Abo
  • Services:
Anzeige
Die Bedienerfreundlichkeit ist im vernetzten Auto wichtig: Eine Studie sagt, entweder es funktioniert auf Anhieb oder der Autofahrer nutzt einfach weiter sein Smartphone.
Die Bedienerfreundlichkeit ist im vernetzten Auto wichtig: Eine Studie sagt, entweder es funktioniert auf Anhieb oder der Autofahrer nutzt einfach weiter sein Smartphone. (Bild: PR)

Autos: Wir sind kein bisschen elektrisiert

Die Bedienerfreundlichkeit ist im vernetzten Auto wichtig: Eine Studie sagt, entweder es funktioniert auf Anhieb oder der Autofahrer nutzt einfach weiter sein Smartphone.
Die Bedienerfreundlichkeit ist im vernetzten Auto wichtig: Eine Studie sagt, entweder es funktioniert auf Anhieb oder der Autofahrer nutzt einfach weiter sein Smartphone. (Bild: PR)

Aus dem Flop der E-Autos lassen sich Lehren ziehen für vernetzte und autonome Autos. Investieren Autohersteller Milliarden in neue Techniken, die Autokäufer gar nicht haben wollen und auch nicht benutzen?
Von Frank G. Heide

Auf der größten und vielleicht wichtigsten Automesse der Welt, der IAA in Frankfurt, sind in diesem Jahr Elektroautos nur Randerscheinungen. Wieder mal. Zwar zeigen ein paar Studien, was mit den nächsten Fahrzeuggenerationen kommen könnte. Ob das reicht, um nennenswerte Marktanteile zu generieren, darf aber bezweifelt werden. Die aktuellen Fahrzeuge schaffen es jedenfalls nicht.

Anzeige

So war beispielsweise in Deutschland in den ersten acht Monaten dieses Jahres fast jedes zweite neu zugelassene Neufahrzeug ein Diesel. Die Marken Audi, BMW, Ford, Mercedes, Opel, Porsche und VW wiesen für 2014 insgesamt nur 8.463 Fahrzeuge mit Hybrid, Plug-in-Hybrid oder reinem Elektroantrieb als Neuwagen in der KBA-Zulassungsstatistik aus. Dem stehen 1,87 Millionen Neuzulassungen gegenüber, die mit konventionellen Antrieben fahren, also Diesel- oder Benzinverbrenner.

Nur wenig Erfolg, und der ist hausgemacht

Und was die Hersteller lieber verschweigen: Selbst der Minierfolg der in Deutschland schwer verkaufbaren Antriebsalternativen ist überwiegend hausgemacht, denn es wird massiv mit Eigenzulassungen auf Händler und Hersteller gearbeitet. Wie eine aktuelle Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen zeigt, sind je nach Marke bis zu 92 Prozent der Alternativautos Eigenzulassungen, und insgesamt nur 4.814 Zulassungen von Hybriden, Plug-in-Hybriden und reinen Elektroautos im Jahr 2014 auf Privatkunden oder Unternehmen erfolgt.

Darf man den Herstellern ob dieses Mangels an E-Autos böse sein? Nein, denn eine Messe ist nicht nur Schaufenster des technologisch Machbaren, sondern auch ein Marktplatz für die Bestseller. Und so kommt einem neuen Audi A4 und einem frischen VW Tiguan eine völlig andere Bedeutung zu als einem angeblichen Massenmodell von Tesla, wie es bereits seit 2013 angekündigt wird.

Tesla hat das bestverkaufte E-Auto

Der kalifornische E-Auto-Pionier, der gerne als Vorbild und Schrecken der Branche dargestellt wird, schafft es aber, auch hierzulande das bestverkaufte E-Auto zu liefern. Der Blick in die Statistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) in Flensburg verrät: Teslas Model S wurde 2015 in Deutschland bis Ende Juli 828-mal neu zugelassen. Das sind trotz eines Preises auf S-Klasse-Niveau immerhin knapp 50 Exemplare mehr, als vom E-Golf aus Wolfsburg verkauft wurden.

Auf den Plätzen folgen Kia Soul EV, Nissan Leaf und BMW i3. Nissan hat zwischenzeitlich den Preis des Leaf um rund 5.000 Euro gesenkt und die Reichweite dank neuer Batterien um 25 Prozent und 50 Kilometer gesteigert. Auch Renault reagierte beim Preis des Zoë ähnlich. Das führte zwar bislang nicht zu deutlichen Änderungen im Kaufverhalten, hat aber garantiert diejenigen Käufer geärgert, die kurz zuvor noch den höheren Preis für ihr gutes Ökogewissen hingeblättert hatten.

Wenige Überzeugungstäter

In die schöne neue Welt des lokal emissionslosen Fahrens entführen diese Autos bislang nur wenige Überzeugungstäter, die dafür umso reger auf Fan-Seiten, E-Auto-Blogs und in Foren minutiöse Fahrprotokolle referieren, sachkundig diskutieren und vergleichen, Reichweiten unter diesen und jenen Umständen notieren und nebenbei bekennen, dass sie weitgehend im Geschwindigkeitsbereich zwischen 70 und 90 km/h unterwegs sind. Auch auf der Autobahn. Weil ja ab Tempo 130 die Reichweite ziemlich schnell dahin ist. Wer gerne Gas gibt, wird sich da wohl denken: Gut, dass es sich hier nur um eine verschwindend kleine Minderheit handelt.

E-Autos sind kein großes Geschäft - nicht mal für Tesla 

eye home zur Startseite
Peter(TOO) 24. Sep 2015

Daran wird fleissig geforscht und es gibt auch Prototypen, welche sich sehr schnell...

s3r4pH 19. Sep 2015

Elektroautos taugen nichts als Benzinerersatz. Wie lange soll eine fahrt nach z.B...

G-Tech 18. Sep 2015

"Bei seinem nächsten Fahrzeug würde daher jeder fünfte Autokäufer gerne auf diverse...

Yian 18. Sep 2015

Humble Opinion eines der im Artikel erwähnten 20% kritischen Befragten mit ablehnender...

Achranon 17. Sep 2015

Der Kunde soll 10000¤ mehr für ein Elektro Auto ausgeben das 150 km Reichweite hat und...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG, Hard (Österreich)
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. arago GmbH, Frankfurt am Main
  4. SQS Software Quality Systems AG, Frankfurt


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 184,90€ + 3,99€ Versand
  2. 119,00€
  3. 17,99€ statt 29,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Erazer-Serie

    Medion bringt mehrere Komplett-PCs mit AMDs Ryzen heraus

  2. DJI

    Drohnen sollen ihre Position und ihre ID funken

  3. Xeon E3-1200 v6

    Intel aktualisiert seine Server-CPUs mit Kaby Lake

  4. Future Unfolding im Test

    Adventure allein im Wald

  5. Gesichtserkennung

    FBI sammelt anlasslos Fotos von US-Bürgern

  6. Hasskommentare

    Regierung plant starke Ausweitung der Bestandsdatenauskunft

  7. Rkt und Containerd

    Konkurrierende Container-Engines bekommen neutrale Heimat

  8. 22FFL-Fertigungsprozess

    Intel macht Globalfoundries und TSMC direkte Konkurrenz

  9. Medion Smart Home im Test

    Viele Komponenten, wenig Reichweite

  10. Antike Betriebssysteme

    Quellcode von Unix 8, 9 und 10 veröffentlicht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android O im Test: Oreo, Ovomaltine, Orange
Android O im Test
Oreo, Ovomaltine, Orange
  1. Android O Alte Crypto raus und neuer Datenschutz rein
  2. Developer Preview Google veröffentlicht erste Vorschau von Android O
  3. Android O Google will Android intelligenter machen

Buch - Apple intern: "Die behandeln uns wie Sklaven"
Buch - Apple intern
"Die behandeln uns wie Sklaven"
  1. iPhone Apple soll A11-Chip in 10-nm-Verfahren produzieren
  2. WatchOS 3.2 und TVOS 10.2 Apple Watch mit Kinomodus und Apple TV mit fixem Scrollen
  3. Patentantrag Apple will iPhone ins Macbook stecken

Lithium-Akkus: Durchbruch verzweifelt gesucht
Lithium-Akkus
Durchbruch verzweifelt gesucht
  1. Super MCharge Smartphone-Akku in 20 Minuten voll geladen
  2. Brandgefahr HP ruft über 100.000 Notebook-Akkus zurück
  3. Brandgefahr Akku mit eingebautem Feuerlöscher

  1. Re: Golem hat Tomaten auf den Augen

    fotografer | 15:06

  2. Re: Immer noch Facebook-Zwang

    Fotobar | 15:05

  3. Aufgeflogen? Ups, schnell legitimieren...

    Vincent-VEC | 15:05

  4. Re: wie läufts so?

    Baptist | 15:04

  5. Re: Taucht Tiner überhaupt was ?

    Fotobar | 15:04


  1. 15:20

  2. 14:50

  3. 14:20

  4. 14:00

  5. 13:51

  6. 13:37

  7. 12:58

  8. 12:46


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel