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Auxo: Roboter ersetzen Arbeiter bei Infineon Dresden

50 neue Roboter sollen in der Chipproduktion bei Infineon viele Produktionsarbeiter ersetzen. Als Erstes sollen Leiharbeiter und befristet Beschäftigte entlassen werden.
/ Achim Sawall
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Bild: Infineon

Infineon hat seinen Beschäftigten in Dresden angekündigt, dass 50 zusätzliche Roboter einen Teil der Beschäftigten in der Chipherstellung ersetzen werden. Das berichtet die Sächsische Zeitung(öffnet im neuen Fenster) . Ein Arbeiter hat Golem.de die Informationen bestätigt.

Leiharbeiter und befristet Beschäftigte seien zuerst betroffen. Die Dresdner Chipfabrik hat 2.000 Infineon-Beschäftigte, dazu kommen gegenwärtig rund 200 Leiharbeiter.

Infineon-Sprecherin Diana Heuer in Dresden bestätigte der Sächsischen Zeitung "Personal-Anpassungen" .

Infineon hatte im Mai 2011 Immobilien, Reinraumtechnik und 300-mm-Fabrikationsanlagen vom Insolvenzverwalter von Qimonda Dresden für insgesamt 100,6 Millionen Euro erworben. Für Infineon sei dies "Teil der strategisch ausgerichteten Kapazitätserweiterung" wegen anhaltend starken Auftragseingangs und guter Auftragsbestände. Dadurch sollten in Dresden mindestens 250 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Qimonda-Chipfabrik in Dresden mit 3.900 Beschäftigten war zum Jahresende 2009 stillgelegt worden, weltweit hatten bei der Infineon-Tochter 12.000 Menschen gearbeitet. Mit der Schließung des Werkes in Dresden hatten rund 3.000 Beschäftigte ihren Job verloren.

Die IG Metall informierte die Beschäftigten in einem Flugblatt über das Automatisierungsprojekt Auxo. Die IG-Metall-Betriebsräte wollen von der Geschäftsleitung wissen, wie viele Arbeitsplätze wegfallen sollen und ob es betriebsbedingte Kündigungen geben soll. "Die ersten Informationsrunden in den Bereichen haben für wenig Aufhellung gesorgt. Das meiste blieb im Verborgenen." Sie fordern statt Stellenabbau eine "fünfte Schichtgruppe im Acht-Stunden-Schichtsystem" .


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