Autopilot: Teslas Chipentwickler Jim Keller kündigt und geht zu Intel

Tesla will eigene KI-Chips für autonome Autos entwickeln, muss diese Aufgabe jedoch nun ohne Jim Keller erledigen. Der Chip-Architekt, der auch für das Fahrassistenzsystem Autopilot verantwortlich war, verlässt das Unternehmen und geht zu Intel.

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Wieder verliert Tesla Spitzenpersonal an die Konkurrenz.
Wieder verliert Tesla Spitzenpersonal an die Konkurrenz. (Bild: Tesla)

Tesla verliert einen wichtigen Mitarbeiter. Jim Keller, der zuvor unter anderem bei AMD Chips entwickelt hat und seit seinem Eintritt in das Unternehmen im Jahr 2015 eine immer wichtigere Rolle spielte, wechselt das Unternehmen. In Zukunft arbeitet er bei Intel.

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Zuletzt übernahm er die Verantwortung für das Autopilot-Programm, nachdem Chris Lattner gegangen war. Vor zwei Jahren bestätigte Elon Musk, dass Tesla an seinem eigenen neuen KI-Chip arbeitet, um die autonomen Fahrfunktionen der Elektroautos zu verbessern. Keller leitete das Programm. Gegenüber Electrek bestätigte Tesla die Nachricht und teilte zudem mit, dass Keller auch die Niederspannungshardware und die Infotainment-Entwicklung betreut hatte.

Pete Bannon wird nun die Autopilot-Hardwareentwicklung bei Tesla leiten. Er arbeitete zuvor bei Apple und war für die Entwicklung der Baureihe der A5- bis A9-SoCs verantwortlich. Andrej Karpathy wird die Gesamtverantwortung für die Autopilot-Software tragen.

Im Autopilot-Team ist dies nun der dritte große Führungswechsel innerhalb kurzer Zeit. 2016 hatte Elon Musk angekündigt, dass neue Fahrzeuge des Unternehmens mit einem Hardware-Upgrade ausgerüstet sein werden, das es ihnen erlaubt, in Zukunft autonom zu fahren. Dies war offenbar ein wenig zu hoch gegriffen. Damals wurde es Sterling Anderson, dem Chef des Autopilot-Teams, offenbar zu viel. Zwei Monate nach der Ankündigung verließ er das Unternehmen und auch sein Nachfolger Lattner blieb nur ein halbes Jahr.

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Nach einem Bericht des Wall Street Journals aus dem Jahr 2017 wurde der Entwicklungsdruck auch anderen Ingenieuren bei Tesla offenbar zu viel. Sie warnten vor allem davor, dass mit dem Leben der Kunden gespielt werde, und diskutierten, wie viel Zeit man dem Fahrer geben müsse, um das Lenkrad wieder zu übernehmen, wenn die autonomen Fahrfunktionen eines Autos zum Beispiel nicht mehr funktionieren. Es würden auch Mechanismen fehlen, um sicherzustellen, dass der Fahrer konzentriert bleibe. Warnungen, dass das Produkt nicht fertig sei, werden offenbar nicht ernst genug genommen.

Nachtrag vom 26. April 2018, 20:52 Uhr

Intel hat offiziell bestätigt, dass Jim Keller als Senior Vice President for Silicon Engineering angestellt wurde.

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