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AWS: Vodafone setzt beim 5G-Edge Computing auf Amazon

Der US-Konzern Amazon verbindet das Mobilfunknetz von Vodafone Deutschland mit Multi-Access Edge Computing-Servern und AWS Wavelength.
/ Achim Sawall
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Arbeiten an einem digitalen Zwilling braucht niedrige Latenzen. (Bild: Vodafone Deutschland)
Arbeiten an einem digitalen Zwilling braucht niedrige Latenzen. Bild: Vodafone Deutschland

Vodafone Deutschland und Amazons Cloud-Bereich AWS wollen bei Edge Computing eng zusammenarbeiten. Das gab Vodafone am 10. Dezember 2021 bekannt. Vodafone aktiviert Multi-Access Edge Computing-Server (MEC) am Rande seines Mobilfunknetzes.

Der Netzbetreiber hat die ersten MEC-Server in den 5G-Rechenzentren in Berlin, Dortmund und München in Betrieb genommen. Kürzlich kündigte Vodafone an, sein 5G-Netz bis zum Jahr 2023 auf Standalone (SA) umzustellen. Multi Access-Edge Computing (MEC) sei nun der nächste Schritt. Mit dieser neuen Infrastruktur bringe man "ab sofort auch Echtzeit-Dienste von AWS Wavelength zu Entwicklern, Startups und Großkonzernen", sagte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. "Das ist der Startschuss für 5G-Edge Computing"

Besseres Netz gegen Aufpreis

George Elissaios, General Manager von AWS Wavelength, erklärte: "AWS freut sich auf die Zusammenarbeit mit Vodafone, um Entwicklern in jeder Region über das 4G/5G-Netz von Vodafone vollen, direkten Zugriff auf AWS Cloud Services zu ermöglichen." In AWS Wavelength(öffnet im neuen Fenster) sind AWS-Berechnungs- und Speicherdienste in 5G-Netzwerke eingebettet, die eine mobile Edge-Computing-Infrastruktur für die Entwicklung und Skalierung von Anwendungen mit geringer Latenz bereitstellen.

So werden laut den Angaben Latenzzeiten von unter 10 Millisekunden möglich. Auch im LTE-Netz würden die Reaktionszeiten durch den Start Multi- Access Edge Computing reduziert. Deutschlandweit seien so auch im LTE-Netz Reaktionszeiten von weniger als 20 Millisekunden möglich. Weitere MEC-Server werden das Mobilfunk-Netz und die Edge-Infrastruktur von Vodafone weiter ergänzen, um die Wege bis zum Ort der Datenverarbeitung und damit die Latenzzeiten weiter zu reduzieren.

Die Zusammenarbeit mit AWS wirft neue Fragen zur 5G-Sicherheit auf: Die USA und ihre Geheimdienste haben nach dem Patriot Act und aktuell dem Cloud Act weitreichende Zugriffe auf die Daten von US-Cloud-Providern auch im Ausland.


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