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Axel-Springer-Chef: Bezahlschranken für Bild-Zeitung und Welt kommen in Kürze

Die Onlineausgaben der Bild-Zeitung und der Welt werden kostenpflichtig. "Wir wissen nicht, ob es funktionieren wird", gab der Springer-Chef allerdings zu.

Artikel veröffentlicht am ,
Mathias Döpfner im Mai 2012
Mathias Döpfner im Mai 2012 (Bild: John MacDougall/AFP/Getty Images)

Konzernchef Mathias Döpfner hat angekündigt, dass die Onlineausgaben der Zeitungen Die Welt und Bild kostenpflichtig werden.

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Döpfner sagte am 7. November 2012 nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse des Konzerns: "Die Etablierung von Bezahlinhalten zählt zu unseren zentralen strategischen Initiativen. Nachdem unsere Apps für Tablets bereits alle kostenpflichtig sind, wollen wir, wie angekündigt, auch in den kommenden Monaten schrittweise Bezahlmodelle für Websites einführen. Beim Onlineangebot der Welt wollen wir bis zum Jahresende startklar sein. Dabei werden wir aller Voraussicht nach ein Modell einführen, bei dem zunächst eine gewisse Anzahl Artikel frei abgerufen werden kann, bevor die Nutzer zahlen. Ein Modell, das die New York Times ja sehr erfolgreich und ermutigend eingeführt hat."

Seit April 2011 ist das Onlineangebot der renommierten Tageszeitung New York Times kostenpflichtig. Die Zahl der zahlenden Nutzer sei seither deutlich angestiegen, berichtete die New York Times. Nach drei Monaten, Ende Juni 2011, hätten 281.000 Abonnenten die unterschiedlichen digitalen Ausgaben der Zeitung genutzt.

Pay-Videos bei Bild-Zeitung

Kommendes Jahr plant Springer, bei der Bild-Zeitung mit Bezahlangeboten zu starten. Was genau bei dem Boulevardblatt geplant sei, wollte Döpfner jedoch noch nicht verraten. "Sie wissen ja, dass wir hier auch die Bundesligarechte erworben haben", sagte er lediglich. Der Medienkonzern könne von der Saison 2013 an die Bundesligaspiele in Sechs-Minuten-Clips auf seinen Internetportalen und für mobile Endgeräte den Kunden anbieten, hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.

Döpfner: "Wir sind uns bewusst, dass die Einführung von Bezahlinhalten durchaus Risiken birgt, aber dass weitere Verlagshäuser ähnliche Ankündigungen gemacht haben und ähnliche Vorhaben planen, das sehen wir als sehr positives und ermutigendes Signal." Nur wenn eine kritische Masse in der Branche erreicht werde, lasse sich Bezahlkultur in der digitalen Welt erfolgreich etablieren.

Für das Gesamtjahr 2012 erwartet der Axel-Springer-Konzern Umsätze mit Bezahlinhalten im mittleren einstelligen Millionenbereich. "Natürlich ist die Basis noch relativ klein. Wir wissen nicht, ob es funktionieren und wie es funktionieren wird", räumte Döpfner ein.

Paywalls hätten auch positive Auswirkungen auf das Anzeigengeschäft. Der Anzeigenpreis bei verkauften Zeitungen sei um das 10- bis 20fache höher als bei Gratiszeitungen, sagte Döpfner. Die gleiche Erkenntnis werde sich für Bezahlinhalte durchsetzen, die eine höhere Bindung und eine höhere Glaubwürdigkeitserwartung beim Leser böten.

Springer-Finanzchef Lothar Lanz rechnete vor, dass der Konzern 55 Prozent seiner Werbeumsätze bereits im digitalen Bereich erwirtschafte.

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Anonymer Nutzer 11. Nov 2012

seit dem hält sich mein Respekt für diesen Mann auch etwas in Grenzen. Wie kann man sich...

Rost 10. Nov 2012

Was sollen den ungefilterte Nachrichten sein? Jede Nachricht ist durch mindestens ein...

bstea 10. Nov 2012

Stimmt, passt nicht. Bild hat 2,5x größere Auflage als das Provinzblatt NYT.

iu3h45iuh456 09. Nov 2012

Das bestätigt ja meine Vermutung. Wenn sich die Damen und Herren von den großen Verlagen...

Spaghetticode 09. Nov 2012

Dann kann der Springer-Verlag ja gleich dicht machen. Die Zielgruppe sind ja die...


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