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Wie viel Gigabit in der Kabel-Praxis?

Mit voller Unterstützung für alle aktuell eingesetzten Kabelstandards sind beide Fritzboxen gut gerüstet für den weiteren Ausbau der Kabelnetze bis auf 6 GBit/s. Nur leiden die Netze anscheinend an Überbelegung. Unseren Testanschluss bekommen wir in über drei Wochen mit regelmäßigen Bandbreitentests nur selten in die Nähe der versprochenen Höchstbandbreite. "Gigaschneller Surfspaß" wie ihn Vodafone auf seiner Website zusichert, kommt so nur ab und zu auf.

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Im Detail: In rund 90 Durchläufen zu verschiedenen Uhrzeiten gegen unterschiedliche Testserver mit der Software Speedtest auf dem Mac erreichten wir eine maximale Bandbreite von knapp 570 MBit/s im Download. Der Upload lag maximal bei rund 37 MBit/s. Die Latenz lag über alle Testläufe gemittelt bei rund 26 Millisekunden. Neben den höchsten Bandbreiten waren für uns auch die minimalen Datenraten von Interesse. Die niedrigste verfügbare Bandbreite ermittelten wir am späten Abend mit nur rund 40 MBit/s im Download. Insgesamt variierte der Durchsatz zum Teil sehr stark. Auch direkt aufeinander folgende Tests ergaben sehr unterschiedliche Messwerte. Große Downloads zeigten ebenfalls einen deutlich schwankenden Verlauf.

Mit dem Vodafone-Router erreichten wir in der Spitze knapp 885 MBit/s im Download. Das Minimum lag bei mageren 38 MBit/s. Insgesamt schwankte die Bandbreite auch hier erheblich. Der Upload lag wie bei den Fritzboxen bei maximal 25 MBit/s. Die Latenz lag gemittelt um 29 Millisekunden und damit geringfügig höher als mit den Fritzboxen.

Zur Bestätigung unserer Ergebnisse maßen wir die Bandbreite auch mit dem Tool iperf3 gegen öffentlich verfügbare sowie einen selbstgehosteten Server. Die Werte für Up- und Download schwankten ebenso deutlich wie mit dem Tool Speedtest. Die Maximalwerte unterschieden sich kaum.

Dennoch sind die Werte nur Momentaufnahmen und schwierig miteinander zu vergleichen. Teilweise unterschieden sie sich von einer Minute zur anderen um mehrere 100 MBit/s - der Nachteil eines Shared Medium wie dem Kabel. Auch dauerte es durch die Anmeldeprozedur im Kabelnetz sowie die dadurch notwendigen Neustarts mehr als zehn Minuten, einen der Router gegen einen der anderen zu tauschen. Dann waren die Verhältnisse im Netz schon wieder ganz andere.

  • Beide Fritzboxen sind gemäß der angezeigten Werte sehr gut ans Kabelnetz angebunden. (Screenshot: Jan Rähm)
  • Beide Fritzboxen sind gemäß der angezeigten Werte sehr gut ans Kabelnetz angebunden. (Screenshot: Jan Rähm)
  • Dank Wi-Fi 6 kommunizieren Fritzbox und iPhone mit nahezu Gigabit-Speed. (Screenshot: Jan Rähm)
  • Dank Wi-Fi 6 kommunizieren Fritzbox und iPhone mit nahezu Gigabit-Speed. (Screenshot: Jan Rähm)
  • Dank Wi-Fi 6 kommunizieren Fritzbox und iPhone mit nahezu Gigabit-Speed. (Screenshot: Jan Rähm)
Dank Wi-Fi 6 kommunizieren Fritzbox und iPhone mit nahezu Gigabit-Speed. (Screenshot: Jan Rähm)

Die Werte lassen jedoch eine Tendenz erkennen. Der von Vodafone gestellte Router schneidet im Download etwas besser ab. Woran dies liegt, war nicht zu klären. Wir stellten sowohl AVM als auch dem Netzanbieter Vodafone Logs und detaillierte Messwerte zur Verfügung. Hersteller AVM teilte uns daraufhin mit: "Generell können wir uns das Verhalten nicht erklären und wir können nicht sehen, was im Backbone geschieht. Der Traffic von Retail-Geräten sollte und dürfte nicht anders behandelt werden als von Mietgeräten."

AVM Fritz!Box 6591 Cable WLAN AC + N Router (DOCSIS-3.1-Kabelmodem, Dual-WLAN Ac+N (MU-MIMO) mit 1733 (5 GHz) + 800 Mbit/S (2, 4 GHz), VoIP-Telefonanlage)

Die Techniker des Unternehmens vermuten, dass die Fritzboxen eine nicht optimale Modulationsart vom CMTS (cable modem termination system) zugeteilt bekommen haben. Zur Erläuterung schreibt AVM: "Es ist ganz normal, dass Geräten in einem Netzsegment unterschiedliche Modulationen zugeordnet werden. Das geschieht anhand vieler verschiedener Parameter, Leitungsbeschaffenheit, Signalwerten etc. Trotzdem wäre hier zu erwarten, dass an dem gleichen Anschluss bei zwei DOCSIS-3.1-fähigen Geräten dann auch gleiche bzw. ähnliche Modulationsprofile gewählt werden." Nachvollziehen ließ sich das nicht.

Auch Vodafone prüfte die Daten. Im Ergebnis teilte uns das Unternehmen mit: "Wir hatten in den letzten Tagen versucht, eine Ursache für die etwas schlechtere Performance der AVM-Router zu finden. Dies ist uns leider nicht gelungen." Eine Bevorzugung des vom Unternehmen gestellten Routers schließt Vodafone aus: "Was wir sicher sagen können: Es gibt keine anschlussseitige/netzseitige Priorisierung von Vodafone-eigenen Routern."

Die Ursache für die Unterschiede in der Performance lassen sich von uns nicht weiter ergründen. Möglich ist auch, dass die Hausverkabelung oder die Anzahl der Nutzer auf der Leitung die Ergebnisse beeinflussten.

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Gismo123 18. Feb 2021 / Themenstart

Wir reden hier unter anderem vom Huawei p20 pro, Xiaomi mi10 pro und einem Lenovo Handy...

JanX 18. Feb 2021 / Themenstart

Vielen Dank für den Hinweis. Ist korrigiert.

igolame 18. Feb 2021 / Themenstart

Danke Dir für das Feedback. Schade ist ja, dass dabei die eigentlich verfügbare IPv6...

Telecom... 17. Feb 2021 / Themenstart

Das ist aber wahrshceinlich RFoverGlass, das bedeutet, dass auf der Glasfaser das gleiche...

DevSec 17. Feb 2021 / Themenstart

Verstehe deine Antwort nicht. Hab ja geschrieben das ich für WLAN ein Unifi AC HD hab und...

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