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Autoren-Streik in Hollywood: Treffen zwischen Autoren und Produzenten ohne Ergebnis

Der Streik der Autoren und Schauspieler in Hollywood geht weiter – zumindest aber haben die beiden Parteien nun miteinander gesprochen.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Streikposten vor der Zentrale der Allianz der US-amerikanischen Filmproduzenten (Bild: VALERIE MACON/AFP via Getty Images)
Streikposten vor der Zentrale der Allianz der US-amerikanischen Filmproduzenten Bild: VALERIE MACON/AFP via Getty Images

In dem seit drei Monaten laufenden Streik der US-Drehbuchautoren ist es am 4. August 2023 (Ortszeit) erstmals zu einem Treffen von Vertretern der Gewerkschaft Writers Guild of America (WGA) und der großen Studios und Streaming-Anbieter gekommen, wie US-Medien berichteten(öffnet im neuen Fenster) .

Verhandlungsführerin Carol Lombardini, Vorsitzende der Film- und Fernsehproduzenten (Alliance of Motion Picture and Television Producers) hatte den Gesprächstermin am 1. August 2023 vorgeschlagen. Bei dem Treffen wurden keine Fortschritte erzielt, wie Variety(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, begrüßte den Dialog(öffnet im neuen Fenster) . Der Ausstand in Hollywood schade der Wirtschaft und den Menschen. Sie stehe persönlich als Vermittlerin bereit. Es sei von entscheidender Bedeutung, eine sofortige Lösung zu finden, sagte Bass.

Streikende ist nicht in Sicht

Anzeichen für ein baldiges Streikende gibt es weiterhin nicht. In Los Angeles zogen am 4. August 2023 Tausende Autoren und Schauspieler als Streikposten vor dem Gebäude der Universal Studios auf, wie Deadline(öffnet im neuen Fenster) berichtete. Am 9. August 2023 ist der 100. Tag der Arbeitsniederlegung.

Nach erfolglosen Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen hatten die Drehbuchautoren Anfang Mai 2023 den Arbeitskampf begonnen. Die Schreiber fordern unter anderem Gehaltserhöhungen, höhere Zuschüsse für die Kranken- und Altersversorgung und eine Regelung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI).

Mitte Juli 2023 waren dann auch Zehntausende Mitglieder der Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA nach geplatzten Verhandlungen mit dem Verband der TV- und Filmstudios in den Ausstand getreten. Der Doppelstreik legt Hollywood nahezu lahm. In den USA können derzeit praktisch keine Filme und Serien mehr gedreht werden.


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