Autovernetzung: Here will Standard für Fahrzeugkommunikation schaffen
Vernetzte Autos können sich gegenseitig über Staus und andere Behinderungen auf der Strecke informieren. Dazu bedarf es eines einheitlichen Datenformats. Der Kartendienst Here hat ein solches vorgeschlagen.
Ein solches Schnittstellenformat könnte die Grundlage für eine branchenweit einheitliche Lösung bilden. Darüber habe Here Ende Juli bei einem Treffen von 16 Autoherstellern, Zulieferern und Systemlieferanten gesprochen, teilt Here mit(öffnet im neuen Fenster).
Teilnehmer kamen aus Europa, Asien und Amerika
Wer an der Besprechung teilnahm, hat Here geheimgehalten. Allerdings seien nicht nur Unternehmen aus Deutschland, sondern auch aus anderen europäischen Ländern, den USA und Asien dabeigewesen.
Sie seien sich einig, dass die Branche ein einheitliches Format für die Übermittlung von Daten aus Sensoren eines Fahrzeugs an die Cloud brauche, sagt Here. Die Idee ist, dass dann aus einzelnen Fahrzeugen Informationen über Verkehrsprobleme oder Gefahren auf einer Strecke schnell an andere Fahrer weitergegeben werden können.
Here will Arbeitskreis gründen
"Um künftig Sensordaten in Echtzeit zwischen Fahrzeugen verschiedener Hersteller austauschen zu können, muss die Industrie eng zusammenarbeiten", sagt Dietmar Rabel, bei Here zuständig für autonomes Fahren. Dazu will Here mit Branchenvertretern weltweit diskutieren, um einen offiziellen Arbeitskreis für standardisierte Schnittstellen bei Sensordaten zu gründen.
Anfang August haben Daimler, Audi und BMW den Kartendienst Here übernommen. Die drei Autohersteller dürften sich damit auch eine Schlüsselposition beim Datenfluss zwischen vernetzten Fahrzeugen gesichert haben. Here von Nokia ist speziell auf sehr präzise Straßenkarten für autonom fahrende Autos ausgerichtet worden und entwickelte auch eine Plattform für die Unterhaltungsanlagen in Fahrzeugen aller Klassen.
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