Avatar: James Cameron über KI-Einsatz im Filmgeschäft

Die US-amerikanische Branchenwebseite Deadline(öffnet im neuen Fenster) hat mit James Cameron anlässlich des Kinostarts seines neuen Films Avatar: Fire and Ash über die Nutzung von KI bei Filmen gesprochen.
Cameron erklärte, wenn heute von KI die Rede sei, gehe es um generative KI, nicht um künstliche Superintelligenz. Letztere sei ein völlig anderes Thema, das die Menschheit vermutlich ohnehin nicht mehr erleben werde.
Bis dahin solle man lieber die Filme genießen. Generative KI halte er jedoch für ein äußerst mächtiges Werkzeug, das gezähmt und vor allem ethisch eingesetzt werden müsse.
Cameron: bin kein Experte
Er betonte zugleich, dass er selbst kein KI-Experte sei. Bislang habe er nicht praktisch mit solchen Systemen gearbeitet, auch bei den Avatar-Filmen, mit denen er in den vergangenen Jahren nahezu ausschließlich beschäftigt gewesen sei, sei keine KI zum Einsatz gekommen.
Dennoch zeigte er sich sehr neugierig. Seiner Ansicht nach gibt es in der VFX-Pipeline klar umrissene Aufgaben, die derart monoton und repetitiv sind, dass sie sich hervorragend für generative Modelle eignen.
Falls nötig, könne er sich sogar vorstellen, an der Entwicklung solcher Werkzeuge mitzuwirken, da die großen Tech-Konzerne wie Google oder Meta ihren Fokus auf Anwendungen für die breite Öffentlichkeit und den Business-Bereich legten, sagte der Regisseur. Die Bedürfnisse der Unterhaltungsindustrie spielten dort kaum eine Rolle, weil sie als Markt zu klein sei.
Kostensenkung durch KI
Daher müsse die Branche viele dieser Werkzeuge selbst entwickeln. Besonders wichtig sei ihm die Frage, ob sich mithilfe generativer KI Produktionskosten senken ließen – allerdings nur innerhalb klarer Leitplanken. Die Technologie dürfte weder die Arbeit der Künstler noch die der Autoren beeinträchtigen und schon gar nicht die der Schauspieler.
In diesem Punkt beziehe er sehr deutlich Stellung. Ihm gehe es ausdrücklich nicht darum, Schauspieler zu ersetzen oder eine neue Generation von Regisseuren heranzuziehen, die glaube, man könne den schauspielerischen Prozess einfach überspringen.



