Autoverkäufe: VW rutscht ab - China und USA belasten Jahresbilanz

Der Volkswagen-Konzern hat im Jahr 2025 einen Dämpfer hinnehmen müssen(öffnet im neuen Fenster) . Mit 8,99 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen lag das Ergebnis um 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Wolfsburger führen dies vor allem auf Entwicklungen in zwei wichtigen Märkten zurück. Die Zahlen offenbaren ein deutliches Gefälle zwischen den Weltregionen.
Besonders schmerzhaft zeigt sich der Einbruch in China. Mit 2,69 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen verzeichnete VW ein Minus von acht Prozent. Der intensive Wettbewerb mit lokalen Herstellern, die vor allem auf Elektroautos setzen, macht dem deutschen Autobauer zu schaffen. Der Preiskampf im Reich der Mitte hat sich 2025 weiter verschärft.
Noch härter traf es VW in Nordamerika. Mit 946.800 ausgelieferten Fahrzeugen brach der Absatz um 10,4 Prozent ein. Marco Schubert, Vertriebsvorstand bei Audi und zuständig für den Gesamtkonzern, nannte als Gründe Zölle sowie den Wegfall der Elektroförderung in den USA.
Europa und Südamerika als Lichtblicke
Ganz anders entwickelte sich das Geschäft in Europa. Der Konzern lieferte auf dem Heimatkontinent 3,38 Millionen Fahrzeuge aus – ein Plus von 3,8 Prozent. Trotz neuer Wettbewerber konnte VW seine Position festigen und nach eigenen Angaben Marktanteile gewinnen.
Noch deutlicher fiel das Wachstum in Südamerika aus. Mit 663.000 ausgelieferten Fahrzeugen erreichte der Konzern einen Zuwachs von 11,6 Prozent. Beide Regionen entwickelten sich damit entgegengesetzt zu den Problemzonen China und USA.
Elektroautos mit starkem Wachstum
Einen klaren Erfolg verbucht VW bei Elektroautos. Weltweit lieferte der Konzern 983.100 batteriebetriebene Fahrzeuge aus – ein Anstieg von fast einem Drittel verglichen mit 2024. Somit war etwa jeder neunte Neuwagen aus dem Konzern ein reines Elektroauto.
Besonders stark war die Entwicklung in Europa, wo die E-Auto-Auslieferungen um 66 Prozent zulegten. Im Vorjahr hatten gekürzte oder beendete Förderprogramme das Geschäft noch gebremst. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass sich die Nachfrage trotz veränderter Rahmenbedingungen erholt hat.
Details zu den einzelnen Marken des Konzerns will VW am 20. Januar 2026 vorlegen.



