Autoproduktion: China droht Deutschland mit Vergeltung bei Huawei-Ausschluss

Die chinesische Regierung will bei einem Ausschluss von Huawei beim 5G-Aufbau "nicht tatenlos zuschauen". Indirekt droht Chinas Botschafter mit Konsequenzen für die Autoindustrie.

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Chinas Botschafter Ken Wu droht Deutschland mit Konsequenzen.
Chinas Botschafter Ken Wu droht Deutschland mit Konsequenzen. (Bild: Huawei)

Der chinesische Botschafter in Deutschland hat vor dem Ausschluss des Telekommunikationsausrüsters Huawei vom Aufbau des 5G-Netzes gewarnt. Es sei für die chinesische Regierung wichtig, "dass chinesische Unternehmen hier in Deutschland wie alle anderen Unternehmen gleich behandelt werden. Keine Diskriminierung", sagte Botschafter Ken Wu am 13. Dezember 2019 auf einer Veranstaltung des Handelsblatts (Video ab 26:00). Wenn Deutschland am Ende eine Entscheidung träfe, die zum Ausschluss von Huawei auf dem deutschen Markt führe, sei mit Konsequenzen zu rechnen. "Die chinesische Regierung wird nicht tatenlos zuschauen", sagte Wu.

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Indirekt drohte er dabei mit Konsequenzen für die deutsche Autoindustrie. "Im letzten Jahr hat man auf dem chinesischen Markt insgesamt 28 Millionen Stück Autos verkauft. Davon sieben Millionen deutsche Autos. Können wir auch eines Tages sagen, dass die deutschen Autos nicht sicher sind, weil wir auch in der Lage sind, unsere eigenen Autos herzustellen?", fragte Wu und fügte hinzu: "Nein. Das ist reiner Protektionismus."

Allerdings träfe die chinesische Regierung mit Maßnahmen gegen deutsche Autokonzerne auch ihre eigene Wirtschaft, denn aufgrund chinesischer Gesetze sind Hersteller wie Volkswagen, Daimler und BMW zu Joint Ventures mit chinesischen Firmen verpflichtet, um in China Auto produzieren zu können. Dem US-Elektroautohersteller Tesla ist es hingegen im Jahr 2017 gelungen, ohne eine chinesische Partnerfirma die Erlaubnis zum Bau einer Autofabrik in Schanghai zu erhalten. Entsprechende Drohungen Chinas gegen Tesla sind nicht bekannt, obwohl vor allem die US-Regierung ihre Verbündeten darauf drängt, Huawei nicht am Aufbau des 5G-Netzes zu beteiligen.

In der vergangenen Woche warnte der Mobilfunkbetreiber Vodafone vor einer jahrelangen Verzögerung beim 5G-Aufbau, wenn Huawei nicht beteiligt werden könne. Sein Unternehmen habe "hochgerechnet, dass das für uns vielleicht einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren bedeutet, den wir als Vodafone benötigen würden, um das vorhandene Equipment umzubauen und 5G-ready zu machen", sagte Vodafone-Sicherheitschef Oliver Harzheim in einer Bundestagsanhörung.

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Denn das geplante 5G-Netz basiere auf vorhandener 4G-Technologie. "Da grundsätzlich die Provider einen sogenannten Single-RAN-Ansatz verfolgen, der bedeutet, dass man immer den gleichen Hersteller auf vorhandene Technologie aufbaut, einfach um Kompatibilitäts- oder Qualitätsverluste auszuschließen, würde das für alle Provider bedeuten, dass sie erst mal die komplette 4G/3G-Technologie mit diesem Lieferanten zurückbauen müssten beziehungsweise umbauen müssten, bevor sie dann 5G-Technologie ausbauen würden", erläuterte Harzheim.

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Kommentator2019 17. Dez 2019

Konkurrenzfähig, *angekündigt* sind 2 GHz-CPU's, die *taktbereingt* auf Höhe einer der...

asaph 17. Dez 2019

... wie Merkel, Röttgen u.a. politische "Leuchten" auf das Gezeter von Trump & den Amis...

Yggdrasill 17. Dez 2019

Beim Thema Auto kuscheln die Politiker ja eng mit der Autoindustrie, da würde es mich...

Ipa 17. Dez 2019

Neue Seidenstraße aka. Größter scam der Welt.

matok 17. Dez 2019

Wenn sie das gleiche machen, was ausländische Unternehmen bei ihnen machen müssen, also...



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