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AVM: Hohe Nachfrage nach Fritzboxen wegen Routerfreiheit

Trotz Beteuerungen der Kabelnetzbetreiber, dass fast keiner die Routerfreiheit will, werden jeden Monat im Handel Kabelrouter im fünfstelligen Bereich verkauft. AVM hat dazu auf der Cebit mehr erzählt.

Artikel veröffentlicht am ,
Der AVM-Chef (2. v. r.)
Der AVM-Chef (2. v. r.) (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Routerfreiheit wirkt sich bereits in einer stark gestiegenen Nachfrage nach Kabelroutern aus. Das sagte AVM-Chef Johannes Nill am 20. März 2017 auf der Branchenmesse Cebit. "Im Handel werden jeden Monat Kabelrouter im fünfstelligen Bereich verkauft." Die Kabelnetzbetreiber erklären bisher, dass die Nachfrage nach eigenen Routern beim Kunden sehr gering sei.

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Laut Nill hat das Berliner Unternehmen im vergangenen Jahr 6,5 Millionen Fritz-Produkte ausgeliefert, das meiste im Bereich DSL.

AVM hat 660 Mitarbeiter, vor allem Entwickler, wie Nill Golem.de auf Nachfrage sagte. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von 440 Millionen Euro. 2016 sei ein "gutes Jahr" gewesen, im dem AVM sich habe "behaupten können". Nill: "Das sind aber alles nur Momentaufnahmen", auf deren Ergebnis man sich nicht ausruhen könne.

Mehr Interesse an eigenen Geräten

Bei Umfragen sagen laut AVM 50 Prozent der Anwender, dass sie künftig ein eigenes Gerät einsetzen wollen.

Bundestag und Bundesrat hatten im Herbst 2015 die Abschaffung des Routerzwangs beschlossen, der bisher durch Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht wurde. Die Routerfreiheit gilt seit dem 1. August 2016. Unitymedia und andere Netzbetreiber interpretieren das Gesetz so, dass rechtlich nur Neukunden davon betroffen sind.

Möglich macht dies eine Formulierung im neuen Paragrafen 11, Absatz 3 des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG). Demnach müssen die Netzbetreiber die Zugangsdaten und weitere Informationen "in Textform, unaufgefordert und kostenfrei bei Vertragsschluss" zur Verfügung stellen. "Bei Vertragsschluss" heißt nach Ansicht von Unitymedia, dass Bestandskunden rein rechtlich nicht davon betroffen sind.

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kendon 23. Mär 2017

Hast Recht. Kann, muss aber nicht. Bleibt das wirtschaftliche Argument...

LinuxMcBook 21. Mär 2017

Interessanter Weise bringt AVM nur alle ca. 4 Jahre ein neues Flaggschiff auf den Markt ;)

1ras 21. Mär 2017

Gut zu wissen, Danke!

xploded 21. Mär 2017

Abgesehen vom RPI... Ich möchte trotzdem kurz einhaken: Ich habe drei RPI im 24/7...

John2k 21. Mär 2017

Die der Provider selbstverständlich in seinen Schrank in den Verteiler vors Haus stellt...


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