AWS: Amazon bringt Mac Mini in die Cloud

Mac-Anwendungen bauen, testen, signieren und dann verteilen will AWS mit Mac Minis in der Cloud vereinfachen. Apple Silicon soll folgen.

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Der Mac Mini steht nun auch in den Rechenzentren von Amazon.
Der Mac Mini steht nun auch in den Rechenzentren von Amazon. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ein großer Teil moderner Software-Entwicklung geschieht mit Hilfe von Cloud- und Server-Instanzen. Das betrifft unter anderem das Testen von Software durch Continuous-Integration-Systeme. Mit den MacOS-Systemen von Apple ist dies aber nicht ohne weiteres leicht umsetzbar, auch weil Apple keine klassischen Serversysteme anbietet. Amazons Cloud-Sparte AWS bietet deshalb nun Mac Minis in der Cloud an.

In der Ankündigung dazu heißt es, dass in den vergangenen Jahren AWS-Kunden immer wieder darum gebeten hätten, MacOS-Instanzen in dem EC2-Dienst nutzen zu können. Um das letztlich zu ermöglichen, nutzt Amazon nun also den Mac Mini und integriert diesen in sein Nitro-System, das die Grundlage für EC2 bildet. "Mit Amazon-EC2-Mac-Instanzen können Sie Xcode-Anwendungen für die Apple-Plattform erstellen, testen, verpacken und signieren, einschließlich MacOS, iOS, iPadOS, TVOS, WatchOS und Safari", schreibt Amazon in der Ankündigung.

Für die Mac-Instanzen in der Cloud nutzt Amazon die vierte Generation des Mac Mini, mit einer 6-Kern-Coffee-Lake-CPU von Intel mit einem Takt von 3,2 GHz und einem Turbo bis 4,6 GHz. Der CPU zur Seite stehen 32 GByte Arbeitsspeicher. AWS ermöglicht darüber hinaus die Integration verschiedener Storage-Dienste wie den Block-Service, Windows-File-Server oder S3. So ist eine vergleichsweise einfache Nutzung bestehender Daten in den Mac-Instanzen möglich.

Zur Anbindung setzt AWS auf sein ENA-Networking mit bis zu 10 GBit/s. Der Cloud-Anbieter verspricht einen effektiven Datendurchsatz von bis zu 8 GBit/s für den Blockspeicher. Ein Zugriff ist per SSH oder VNC möglich. Auf den Instanzen in AWS läuft MacOS 10.14 (Mojave) und 10.15 (Catalina). Unterstützung für das aktuelle MacOS 11.0 (Big Sur) soll ebenso folgen wie die Unterstützung der ARM-CPUs M1 alias Apple Silicon. Letzteres ist für kommendes Jahr geplant.

Die Mac-Instanzen kosten derzeit rund 1 US-Dollar pro Stunde Nutzung und stehen in verschiedenen Regionen in den USA, Europa und Asien als Bare-Metal-Instanzen zur Verfügung. Amazon übernimmt dabei die Software-Pflege über seine AMIs.

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M.P. 01. Dez 2020

Wie man die Kisten platzsparend und gleichzeitig servicefreundlich Herdenweise in...

taifun850 01. Dez 2020

Never ever. Das Thema ist ganz sicher erledigt.

sg (Golem.de) 01. Dez 2020

Danke für den Hinweis.

sg (Golem.de) 01. Dez 2020

Danke für den Hinweis.



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