Avast: CCleaner-Infektion enthielt Keylogger-Funktion

Die im vergangenen Jahr mit CCleaner verteilte Malware sollte Unternehmen wohl auch per Keylogger ausspionieren. Avast hat im eigenen Netzwerk die Shadowpad-Malware gefunden, geht aber davon aus, dass diese bei Kunden nicht installiert wurde.

Artikel veröffentlicht am ,
CCleaner hat im vergangenen Jahr Malware verteilt.
CCleaner hat im vergangenen Jahr Malware verteilt. (Bild: Ccleaner)

Die Sicherheitsfirma Avast hat eine ausführliche Analyse der im vergangenen Jahr mit CCleaner über mehrere Wochen ausgelieferten Malware veröffentlicht. In dem Blogpost heißt es, dass die Malware bei Piriform selbst eine dritte Stufe nachgeladen hat. Andere Kunden sollen aber nicht betroffen sein.

Stellenmarkt
  1. Full Stack Developer (m/f/d)
    Techtriq GmbH, Halle (Saale)
  2. Sachgebietsleiter (m/w/d) Samariter-Adressmanagement (SAM) / Database Management
    ASB Deutschland e.V., Köln
Detailsuche

Avast hatte am 18. September vergangenen Jahres bekannt gegeben, dass die eigene Infrastruktur infiziert worden und über mehrere Wochen infizierte Kopien verteilt worden seien. Später war bekannt geworden, dass die Infektion eher auf Unternehmen als auf Privatnutzer zielte und vermutlich Teil einer Industriespionage-Kampagne war. CCleaner wurde von der Firma Piriform entwickelt, die von Avast übernommen wurde.

Angreifer installierten Shadowpad

Nach Angaben von Avast gelang es den Angreifern, die Piriform-Infrastruktur mit der Angriffsplattform Shadowpad zu infizieren und die Infektion als Startpunkt für die weiteren Angriffe zu nutzen. Die gesamte betroffene Infrastruktur soll ersetzt worden sein, außerdem entwickelt das CCleaner-Tool jetzt integriert mit dem Avast-Team. Die neue Build-Infrastruktur soll gegen ähnliche Angriffe gewappnet sein.

In der Analyse heißt es: "Shadowpad wurde im Piriform-Netzwerk installiert, aber soweit wir es beurteilen können, nicht auf einem Computer eines CCleaner-Kunden" Man gehe aber davon aus, dass es sich um die beabsichtigte dritte Stufe der Malware handelt. Piriform enthält unter anderem einen Keylogger, um etwa Zugangsdaten auszuspionieren.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11
    8.-12. November 2021, online
  3. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Die zweite Stufe der Malware soll auf etwa 40 Computern, vor allem von Unternehmen, zum Einsatz gekommen sein. Da die Command-and-Control-Server der Angreifer zum Zeitpunkt der Untersuchung bereits abgeschaltet waren, konnte Avast nach eigenen Angaben keine detaillierte Untersuchung durchführen. Insgesamt haben rund 2,3 Millionen Kunden eine infizierte Version der Software heruntergeladen. Avast hatte allen betroffenen Privatkunden geraten, die Software einfach zu deinstallieren. Weitere Maßnahmen hält das Unternehmen nicht für erforderlich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Geekbench & GFXBench
Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max

Das Apple Silicon schneidet gut ab: Der M1 Max legt sich tatsächlich mit einer Geforce RTX 3080 Mobile und den schnellsten Laptop-CPUs an.

Geekbench & GFXBench: Erste Benchmarks zeigen starken Apple M1 Max
Artikel
  1. Kernnetz: Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus
    Kernnetz
    Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus

    Die Deutsche Telekom hat einen besseren Cisco-Router in ihrem zentralen Backbone installiert. Der erreicht 260 TBit/s und wirft Fragen zur IT-Sicherheit auf.

  2. Bundesverwaltungsgericht: 5G-Auktion wird erneut vor Gericht geprüft
    Bundesverwaltungsgericht
    5G-Auktion wird erneut vor Gericht geprüft

    Die Klage gegen die 5G-Auktion im Jahr 2019 wird neu verhandelt. Damit ist die komplette Vergabe erneut in Frage gestellt.

  3. Windows 11: User wollen separate Fenster in der Taskleiste zurück
    Windows 11
    User wollen separate Fenster in der Taskleiste zurück

    Windows 11 gruppiert Instanzen einer App zusammen und streicht die Möglichkeit, sie separat anzuzeigen. Das gefällt der Community gar nicht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • HP Herbst Sale bei NBB: Bis zu 500€ Rabatt auf Gaming-Notebooks, Monitore uvm. • Kingston RGB 32GB Kit 3200 116,90€ • LG OLED48A19LA 756,29€ • Finale des GP Anniversary Sales • Amazon Music 3 Monate gratis • Saturn Gutscheinheft: Direktabzüge und Zugaben [Werbung]
    •  /