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Avatar: Avatar 3 bleibt unter den Erwartungen - Disney prüft Kurs

Avatar 3 ist ein Milliardenerfolg, bleibt aber deutlich hinter seinen Vorgängern zurück. Für Disney stellt sich nun eine strategische Frage.
/ Peter Osteried
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Teil 4 und 5 werden für Disney zum Risiko. (Bild: 20th Century Studios)
Teil 4 und 5 werden für Disney zum Risiko. Bild: 20th Century Studios

Avatar: Fire and Ash nähert sich mit weltweit rund 1,4 Milliarden US-Dollar dem Ende seines Kinoeinsatzes. Wie das US-Branchenmagazin Variety(öffnet im neuen Fenster) berichtet, ist der Film zwar der zweitumsatzstärkste Hollywood-Start des Jahres 2025, bleibt jedoch deutlich hinter den ersten beiden zurück: Beide haben jeweils mehr als zwei Milliarden US-Dollar eingespielt. Für Disney ist das relevant, weil der Konzern zwei weitere Fortsetzungen für 2029 und 2031 fest eingeplant hat.

1,5 Milliarden US-Dollar Einspiel nötig

Ein Film, der heute die Milliardenmarke überschreitet, gilt in der Kinobranche als Ausnahme. Für Disney fällt die Bilanz allerdings nüchtern aus: Laut Branchenangaben kosteten Produktion und Marketing von Avatar: Fire and Ash rund 500 Millionen US-Dollar. Damit ist der Film zwar extrem populär, bewegt sich wirtschaftlich aber nahe an der Gewinnschwelle.

Ein Kinoumsatz von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar sei nötig, um profitabel zu sein. Zwar dürfte sich Fire and Ash über Streaming, Heimkino und Synergieeffekte wie den Pandora-Themenbereich in Disneys Animal Kingdom weiter amortisieren, doch sinkende Kinoerlöse erschweren die Rechtfertigung weiterer Investitionen.

Die Budgets sind der kritische Faktor. Jeder weitere Avatar-Film kostet erneut etwa eine halbe Milliarde US-Dollar. Ein Abwärtstrend bei den Einnahmen macht diese Strategie riskant. Kostensenkungen gelten als unwahrscheinlich – Cameron ist bekannt für technisch aufwendige Produktionen.

Die kurze Wartezeit

Beobachter führen den Rückgang unter anderem auf geringere Innovationssprünge zurück. Der dritte Teil habe weder technisch noch erzählerisch Neues geboten. Zudem erschien der Film nur drei Jahre nach Teil 2 - ein kurzer Abstand im Vergleich zur langen Pause zuvor.

Für Avatar dürfte nun entscheidend sein, ob Cameron für Teil e eine neue kreative Richtung findet.


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