt im Internet ab. "Wir haben", so Döpfner, "Angst vor Google. Ich muss das einmal so klar und ehrlich sagen, denn es traut sich kaum einer meiner Kollegen, dies öffentlich zu tun. Und als Größter unter den Kleinen müssen wir vielleicht auch in dieser Debatte als Erste Klartext reden."

Die Macht von Google betreffe "unsere Werte, unser Menschenbild und unsere Gesellschaftsordnung weltweit und - aus unserer Perspektive - vor allem die Zukunft Europas".

Markige Worte von Springer zu Google sind nicht neu: "Google ist eine Art Taliban und wehrt sich gegen jede Art von Fortschritt" hatte Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer beim Axel-Springer-Verlag und wahrscheinlich Verfasser des Gesetzentwurfs zum Leistungsschutzrechts, im Dezember 2012 gesagt.

Plant Google allen Ernstes den digitalen Suprastaat?

Auch beunruhigt Döpfner, dass Google seit einiger Zeit als Unterstützer geplanter riesiger Schiffe und schwimmender Arbeitswelten gelte, die auf offenem Meer, also in staatenlosem Gewässer, kreuzen und operieren könnten. Google-Konzernchef Larry Page träume möglicherweise "von einem Ort ohne Datenschutzgesetze und ohne demokratische Verantwortung", so Döpfner, in dessen Verlag die Bild-Zeitung erscheint.

"Plant Google allen Ernstes den digitalen Suprastaat, in dem ein Konzern seinen Bürgern selbstverständlich nur Gutes und natürlich 'nichts Böses' tut?", fragt Döpfner.

Google baut zwei Barges - eine in San Francisco, die andere an der US-Ostküste, in Portland im US-Bundesstaat Maine. Die Barges sind Schwimmpontons, auf denen jeweils ein vierstöckiges Gebäude aus Containern errichtet wird. Im Oktober 2013 war bekanntgeworden, dass die schwimmenden Plattformen Google gehören.


eye home zur Startseite
Clown 21. Apr 2014

Bei allem Respekt für Deine Sorgen, aber wenn ich doch für mich keinen Nachteil erkennen...

Doedelf 18. Apr 2014

Sehe ich auch so. Erstens muss man solchen leuten wie döppi einfach generell misstrauen...

ibsi 17. Apr 2014

Haben schon viele versucht. Ergebnis war ein delisting für eine lange zeit (2 Jahre wenn...

timo.w.strauss 17. Apr 2014

Ich hatte schon Internet vor Google, es geht auch ohne. Und die Suche bei Google stellt...

Sukram71 17. Apr 2014

Die werden sich schon ne Lösung wegen des Energieverbrauchs gedacht haben, sonst würde...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. KES-Softwareentwicklung, Pforzheim (Home-Office möglich)
  2. QSC AG, Köln
  3. Rhenus Assets & Services GmbH & Co. KG, Holzwickede
  4. p.a. GmbH, Poing


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 69,99€ (Release 31.03.)
  3. (-15%) 25,49€

Folgen Sie uns
       


  1. Neuer Mobilfunk

    Telekom-Chef nennt 5G-Ausbau "sehr teuer"

  2. Luftfahrt

    Nasa testet Überschallpassagierflugzeug im Windkanal

  3. Lenovo

    Moto Mod macht Moto Z zum Spiele-Handheld

  4. Alternatives Betriebssystem

    Jolla will Sailfish OS auf Sony-Smartphones bringen

  5. Gamesbranche

    PC-Plattform ist bei Spielentwicklern am beliebtesten

  6. Digitale Assistenten

    Google und Amazon kämpfen um Vorherrschaft

  7. Xperia Touch im Hands on

    Projektor macht jeden Tisch Android-tauglich

  8. RetroPie

    Distribution hat keine Rechte mehr am eigenen Namen

  9. Nokia 3310 im Hands on

    Der Nokia-Knochen mit Hipsterpotenzial

  10. Auto

    Macchina M2 bietet Zugriff auf Fahrzeugelektronik



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Watch 2 im Hands on: Huaweis neue Smartwatch soll bis zu 21 Tage lang durchhalten
Watch 2 im Hands on
Huaweis neue Smartwatch soll bis zu 21 Tage lang durchhalten
  1. Moto G5 und Moto G5 Plus im Hands on Lenovos kompakte Mittelklasse ist zurück
  2. Handy-Klassiker HMD Global bringt das Nokia 3310 zurück
  3. Galaxy Book im Hands on Samsung bringt neuen 2-in-1-Computer

Asus Tinker Board im Test: Buntes Lotterielos rechnet schnell
Asus Tinker Board im Test
Buntes Lotterielos rechnet schnell
  1. Tinker-Board Asus bringt Raspberry-Pi-Klon
  2. Sopine A64 Weiterer Bastelrechner im Speicherriegel-Format erscheint

Trappist-1: Der Zwerg und die sieben Planeten
Trappist-1
Der Zwerg und die sieben Planeten
  1. Weltraumteleskop Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden
  2. Astrophysik Ferne Galaxie schickt grelle Blitze zur Erde
  3. Astronomie Vera Rubin, die dunkle Materie und der Nobelpreis

  1. Re: Leider falsche OS

    Unix_Linux | 16:47

  2. Re: Warum bedeutet klein auch meist wenig Leistung?

    Unix_Linux | 16:46

  3. Re: "Selber Schuld"

    JohnStones | 16:45

  4. Re: Steam

    Iruwen | 16:42

  5. Re: Wozu?

    Chris0767 | 16:41


  1. 16:32

  2. 16:12

  3. 15:33

  4. 14:31

  5. 14:21

  6. 14:16

  7. 13:30

  8. 12:49


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel