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AVM Fritzdect Smarthome im Test: Nicht smart kann auch smarter sein

AVMs Fritz Smarthome nutzt den Dect-Standard, um Lampen und Schalter miteinander zu verbinden. Das geht auch offline im eigenen LAN.

Ein Test von veröffentlicht am
AVM bietet diverse Produkte für das eigene Dect-Smarthome-System an.
AVM bietet diverse Produkte für das eigene Dect-Smarthome-System an. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Smart-Home-Systeme sind komplex und können in den meisten Fällen viele Dinge im Eigenheim steuern - vom Umgebungslicht bis hin zur Musikanlage oder dem Temperaturregler. Allerdings hat dies oft auch den Nachteil, dass wir uns ein Konto anlegen und in irgendeiner Form online sein müssen. Da die meisten Hersteller wenig transparent sind, welche und wie viele Daten sie so sammeln, besteht bei einigen Menschen der Bedarf nach einer Art Offline-Lösung. Eine solche bietet AVM mit dem eigenen Smarthome-Angebot an. Was können die Sensoren und Schalter des Herstellers und wo liegen die Grenzen? Wir haben es ausprobiert.

Inhalt:
  1. AVM Fritzdect Smarthome im Test: Nicht smart kann auch smarter sein
  2. Übersichtliche Fritz-App mit noch wenig Funktionen
  3. LEDs und andere Smarthome-Sensoren
  4. Verfügbarkeit und Fazit

AVMs Ansatz ist recht ungewöhnlich, denn statt eines gängigen Smarthome-Protokolls wie Zigbee oder Z-Wave verwendet das Unternehmen das, was bereits bei den eigenen Produkten vorhanden ist: Digital Enhanced Cordless Communications, kurz Dect. Dieses eigentlich für drahtlose Analogtelefone genutzte Protokoll funktioniert AVM kurzerhand zur Kommunikationsschnittstelle zwischen einer kompatiblen Fritzbox und verschiedenen Sensoren um. In Europa arbeitet Dect zudem auf 1.880 bis 1.900 MHz und stört damit andere Drahtlostechniken wie Bluetooth und WLAN nicht so stark. Die erlaubte Sendeleistung für Dect liegt in Europa bei 10 mW.

Andererseits gibt es abseits von AVMs eigenem Sortiment und einigen weiteren Dect-Sensoren, etwa von der Deutschen Telekom, eine nicht unbedingt große Auswahl an Hardware für das Ökosystem. Dabei hat das Unternehmen vor Kurzem bereits ein paar sinnvolle Neuzugänge ins Sortiment aufgenommen: die LED-Leuchte Fritzdect 500 und den Mehrfachtaster Fritzdect 440. Die haben wir direkt neben den bereits privat genutzten Steckdosenadapter Fritzdect 220 und dem Taster Fritzdect 400 getestet.

GerätFunktion
Fritzdect Repeater 100Dect-Repeater für mehr Reichweite
Fritzdect 200Schaltbarer Steckeradapter mit Temperatur- und Strommesser
Fritzdect 210Witterungsbeständiger schaltbarer Steckeradapter mit Temperatur- und Strommesser
Fritzdect 301Steuerbarer Heizkörperregler mit Temperaturmessung
Fritzdect 400Batteriebetriebener programmierbarer Taster mit einem Knopf
Fritzdect 440Batteriebetriebener programmierbarer Taster mit vier Knöpfen und sechs Belegungen. E-Paper-Display für Temperaturmessung oder andere Informationen.
Fritzdect 500Steuerbare RGB-LED-Leuchte für E27-Fassung
AVM Fritzdect - Übersicht

Insgesamt würden wir den Begriff Smart Home als Bezeichnung hier aber für irreführend halten. Weder eine Sprachsteuerung noch komplexere Skripte sind möglich. Stattdessen bietet AVM ein teilautomatisiertes Schaltsystem, das zentral per App oder Weboberfläche gesteuert werden kann. So können wir mit genug Fritz-Sensoren etwa eine App-gesteuerte Lichtschaltung bauen. Wir finden: Schon das reicht aus, um ein merklich besseres Level an Komfort im Eigenheim zu erreichen - vor allem, wenn der Weg zu verschiedenen Lichtschaltern lang ist.

Leichte Einrichtung, einfache Steuerung

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Insgesamt bietet AVM zurzeit sieben Produkte an, die für das Dect-Smarthome geeignet sind. Neben den erwähnten Fritzdect 500 und 440 gibt es den Fritzdect Repeater 100, den schaltbaren Steckdosenadapter Fritzdect 200, den funktional gleichen, aber gegen Spritzwasser geschützten Fritzdect 210, den Heizkörperregler Fritzdect 301 und den Drahtlostaster Fritzdect 400.

  • Der Fritzdect 440 kann mit diversen Makros belegt werden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Fritzbox zeigt eine Übersicht über verbundene Gerätegruppen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Per Wizard werden wir durch Geräteeinrichtungen geführt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das E-Paper-Display des Fritzdect 440 kann Informationen zeigen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Diverse Vorlagen geben das Verhalten von Gerätegruppen vor. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Eine Übersicht über alle einzelnen Sensoren im Netzwerk. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Vorlagen bieten auch eine Schaltung nach Sonnenauf- und -untergang.(Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Steckdosenadapter Fritzdect 200 hat viele Funktionen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Er kann etwa den Strombedarf auslesen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch kann er eine Übersicht über die Raumtemperatur ausgeben. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Lampe Dect ULE 500 lässt sich farblich einstellen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Fritz-Smarthome-App ordnet Elemente in Kacheln an. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können auswählen, was angezeigt wird. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Farbeinstellung der Lampen ist per App möglich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Farbeinstellung der Lampen ist per App möglich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Über die App lässt sich die GUI der Fritzbox öffnen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Manchmal braucht die App ein wenig, um sich mit der Fritzbox zu verbinden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Fritzdect ULE 500 passt in E27-Fassungen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Einmaltaster Fritzdect 400 ist schon etwas länger im Einsatz (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Neu ist der Vierfachtaster Fritzdect 440, der maximal sechs Plätze für Steuerungen hat. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Taster wird an die Wand gehängt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Eine Montage ist mit Klebepad oder mit Schrauben und Dübeln möglich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Steckdosenadapter Fritzdect 200 ist ein wichtiges schaltbares Element des Sortiments. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Fritzdect 301 passt an diverse Heizungen und kann diese steuern.(Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Fritzdect 301 passt an diverse Heizungen und kann diese steuern.(Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Fritzdect ULE 500 leuchtet in weiß ... (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • ... oder wesentlich dunkler in diversen RGB-Farben wie grün ... (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • ... oder auch orange. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Neu ist der Vierfachtaster Fritzdect 440, der maximal sechs Plätze für Steuerungen hat. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Die Fritzdect ULE 500 passt in E27-Fassungen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Wir verbinden die einzelnen Sensoren mithilfe der Dect-Taste an unserer Fritzbox. In unserem Test ist das eine Fritzbox 7590 mit FritzOS 7.20. Sie schaltet nach etwa 6 Sekunden in den Dect-Suchmodus und bindet alle ebenfalls suchenden Smarthome-Geräte in das lokale Dect-Netzwerk ein. Durch langes Drücken einer bestimmten Taste am jeweiligen Sensor wird dieser in den Suchmodus versetzt.

AVM legt jeweils leicht verständliche und bebilderte Kurzanleitungen bei, die die Einrichtung erklären. Bei der Lampe Fritzdect 500 genügt etwa ein einfaches Einschrauben und Einschalten des Lichtschalters, damit diese in den Suchmodus geht. Beim Vierfachtaster Fritzdect440 drücken wir einige Sekunden auf den Netzschalter, bis die darin installierte LED blinkt - einfach und simpel.

AVM FRITZ!DECT Repeater 100 (Erhöht DECT-Reichweite) deutschsprachige Version

Fritzbox mit Dect notwendig

Wir sollten beachten, dass wir für die Sensoren eine Fritzbox mit entsprechendem FritzOS-Betriebssystem brauchen. AVM empfiehlt FritzOS 7.20 oder aktueller. Geräte, die diese Version unterstützen, sind die Fritzboxen 7590, 7580, 7530, 7490, 7430, 6591 Cable, 6590 Cable, 6660 Cable, 6490 Cable und die 6890 LTE. Auch ein Smartphone mit Android- oder iOS ist von Vorteil, denn einige Funktionen lassen sich leider nur per App steuern.

Das bedeutet nicht, dass wir ein Konto oder eine Online-Verbindung benötigen. Stattdessen funkt die Smarthome-App standardmäßig nur im lokalen Netzwerk.

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Übersichtliche Fritz-App mit noch wenig Funktionen 
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amagol 24. Nov 2020 / Themenstart

Was fuer eine Disco-Beleuchtung ist das? Ich hab zwar auch z.b. einen Kronleuchter mit...

amagol 24. Nov 2020 / Themenstart

Korrekt. Jede ernstzunehmende Smarthome loesung haengt nur ueber einen Hub am Netz, egal...

Starhowl 23. Nov 2020 / Themenstart

Aus dem c't-Artikel "Fritzbox als Smart-Home-Zentrale" im Internetz nachlesbar: DECT...

Starhowl 23. Nov 2020 / Themenstart

Z.B. steht, dass die Geräte das WLAN im Funknetz weniger stören, statt dass die DECT...

us61170 21. Nov 2020 / Themenstart

Diese nicht gänzlich unwichtige Ergänzung fehlt leider in dem Artikel. Wäre auch meine...

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