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Avowed Vorschau: Erster Abstecher ins Land der Lebenden

Schicke Grafik auf Basis der Unreal Engine 5, schnelle und trotzdem komplexe Kämpfe: Golem.de hat Avowed von Obsidian Entertainment gespielt.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Avowed (Bild: Obsididan Entertainment)
Artwork von Avowed Bild: Obsididan Entertainment

"Lowell behauptet, dass ständig Insekten auf ihm herumkrabbeln – ich konnte aber keine Anzeichen von Bissen finden" : So beschreibt eine Figur im Rollenspiel Avowed von Obsidian Entertainment(öffnet im neuen Fenster) eine mysteriöse Krankheit, unter der viele Bewohner leiden. Unser Job ist es, mehr über die Seuche zu erfahren und ein Heilmittel zu suchen.

Klingt düster, tatsächlich entpuppt sich Avowed aber in den ersten beiden Stunden (Prolog und eine Anfangsmission) als erstaunlich unbeschwerter Spaß.

Golem.de konnte sich in einer Vorabversion in der Ich-Perspektive an tropisch anmutenden Stränden mit Feinden herumkloppen und Schatzkisten öffnen.

In der Preview-Fassung gab es zwar viele Platzhalter in Menüs, auch das Intro zeigte unterlegt von der Sprachausgabe durch einen Erzähler nur einfachste Zeichnungen.

Zwischendurch konnten wir aber auch eine schicke Rendersequenz sehen. Und vor allem: Das eigentliche Spiel lief schon ziemlich gut.

Vor allem das Kampfsystem hat uns positiv überrascht. Die ersten paar Minuten hatten wir zwar nur einen simplen Dolch, mit dem wir zustechen und blocken konnten.

Schon wenig später kamen aber Pfeil und Bogen dazu, sprich: Wir konnten Feinde auch aus größerer Distanz angreifen, um uns dann zu nähern und ihnen den Rest zu geben.

Noch etwas später haben wir ein Zauberbuch gefunden, so dass wir drei Set-ups hatten. Zwischen zweien davon konnten wir schnell hin- und herwechseln, tatsächlich haben wir nach etwas Rumprobiererei aber alle drei parat.

Mit Dolch (beziehungsweise später Schwert) konnten wir nämlich unser Schild zu Seite legen und stattdessen das Zauberbuch in der linken Hand halten.

So ausgestattet, können wir in Avowed passend zu Situation und Gegner fast beliebig zwischen Pfeil und Bogen, Schwert und etwa einem magischen Flammenstrahl wählen. Das war auch nötig, weil wir es mit sehr unterschiedlichen Kämpfen zu tun hatten: Anfangs haben wir simple Kobolde getroffen, dann allerdings größere Exemplare mit festem Schild.

Zumindest die Kämpfe in der angespielten Version fanden wir wunderbar abwechslungsreich: Mal hatten wir es mit zwei Koboldbossen zu tun, dann mit einer größeren Menge an Standardbiestern. Zwischendurch gab es einen längeren Kampf gegen einen menschlichen Obermotz, später gegen Schwarzbären und ein paar Überraschungsgegner.

Eine Besonderheit: Wir werden von einem computergesteuerten Kumpel begleitet. Der kämpft natürlich mit, wodurch wir es etwas einfacher haben, die Gegner auch mal von hinten zu erwischen. Der Begleiter kann bewusstlos werden, nach dem Sieg steht er selbständig wieder auf.

Die Umgebungen in der gespielten Version sind relativ schlauchig, das dürfte sich aber später ändern. Wir waren vor allem in Meeresnähe unterwegs: am Stand, in einer Festung und in Bergtälern mit Wasserfällen. Es gibt simple Kletter- und Sprungpassagen, Probleme hatten wir damit nie.

Dazu kommen Gespräche mit allerlei anderen Figuren. Trotz der Seuche geht es erstaunlich gutgelaunt zu, an einer Stelle beantwortet unser Alter Ego den Ausruf "Den Göttern sei Dank" etwa scherzhaft mit dem Satz: "Danke nicht den Göttern, sondern mir."

Avowed: Plattformen und Termin

Avowed entsteht auf Basis der Unreal Engine 5, uns hat die Grafik mit dem dezent tropischen Szenario sehr angesprochen. Beim Blick auf die Landkarte haben wir allerdings gesehen, dass wir wirklich nur ein kleines Zipfelchen der Welt gesehen haben.

Wir waren in einer Umgebung namens Dämmerküste unterwegs, die gesamte Welt heißt offenbar Living Lands (deutsch: Land der Lebenden). Was uns später noch an Umgebungen erwartet, wissen wir noch nicht.

Nach aktueller Planung soll Avowed am 13. Februar 2025 auf den Markt kommen. Die Veröffentlichung ist für Xbox Series X/S und Windows-PC geplant. Das Spiel soll vom ersten Tag an im Spieleabo Xbox/PC Game Pass enthalten sein.


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