Abo
  • Services:

Axel-Springer-Chef: Bild-Zeitung will Qualitätsjournalismus gegen Google setzen

Seit Monaten kämpfen deutsche Verlage darum, in Google-Suchergebnissen prominenter aufzutauchen, um mehr Werbegelder einzunehmen. Axel-Springer-Chef Döpfner will dafür mehr Unterstützung von der EU-Kommission und erklärt die Bild-Zeitung zum Qualitätsjournalismus.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Mathias Döpfner im Mai 2012
Mathias Döpfner im Mai 2012 (Bild: John MacDougall/AFP/Getty Images)

Der Chef des Axel-Springer-Verlages Mathias Döpfner verlangt von der EU-Kommission, die Medienbranche besser vor der Konkurrenz durch Internetkonzerne wie Google zu schützen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia unternehme nichts, obwohl Google seine Monopolstellung als Suchmaschine ausnutze und in den Ergebnislisten seine eigenen Dienstleistungen gegenüber Angeboten von Konkurrenten bevorzuge, sagte Döpfner bei der Mediendozentur von Universität Tübingen und SWR. "Ein solches Vorgehen nennt man Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung."

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. AXIT GmbH - A Siemens Company, Frankenthal

Trotzdem meinte Döpfner, dass es Internetkonzernen wie Google, Amazon oder Facebook nicht gelingen werde, die Kontrolle über journalistische Inhalte in der digitalen Welt zu erhalten. Leser suchten zunehmend nach Orientierung. Deshalb stoße unabhängig und kritisch recherchierter Journalismus gerade bei jungen Leuten wieder auf Interesse, meinte der Chef des Verlages, der das Boulevardblatt Bild herausbringt. "Die junge Generation ist kritischer, anspruchsvoller und medienkompetenter geworden", sagte er. Dieses Bedürfnis könnten Internetkonzerne aber nicht bedienen. Die Zukunft in der digitalen Welt gehöre Journalisten und Verlegern, die genau wie bei gedruckten Zeitungen an Qualität festhielten. "Wir dürfen nicht alles anders machen als bisher - sonst gehen wir wirklich unter."

Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt hatte den Presseverlagen in Deutschland Anfang April eine Zusammenarbeit bei der Onlinewerbung und anderen Themen angeboten, von der beide Seiten profitieren könnten. Daran orientiere sich Almunia und wolle Google lediglich vorschreiben, seinen Konkurrenten als Ausgleich für die Benachteiligung Werbefenster zu verkaufen. "Das ist die EU-behördlich sanktionierte Einführung eines Geschäftsmodells, das man in weniger ehrenwerten Kreisen Schutzgeld nennt", kritisierte Döpfner.

Der Medienkonzern Axel Springer (Bild, Die Welt) und andere europäische Verlage kritisieren Google seit langem. Sie werfen dem kalifornischen Internetkonzern vor, seinen Marktanteil von über 90 Prozent bei Suchmaschinen in der EU zu missbrauchen, um seine eigenen Dienste weiter oben in den Suchtrefferlisten anzuzeigen.

Markige Worte von Springer zu Google sind nicht neu: "Google ist eine Art Taliban und wehrt sich gegen jede Art von Fortschritt", hatte Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer beim Axel-Springer-Verlag und wahrscheinlich Verfasser des Gesetzentwurfs zum Leistungsschutzrecht, im Dezember 2012 gesagt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 54,99€ statt 99,98€
  2. und 25€ Steam-Gutschein erhalten
  3. 39,99€ statt 59,99€

r3verend 10. Jun 2014

Immerhin wird es da eindeutig als Werbung klassifiziert, nicht so wie oftmals in den...

Anonymer Nutzer 05. Jun 2014

Adsense, double click Denen geht es nicht um die Zeitung, denen geht es um die...

Anonymer Nutzer 05. Jun 2014

Von Facebook halte ich das gleiche wie von der Bild, Abstand.

Kashmir 28. Mai 2014

Tja....dann müssen sie sich auch nicht wundern, warum viele Leser zu privaten Blogs...

hallihallo 27. Mai 2014

Damit hat er gegen die Axelspringer Unternehmensgrundsätze verstoßen. Der kann froh...


Folgen Sie uns
       


LG G7 Thinq - Test

Das G7 Thinq ist LGs zweites Smartphone unter der Thinq-Dachmarke. Das Gerät hat eine Kamera, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz Bildinhalte analysiert und anhand der Analyseergebnisse die Bildeinstellungen verändert. Mit äußerster Vorsicht sollten Nutzer die Gesichtsentsperrung verwenden, da sie sich in der Standardeinstellung spielend leicht austricksen lässt.

LG G7 Thinq - Test Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    Sony: Ein Kuss und viele Tode
    Sony
    Ein Kuss und viele Tode

    E3 2018 Mit einem zärtlichen Moment in The Last of Us 2 hat Sony sein Media Briefing eröffnet - danach gab es teils blutrünstiges Gameplay plus Rätselraten um Death Stranding von Hideo Kojima.
    Ein Bericht von Peter Steinlechner

    1. Smach Z ausprobiert Neuer Blick auf das Handheld für PC-Spieler
    2. The Division 2 angespielt Action rund um Air Force One
    3. Ghost of Tsushima Dynamischer Match im offenen Japan

    In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
    In eigener Sache
    Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

    IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

    1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
    2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
    3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

      •  /