AVM-Kabel-Spitzenboxen im Vergleich: Die Qual der Wahl am Kabel

Sie sind wie zwei Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir haben uns die aktuellen Topmodelle der Kabel-Fritzboxen in der Praxis angesehen.

Artikel von Jan Rähm veröffentlicht am
Zwei Fritzboxen im Vergleich: die Fritzbox 6591 Cable und die 6660 Cable.
Zwei Fritzboxen im Vergleich: die Fritzbox 6591 Cable und die 6660 Cable. (Bild: AVM GmbH / Montage: Golem.de)

Seit August 2016 kann jeder Anwender ein eigenes Gerät an seinem Internetanschluss einsetzen. Das gilt natürlich auch für den Kabelanschluss. Für den hat der Berliner Router-Spezialist AVM derzeit zwei Boxen im Angebot: die bereits seit 2019 in den Markt gestartete Fritzbox 6591 Cable und die seit Anfang 2020 erhältliche Fritzbox 6660 Cable.

Vom Grundsatz her machen beide das Gleiche: Sie stellen die Internetverbindung über das Kabelnetz her und dienen als WLAN-Router mit DECT-Telefon- und Smarthome-Basis. Im Detail unterscheiden sich beide jedoch deutlich.

So hoch wie tief?

Das beginnt bereits beim Design: Die ältere 6591 Cable steckt in dem gleichen eckigen Gehäuse wie ihre Vorgängerin 6590 Cable und steht aufrecht. Ganz anders die 6660 Cable. Sie hat das Gehäuse der aktuellen DSL-Boxen und schmiegt sich sanft geschwungen flach auf ihre Unterlage. Beim Bezug über den freien Handel strahlen beide Boxen schneeweiß mit roten Akzenten. Jeweils fünf LED geben Auskunft über den Betriebsstatus.

Die Unterschiede im Design mögen zwar über die Akzeptanz im Haushalt entscheiden, doch der eigentliche Kaufgrund sollte die Ausstattung sein. Zunächst zu den Gemeinsamkeiten: Beide Boxen verstehen sich auf alle hierzulande gängigen Kabelstandards von DOCSIS 1 über EuroDOCSIS 3.0 bis hin zu DOCSIS 3.1, womit beide für die derzeit schnellste Ausbaustufe bis 1.000 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und auch für künftig noch höhere Bandbreiten geeignet sind. AVM gibt hier derzeit 6 Gigabit pro Sekunde (GBit/s) als Maximum an. Ebenso bringen beide Fritzboxen jeweils vier Gigabit-Ethernet-Anschlüsse mit.

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Den TV-Anteil des Kabelsignals streamen beide Kabel-Router via SatIP-Implementierung an geeignete Empfänger wie die AVM FritzTV-App für Android und iOS oder per Playlist an den plattformübergreifend nutzbaren Mediaplayer VLC. Die Boxen können dank vier Tunern bis zu vier gleichzeitige Streams stemmen. Eine DECT-Basis für Telefonie und Smarthome ist selbstredend ebenso dabei. Laut dem Portal Boxmatrix arbeiten die beiden Kabel-Boxen auf Basis des gleichen SoC mit einer Taktfrequenz von 2 Gigahertz (GHz) und können auf 4 GB Flash sowie 1024 MB Arbeitsspeicher zugreifen.

Wi-Fi und Ethernet

Womit wir bei den Unterschieden wären. Die 6660 Cable bringt vor allem mit, was Early Adopter glücklich macht: Wi-Fi 6 und 2,5-Gigabit-Ethernet. Über das WLAN-Modul sollen Anwender bis zu 2,4 GBit/s im Band bei 5 GHz erreichen. Das klingt gut und schnell, und es ist gut und schnell.

Oder besser, halbwegs gut. Denn AVM verbaut lediglich ein 2x2-Antennen-Array und dieses ist, wie die Fritzbox-Umbau-Experten von Refbox.de herausgefunden haben, eher ungünstig positioniert. Ideal wären Antennen sowohl in X- als auch in Y- und Z-Richtung. So würde der Raum ordentlich ausgeleuchtet. Bei der 6660 Cable werden jedoch nur zwei Achsen abgedeckt, wodurch laut den Autoren des Blog-Artikels eine schlechtere Abdeckung zu erwarten ist.

AVM Fritz!Box 6591 Cable WLAN AC + N Router (DOCSIS-3.1-Kabelmodem, Dual-WLAN Ac+N (MU-MIMO) mit 1733 (5 GHz) + 800 Mbit/S (2, 4 GHz), VoIP-Telefonanlage)

Anders bei der 6591 Cable: In ihr steckt ein 4x4-Antennen-Array. Der Wi-Fi-Chip steht bei Version 5 und unterstützt dementsprechend die Standards bis 802.11ac. Anwender sollen bis zu 1,7 GBit/s im 5-GHz-Band erreichen. Das Antennen-Array deckt alle drei Dimensionen des Raums ab und verspricht gute Ausleuchtung und damit guten Empfang.

Weitere Unterschiede gibt es bei den Telefonfunktionen. Die 6591 Cable bietet neben zwei analogen Anschlüssen - einmal als TAE kombiniert mit RJ11, einmal als reiner TAE-Anschluss - einen ISDN-S0-Port. Die 6660 Cable muss mit lediglich einem Anschluss für analoge Telefone auskommen. Eine ISDN-S0-Buchse fehlt ganz. USB hat die 6660 einmal in Version 2.0 an Bord. Die 6591 wartet mit zwei Buchsen auf und unterstützt USB 3.0.

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Mit der Fritzbox ins Kabelnetz 
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Haze95 12. Okt 2021

Was mich interssiert, wann fällt die 6591 aus dem Support. Die gibt es ja schon über 2...

Wheely 07. Aug 2021

Bei uns in der Stadt wird jetzt gerade kostenfrei 2,5 Gb FTTH in jedes Haus gelegt...

Gismo123 18. Feb 2021

Wir reden hier unter anderem vom Huawei p20 pro, Xiaomi mi10 pro und einem Lenovo Handy...

JanX 18. Feb 2021

Vielen Dank für den Hinweis. Ist korrigiert.

Telecom... 17. Feb 2021

Das ist aber wahrshceinlich RFoverGlass, das bedeutet, dass auf der Glasfaser das gleiche...



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