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Autos: Kalifornien erprobt digitale Nummernschilder

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat ein Gesetz zur Erprobung digitaler Nummernschilder verabschiedet. Datenschützer melden Bedenken gegen eine ständige Ortungsmöglichkeit an.

Artikel veröffentlicht am , Matthias Mett
Verkehr auf der Golden Gate Bridge in San Francisco, Kalifornien
Verkehr auf der Golden Gate Bridge in San Francisco, Kalifornien (Bild: Kim White/Getty Images)

Der Senat des US-Bundesstaates Kalifornien hat Ende vergangener Woche ein Gesetz verabschiedet, das die Erprobung von digitalen Nummernschildern ermöglicht. Es wird nun zur Unterzeichnung dem demokratischen Gouverneur Jerry Brown vorgelegt, wie Ars Technica berichtet. Das Gesetz sieht ein Pilotprojekt bis zum 1. Januar 2017 vor, das auf nicht mehr als 0,5 Prozent der zugelassenen Kraftfahrzeuge angewendet werden soll.

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Die US-Bundesstaaten South Carolina und New Jersey haben ebenfalls Gesetze zur Erprobung der Nummernschilder in Vorbereitung. In South Carolina entgehen den Zulassungsbehörden durch nicht gezahlte Steuern etwa 150 Million US-Dollar pro Jahr. Dem soll mit der Einführung der digitalen Nummernschilder entgegengesteuert werden. Untersuchungen zufolge sind in den gesamten Vereinigten Staaten etwa 12 bis 15 Prozent aller Fahrzeuge nicht versichert.

"Dieses Auto ist gestohlen"

Die digitalen Nummernschilder haben die gleiche Größe wie die geprägten Metallnummernschilder und bestehen aus sogenanntem digitalem Papier. Das bedeutet, dass ein elektrischer Impuls die Schrift sichtbar macht und diese permanent sichtbar bleibt. Anschließend benötigt das digitale Papier keinen Strom mehr bis zur nächsten Änderung. Viele E-Reader setzen digitales Papier bereits ein.

Um eine gültige Nummer zu erhalten, sind die Nummernschilder per Mobilfunk mit der Kfz-Zulassungsstelle verbunden. Dadurch können die Nummernschilder zum Beispiel nach Ablauf der Versicherung oder bei Diebstahl den Schriftzug "Uninsured" oder "Stolen" anzeigen. Einsatzmöglichkeiten digitaler Nummernschilder zeigt die amerikanische Firma Compliance Innovations auf ihrer Website. Zusätzlich können die Nummernschilder zum Beispiel durch Blinken auf sich aufmerksam machen.

Werbung auf dem Nummernschild

Eine weitere und viel diskutierte Möglichkeit ist es, auf den Nummernschildern Werbung anzuzeigen, wenn das Fahrzeug vier Sekunden oder länger im Stillstand ist. Das Gesetz in Kalifornien lässt aber den Einsatz von Werbung aktuell noch nicht zu. Plaketten wie zum Beispiel für eine Haupt- oder Abgasuntersuchung wären ebenfalls überflüssig, da auch beliebige Ablaufdaten auf einem Nummernschild darstellbar sind. Zurzeit kostet ein Metallnummernschild in den Vereinigten Staaten 3 bis 7 US-Dollar, der Hersteller Compliance Innovations spricht davon, die Herstellungskosten der digitalen Nummernschilder auf unter 100 US-Dollar zu senken.

Datenschützer haben Bedenken gegen den Einsatz der digitalen Nummernschilder, da eine Behörde oder ein Betreiber jederzeit den Standort des Fahrzeugs bestimmen kann. Außerdem wäre im Nachhinein eine Streckenverfolgung möglich. Bei Kennzeichenlesegeräten, wie sie heute auch von Strafverfolgungsbehörden in Deutschland eingesetzt werden, gibt es kontroverse Diskussionen um die Aufbewahrung und Nutzung der gewonnenen Daten.



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peppit 09. Sep 2013

...muss man sich dann aber nicht wundern, wenn der Fluchtwagen plötzlich ein anderes...

Kiwi 09. Sep 2013

naja also ich glaub nicht, dass die schilder dann geladen werden müssen :D eher dass sie...

Kiwi 09. Sep 2013

und roaming kostet dann natürlich extra ;D

TheUnichi 09. Sep 2013

1984 war bereits ca. 1984. Wir sind schon ein ganzes Stück weiter, die Regierungen...

Himmerlarschund... 09. Sep 2013

"Frechdachs" ist doch viel praktischer, weil allgemein gehalten :-)


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