Abo
  • Services:
Anzeige
Der Archer CR700v
Der Archer CR700v (Bild: TP-Link)

Routerfreiheit und die Sicherheit

Eines der wesentlichen Argumente, das Befürworter der Routerfreiheit in den vergangenen Jahren anführten, ist die Sicherheit. Für Hersteller zwangsweise verordneter Geräte besteht keine große Motivation, in teure Sicherheitsaudits zu investieren, solange dies von den bestellenden Netzbetreibern nicht eingefordert wird. Das scheint in den vergangenen Jahren zumindest keine Priorität der Unternehmen gewesen zu sein, denn Updates für bekannte Probleme wurden nur teilweise verteilt, noch immer ist sich Vodafone nicht ganz sicher, ob ein Problem mit teurem Telefonbetrug bei der Verwendung von Fritzboxen mittlerweile komplett behoben ist.

Anzeige

Die Geräte des Hersteller Ubee dürften zu denen gehören, die Kunden lieber loswerden wollen. Vor allem die Modems mit WLAN-Funktion weisen seit längerem bekannte Sicherheitsprobleme auf. Wird das Standardpasswort nicht geändert, können Angreifer auf der Seriennummer den Namen der SSID und die WLAN-Passphrase berechnen. Vor diesen Problemen warnte unter anderem der Kabelnetzbetreiber Unitymedia, der die Geräte vor allem in Baden-Württemberg nutzt. Ubee-Modems sind auch in Österreich weit verbreitet, dort werden sie vom Betreiber United Pan-Europa Communications (UPC) eingesetzt.

Weitere gravierende Schwachstellen

Erst vor kurzem wurden weitere gravierende Schwachstellen in Ubee-Modems bekannt. Ein Fehler in der Backup-Routine führt dazu, dass Angreifer mit Zugang zum Netzwerk, der sich zum Beispiel über die vorangegangene Schwachstelle herstellen lässt, ohne Authentifizierung das Admin-Passwort auslesen und eine manipulierte Firmware aufspielen können.

Angeblich findet zwar eine Verschlüsselung des Backups statt, doch nach Angaben des Sicherheitsforschers Manuel Hofer, der die Schwachstelle gefunden hat, wird lediglich die Datei Pass.txt an das Backup-Archiv angehängt. Diese Datei enthält das gewählte Passwort im Klartext. Die auf Busybox basierende Software des Gerätes soll Angreifer außerdem in die Lage versetzen, beliebigen Code auf dem Rechner der Nutzer auszuführen. Ein Sicherheitsupdate lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vor.

Zu den am freien Markt verfügbaren Routern gehören die beliebten Fritzboxen des deutschen Herstellers AVM. Diese bieten deutlich mehr Funktionen als die Pendants von Ubee, außerdem arbeitet AVM an regelmäßigen Aktualisierungen der Firmware.

Fritzboxen nicht frei von Sicherheitsproblemen

Frei von Sicherheitsproblemen sind die Fritzboxen, wie letztlich fast alle Router, aber auch nicht. Wer einen Fernzugriff auf das Gerät konfiguriert und dabei ein schwaches Passwort gewählt hat, kann unter Umständen hohe Telefonrechnungen bekommen. Angreifer loggen sich in diesem Fall auf den Geräten ein, manipulieren die VoIP-Einstellungen und telefonieren fortan auf Kosten der oft ahnungslosen Anschlussinhaber. Netzbetreiber Vodafone hat bereits mehrfach Updates für dieses Problem verteilt, ganz ausschließen lässt es sich aber bis heute nicht. Die Schuld liegt hier nicht allein bei AVM. Die Kunden sind natürlich ebenso in der Verantwortung, gute Passwörter zu wählen.

Im vergangenen Jahr wurde auf dem Chaos Communication Congress eine weitere Schwachstelle vorgestellt. Die Router bauen eine eigentlich nicht öffentliche Wartungsverbindung auf, über die zum Beispiel Updates eingespielt werden können. Dem Hacker Alexander Graf gelang es, auf diese Verbindung zuzugreifen und mehreren Nutzern der Geräte Binaries unterzuschieben. Damit hätte er den Datenverkehr mitlesen können und weitere Manipulationen im Netzwerk durchführen können. Die Geräte sind mittlerweile im Wartungsnetz voneinander isoliert, wie Vodafone mitteilte.

Bei anderen Routern liegen bislang keine umfangreichen Erfahrungswerte für die Sicherheit vor, weil diese nicht im großen Maßstab von den Netzbetreibern vertrieben werden.

Fazit

Bisher sind erst wenige Kombigeräte für das Kabelnetz auf dem Markt. Steigt die Nachfrage, sollten es mehr werden. Die Kabelnetzbetreiber versuchen mit Tricks, die Nutzer weiter an ihre Mietgeräte zu binden, die oft weniger leistungsfähig sind. Gerade bei der Sicherheit sollten die frei verfügbaren und etwas teureren Geräte besser sein, auch wenn es hier keine Garantie gibt.

 Kommt noch was von Netgear?

eye home zur Startseite
DanielGraf123 20. Aug 2016

Als ich im Rahmen meines Blogs (www.wlan-router--test.de) die Fritz Boxen getestet habe...

sibbl 05. Aug 2016

Ich hätte da als Vodafone-Kabel-Kunde so einige Gründe: 1) selbst den DNS-Server...

treysis 04. Aug 2016

Öhm, in Deutschland jeder. Solange das Gerät die Spezifikationen einhält, die von den...

My1 02. Aug 2016

ja voice over cable geht nicht dafür gibts ja dann voip mit dem SIP protokoll.

Test_The_Rest 02. Aug 2016

Ich habe nie gesagt, daß es für die Masse optimal ist. Für MICH ist es das und es ist für...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Pluradent AG & Co. KG, Offenbach
  2. Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main
  3. Landeskriminalamt Thüringen, Erfurt
  4. TARGOBANK AG & Co. KGaA, Duisburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,97€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf + 3€ Versand)
  2. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)
  3. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)

Folgen Sie uns
       


  1. Radeon Software 17.7.2

    AMDs Grafiktreiber bringt massig Neuerungen

  2. Quartalsbericht

    Facebooks Belegschaft wurde erheblich vergrößert

  3. GigaKombi

    Vodafone verbessert Datenpaket für Warten aufs Festnetz

  4. Datenrate

    O2 drosselt mobiles Internet wegen EU-Roamings

  5. Netgear Nighthawk X6S

    Triband-Router kann mit Sprache gesteuert werden

  6. Spark

    DJI-Minicopter stürzt ab

  7. Nachfolger Watchbox

    RTL beendet Streamingportal Clipfish

  8. Chipmaschinenausrüster

    ASML demonstriert 250-Watt-EUV-System

  9. Linux-Distribution

    Opensuse Leap 42.3 baut Langzeitpflege aus

  10. Soziales Netzwerk

    Facebook soll an Smart-Speaker mit Display arbeiten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

Indiegames Rundschau: Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
Indiegames Rundschau
Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  1. Jump So was wie Netflix für Indiegames
  2. Indiegames-Rundschau Weltraumabenteuer und Strandurlaub
  3. Indiegames-Rundschau Familienflüche, Albträume und Nostalgie

Creoqode 2048 im Test: Wir programmieren die größte portable Spielkonsole der Welt
Creoqode 2048 im Test
Wir programmieren die größte portable Spielkonsole der Welt
  1. Arduino 101 Intel stellt auch das letzte Bastler-Board ein
  2. 1Sheeld für Arduino angetestet Sensor-Platine hat keine Sensoren und liefert doch Daten
  3. Calliope Mini im Test Neuland lernt programmieren

  1. Re: Warum ist Kaspersky besser?

    john4344 | 02:30

  2. Re: kernfusion ist keine humane zukunftstechnik

    tingelchen | 02:27

  3. Re: Viel zu spät

    Squirrelchen | 01:53

  4. o2 ist doch wie McDonald's

    tfg | 01:50

  5. Wieso drosseln die pauschal?

    Gandalf2210 | 01:28


  1. 23:00

  2. 22:41

  3. 19:35

  4. 17:26

  5. 16:53

  6. 16:22

  7. 14:53

  8. 14:15


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel