AWS Deepracer: Autonome Miniaturautos zum Selberbauen und Programmieren

Sie sollen von selbst Rennen fahren: AWS Deepracer sind Miniaturfahrzeuge für Hobbybastler, die mit KI-Werkzeugen von AWS das Fahren lernen sollen. Das Unternehmen will zudem künftig Rennen veranstalten, bei denen sie gegeneinander antreten.

Artikel veröffentlicht am ,
Deepracer sieht aus wie ein kleiner Geländewagen.
Deepracer sieht aus wie ein kleiner Geländewagen. (Bild: Amazon)

Amazon bringt mit dem Deepracer ein ferngesteuertes Auto heraus. Ferngesteuert ist eventuell der falsche Begriff, denn das Modellfahrzeug soll autonom fahren. Das wird mit einem Machine-Learning-Modell erreicht, welches auf der Hardware läuft. Das Training und den Bau übernehmen Hobbybastler und Programmierer selbst auf der Software AWS Sagemaker. Die Trainingsdaten werden in der AWS-Cloud abgelegt. Amazon will in Zukunft Rennen abhalten, bei denen mehrere Deepracer gegeneinander antreten.

Stellenmarkt
  1. Computer scientist as junior researcher for the DFG project "openCost" (m/f/d)
    Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Hamburg
  2. Bankkaufmann / Fachinformatiker als Informationssicherheitsbeauf- tragten (m/w/d)
    Volksbank Mittelhessen eG, Gießen
Detailsuche

Das Fahrzeug selbst basiert auf einem Allradchassis in einem Maßstab von 1:18. Auf dem Fahrwerk ist ein kleiner Computer befestigt. Dieser nutzt einen nicht genannten Intel-Atom-Prozessor, 4 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte erweiterbaren Flash-Speicher. Das Fahrzeug hat eine nach vorn gerichtete 4-Megapixel-Kamera, die zur Streckenerkennung genutzt wird. Außerdem sind ein Beschleunigungssensor und ein Gyroscop dabei.

  • AWS Deepracer (Bild: Amazon)
  • AWS Deepracer (Bild: Amazon)
  • AWS Deepracer (Bild: Amazon)
AWS Deepracer (Bild: Amazon)

Jeder Deepracer kommuniziert über WLAN nach 802.11ac (Wi-Fi 5). Ziemlich ungewöhnlich ist der Fakt, dass sich auf dem Mainboard vier USB-A-Buchsen, USB-C, Micro-USB und HDMI befinden. Möglicherweise lassen sich darüber weitere Sensoren im Fahrzeug anschließen. Im Gehäuse finden zudem eine 13.600-mAh-Batterie für den Rechner und ein 1.100-mAh-Akku mit 7,4 Volt Spannung für den Motor Platz. Auf der Hardware laufen Ubuntu 16.04.3 und Intels Openvino Toolkit für Deep Learning.

An AWS gebunden

Mit der relativ schwachen Hardware an Bord ist es klar, dass Machine-Learning-Modelle bei AWS in der Cloud zuerst trainiert und dann auf das Fahrzeug aufgespielt werden müssen. Das Training ist laut Amazon recht einfach und wird von einem virtuellen Simulationsprogramm unterstützt, auf dem Bastler ihre Modelle ausprobieren können. Allerdings sind Entwickler mit ihrem Deepracer an die Infrastruktur und Werkzeuge von AWS gebunden.

Golem Karrierewelt
  1. IT-Sicherheit für Webentwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    07./08.02.2023, Virtuell
  2. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    28.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Sollten Rennfahrer ihre Minifahrzeuge dennoch auf echten Rennstrecken ausprobieren wollen, sollten einige ziemlich restriktive Dinge beachtet werden. Die Straßenführung sollte gut farblich markiert werden, Kurven müssen bestimmte Radien einhalten und der Streckenrand sollte sich kontrastreich von der eigentlichen Strecke abheben.

Die Fahrzeuge müssen sich dadurch weniger mit dem Lernen und Erkennen einer Strecke beschäftigen, sondern mehr mit der Beschleunigung und Lenkung, damit auf der vorgefertigten Straße möglichst gute Zeiten erreicht werden. Andere Rennwagen auf dem Kurs würden die Herausforderung wesentlich erhöhen. Denn interessant wird Machine Learning erst, wenn unvorhersehbare Dinge in offensichtlich vorhersehbaren Umgebungen passieren.

Interessenten können sich einen AWS Deepracer bereits vorbestellen. Er kostet auf Amazon 250 US-Dollar. Zum Release wird das Fahrzeug aber 400 US-Dollar kosten. Außerdem ist momentan laut der Produktseite keine Lieferung nach Deutschland möglich. Vielleicht ändert sich das noch.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Jahressteuergesetz
Homeoffice-Pauschale wird noch einmal erhöht

Wer im Homeoffice arbeitet, kann mehr von der Steuer absetzen als bislang geplant. Der Maximalbetrag steigt an.

Jahressteuergesetz: Homeoffice-Pauschale wird noch einmal erhöht
Artikel
  1. AVM Fritzbox: FritzOS 7.50 ist da
    AVM Fritzbox
    FritzOS 7.50 ist da

    Das neue Betriebssystem für Fritzboxen bringt viele Neuerungen beim Smart Home, führt Wireguard per QR-Code ein und verbessert IP-Sperren.

  2. IT-Projektmanager: Mehr als Excel-Schubser und Flaschenhälse
    IT-Projektmanager
    Mehr als Excel-Schubser und Flaschenhälse

    Viele IT-Teams halten ihr Projektmanagement für überflüssig. Wir zeigen drei kreative Methoden, mit denen Projektmanager wirklich relevant werden.
    Ein Ratgebertext von Jakob Rufus Klimkait und Kristin Ottlinger

  3. Apple Silicon: Mutmaßlicher Geekbench-Score zum Apple M2 Max aufgetaucht
    Apple Silicon
    Mutmaßlicher Geekbench-Score zum Apple M2 Max aufgetaucht

    Die nächste Generation des Macbook Pro scheint in die Testphase übergegangen zu sein. Darauf deutet zumindest ein Testergebnis aus der Datenbank von Geekbench hin.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • Amazon-Geräte bis 53% günstiger, u. a. Echo Dot 5. Gen. 29,99€ • Mindstar: AMD Ryzen 7 7700X Tray 369€ • Crucial-SSDs günstiger • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn: u. a. E-Auto-Wallbox 399€ • LG OLED TV (2022) 55" 120Hz 949€ [Werbung]
    •  /