Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Ein Pilot an Bord, gesteuert aus München

Das mit der Ankündigung veröffentlichte Bildmaterial zeigt den Bussard in einer Konfiguration als "Optionally Piloted Vehicle". Ein Pilot war den Angaben zufolge an Bord, während die eigentliche Flugsteuerung vollständig von Bedienern an der Münchner Bodenstation übernommen wurde.

Avilus führt diese Fähigkeit auf sein eigenes Flugsteuerungs- und Avioniksystem namens Rascore zurück. Das System wurde im Haus entwickelt. Das System vereint Missionsmanagement, Flugsteuerung, Sensorik, Navigation, Transponderkommunikation und die gesicherte Kommunikation zwischen Fluggerät und Bodenstation.

Die Interoperabilität war offenbar von Anfang an ein Konstruktionsmerkmal. Avilus erklärt, Rascore lasse sich über Schnittstellen an das Battle-Management-System von Bundeswehr und Nato anbinden.

Vom Prototyp zum einsatzreifen System

Das Unternehmen argumentiert, viele vergleichbare Programme befänden sich noch im Konzept- oder Prototypenstadium, während man selbst diese Funktionen in einsatzrelevanten Umgebungen vorführen könne. Der öffentlichen Vorstellung gingen demnach monatelange Test- und Erprobungsflüge voraus.

Eine vollständig unbemannte Version des Bussard befindet sich nach Angaben des Unternehmens in Vorbereitung. "Das wird unser nächster Meilenstein auf dem Weg zu einem unbemannten Fluggerät sein, das Kosteneffizienz, Reichweite und europäische Souveränität verbindet", sagte Niclas Bähr, der Geschäftsführer von Avilus.


Relevante Themen